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Energie aus der Tiefe

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"Die Wärmeverbund Riehen AG entstand 2009 durch den Zusammenschluss der drei Wärmeverbunde Riehen, Niederholz und Wasserstelzen", sagt Geschäftsführer Jürgen Kunz. "Aktionäre sind zu 87,5% die Gemeinde Riehen und zu 12,5% IWB, der Energieversorger der Stadt Basel. Hauptgrund für den Zusammenschluss war die bessere Nutzung der Geothermieanlage, die von der Gemeinde Riehen 1994 gebaut wurde. Durch das größere Absatzgebiet konnte die Erdwärme besser und kostengünstiger genutzt werden."

Intelligente Mischung

In den Jahren 2010/2011 wurde die Erdwärmeanlage komplett saniert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Zugleich wurde eine neue, leistungsstarke Wärmepumpe eingebaut, der dafür benötigte Strom stammt von der IWB.

Als eines der wenigen Versorgungsunternehmen in der Schweiz liefert die IWB 100% erneuerbaren Strom aus Eigenproduktion. Neben den bestehenden Wasser-, Solar- und Windkraftwerken in der Schweiz und Spanien wird das Kraftwerksportfolio kontinuierlich um Windparks in Frankreich und Deutschland ausgebaut.

Für die Erdwärmeanlage des Wärmeverbunds Riehen wurden zwei Gas-Blockheizkraftwerke errichtet, die den erzeugten Strom verkaufen und die Wärme in das Fernwärmenetz einleiten, um Spitzenbedarf abzudecken.

„Wir bieten insgesamt eine sehr ökologische Lösung durch den intelligenten Verbund der zur Verfügung stehenden Ressourcen.“ Jürgen Kunz

"Die Erdwärme ist frei von CO2-Emissionen und wegen des sehr hohen Wirkungsgrades sind auch die Blockheizkraftwerke umweltfreundlich", betont Jürgen Kunz. "Insgesamt bieten wir eine sehr ökologische Lösung durch den intelligenten Verbund der zur Verfügung stehenden Ressourcen. Heute versorgen wir nicht nur die Gemeinde Riehen. Im Sommer liefern wir den Wärmeüberschuss an den Wärmeverbund Stetten-Süd auf deutschem Boden."

Nachhaltiges Wachstum

Heute ist das Fernwärmenetz ein insgesamt 34 km langes Rohrsystem für den Wärmeverbund Riehen. Noch bestehende Lücken werden nach und nach geschlossen.

"Haushalte erhalten den Anschluss für eine Pauschale von 400 CHF pro Meter Leitung. Dazu kommt die Investition für eine Umformstation im Haus", erklärt Jürgen Kunz. "Dafür tun sie nicht nur etwas für die Umwelt. Sie profitieren von Energie, die in der Gemeinde erzeugt wird und sie erfüllen die Verordnung der Stadt Basel, dass 50% des Warmwassers mit erneuerbarer Energie erzeugt werden müssen. Sie sparen also eigene Investitionen. Wir erläutern den Kunden die Vorteile in einer Gesamtkostenrechnung und haben schone viele überzeugt, vor allem Privathaushalte, aber auch Gewerbetreibende."

Die Nachfrage nach Erdwärme steigt und der Geschäftsführer erwartet weiteres Wachstum des Umsatzes von sieben Millionen CHF. "Wir haben keine Angestellten. Wir nutzen die Ressourcen der IWB, bei der auch ich arbeite. Schlanker geht es nicht. Wir wollen das Netz weiter ausbauen und neue Kunden für unsere ökologisch und ökonomisch sinnvolle Lösung gewinnen."

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