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Mehr als 10.000 unterschiedliche Artikel hat die SIBA GmbH im Portfolio. Jeweils 30% des Sortiments machen die Produktbereiche Hoch-, Niederspannungs- und Ultrarapid-Sicherungen aus. Die verbleibenden 10% entfallen auf Geräteschutzsicherungen sowie Accessoires.

„Der Standort Lünen ist für uns sehr wichtig“, betont Bernd Schwegmann. „Wir richten uns hier nicht nach Trends. Unsere Mitarbeiter leisten qualitativ hochwertige Arbeit und arbeiten sehr konzentriert. Außerdem können Entwicklung und Produktion sehr eng zusammenarbeiten. Mit unserer eigenen Galvanik und unserer eigenen Stanzerei bieten wir darüber hinaus eine sehr hohe Wertschöpfungstiefe.“

Technische Beratung

„Für mich ist es die Kombination aus technischer Beratung, ordentlicher Qualität und vernünftigen Lieferzeiten, die auch verlässlich eingehalten werden“, beschreibt Bernd Schwegmann einige Stärken der SIBA GmbH. „Unsere Vertriebsmitarbeiter gehen regelmäßig zu den Kunden und arbeiten auch an Weiterentwicklungen. Zudem verfügen wir über eine ausgefeilte Logistik, die auch regelmäßig den Erfordernissen der Zeit angepasst wird.“

Abnehmer der SIBA-Sicherungen sind Energieversorger, Bahnunternehmen wie die Deutsche Bahn, produzierende Unternehmen wie Alstom und Siemens, Anbieter alternativer Energien, Industrie, Pumpen- und Platinenhersteller.

„Unsere Vertriebsmitarbeiter bieten den Kunden technische Beratung an“, verdeutlicht der Geschäftsführer. „Der Sicherungsmarkt ist sehr überschaubar und es geht hier vor allem darum, die Anwendungen der Kunden zu kennen und Verbesserungsvorschläge zu machen.“

Weltweiter Marktführer

Unter dem Namen Sicherungen Bau GmbH – deshalb die Abkürzung SIBA – gründete der ältere Bruder des Großvaters von Bernd Schwegmann das Unternehmen 1946. Die direkt neben einer Zeche befindliche Firma bearbeitete zunächst Bergbausicherungen.

Bernd Schwegmann
„Wir machen seit der Gründung immer ‘nur’ Sicherungen und haben diesen Bereich auch nie verlassen.“ Bernd SchwegmannGeschäftsführer

„Wir machen seit der Gründung immer ‘nur’ Sicherungen und haben diesen Bereich auch nie verlassen, damit wir nicht zur Konkurrenz unserer Kunden werden“, erläutert der Geschäftsführer. „1966 erfolgte der Startschuss für das internationale Vertriebsnetz mit eigenen Vertriebsgesellschaften im Ausland. Mittlerweile verkaufen wir weltweit.“

Jahrzehntelang waren Hochspannungssicherungen für Energieversorgungsunternehmen der wichtigste Markt. Mit DIN-Hochspannungssicherungen ist SIBA übrigens auch weltweiter Marktführer. Durch die Übernahme der Firma ELU 1992 wurde das Spektrum um Ultrarapid- und Geräteschutz-Sicherungen erweitert. Seit etwa zehn Jahren werden Fremdvertreter zunehmend durch eigene Mitarbeiter im Home Office ersetzt.

Geschäftsführer Bernd Schwegmann ist seit 17 Jahren im Betrieb, davon zehn Jahre als Geschäftsführer. Nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre war er zunächst Trainee bei einer Versicherung, entschied sich dann aber doch für den Einstieg ins Familienunternehmen.

Hohe Exportquote

348 Mitarbeiter sind am alleinigen Produktionsstandort Lünen tätig. Bis zum Jahresende sollen etwa 40 weitere Beschäftigte für Vertrieb, Konstruktion und Produktion hinzukommen. 2017 lag der Umsatz bei 48,5 Millionen EUR, für 2018 erwartet der Geschäftsführer einen Anstieg auf mehr als 50 Millionen EUR.

Etwa zwei Drittel des Umsatzes erwirtschaftet SIBA außerhalb Deutschlands. „Unser wichtigster Exportmarkt ist Europa“, sagt Bernd Schwegmann. „Wir verkaufen aber auch nach Asien, in die USA und nach Südafrika, wo wir eigene Tochterunternehmen haben. ‘Made in Germany’ ist heutzutage in China noch ein Vorteil, in Deutschland überhaupt nicht mehr.“

Komplett eigenfinanziert

Das Familienunternehmen ist komplett eigenfinanziert. Bernd Schwegmann: „Wir können langfristig denken und kurzfristig investieren, ohne Banken fragen zu müssen.“ Für den Geschäftsführer haben die Beschäftigten einen sehr hohen Stellenwert: „Mitarbeiter sind sehr wichtig für uns, deshalb haben wir die Organisation entsprechend geändert. Wir haben sehr viele qualifizierte langjährige Mitarbeiter mit Erfahrung und Ideen sowie neue Leute mit guten Ideen, die wir nicht ignorieren wollen.“

Die Sicherung von Standort, Unabhängigkeit und Wachstum sind für Bernd Schwegmann die Ziele der Zukunft. Zudem möchte er eher die Technologie- als die Preisführerschaft haben sowie die hohe Wertschöpfung beibehalten.

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