Sauber allein reicht nicht

Interview mit Christian Baumbach, Geschäftsführer der Safety-Kleen Deutschland GmbH

Bei Safetykleen ist der Name Programm. Das Unternehmen ist ein Full Service-Anbieter in der industriellen Teilereinigung, der mit Lösungen überzeugt, die sicher und sauber sind. Hohe Reinigungsleistung und größtmögliche Arbeitssicherheit stehen dabei im Einklang mit Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Gefahren sollen reduziert werden und Materialien umweltfreundlich sein. Darauf wird größter Wert gelegt.

„Wir sind extrem breit aufgestellt, um unterschiedlichste Reinigungsanforderungen und -größen abdecken zu können“, sagt Geschäftsführer Christian Baumbach. „Ursprünglich kommen wir aus dem Segment der manuellen Teile- und Lackierpistolenreinigung, wo wir bis heute besonders stark sind. Heute, nach einer stetigen Diversifizierung, sind wir auch in der Transportindustrie, der Luftfahrt und im produzierenden Gewerbe jeglicher Art vertreten und bieten Lösungen, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der Branchen entsprechen. Das Spektrum reicht von manuellen Teilereinigern und Pinselwaschgeräten bis zu industriellen, automatischen Reinigungsanlagen für Sprüh- und Ultraschallreinigung.“

Standards setzen, individuell bleiben

In Deutschland profitieren weit über 10.000 Kunden von den Komplettlösungen – vor allem Automobilhersteller, Luftfahrtunternehmen und die Transportindustrie. „Unser Konzept ist es, Maschinen zu entwickeln, die in unserem Besitz bleiben und beim Kunden aufgestellt werden“, so Christian Baumbach. „Die Kundene müssen also keine großen Investitionen tätigen, um die Maschinen zu nutzen, sondern zahlen monatliche Gebühren. Dabei wird vertraglich abgesichert, dass wir die Geräte und Verbrauchsstoffe in perfektem Zustand erhalten. Das bedeutet, dass wir sie regelmäßig warten und sie bei Problemen reparieren oder ersetzen. Wir entsorgen die Chemikalien und haben ein entsprechendes Recyclingangebot.“

Von Chicago bis Bad Oeynhausen

Diese Rundum-Lösungen sind das Ergebnis einer kontinuierlichen Weiterentwicklung und dem Streben nach der optimalen Lösung. Safetykleens Ursprünge reichen in die Vereinigten Staaten zurück, wo Ben Palmer in den 1950er-Jahren einen Teilereiniger entwickelte und patentieren ließ, der 1968 zur Gründung der Safetykleen in Chicago führte.

Das amerikanische Unternehmen etablierte 1973 seine erste Auslandsniederlassung in England, Deutschland folgte 1974. Heute ist Safetykleen Europe ein eigenständiges Unternehmen mit Hauptsitz in England. In der deutschen Landesgesellschaft sind circa 200 Mitarbeiter tätig, der Umsatz liegt bei ca. 32 Millionen EUR. 100 Standorte in ganz Europa, darunter 15 in Deutschland, illustrieren das dynamische Wachstum.

„Wir arbeiten konsequent daran, so umweltfreundlich und nachhaltig wie möglich zu arbeiten. Wasserbasierte Reinigungsmittel sind deshalb ein großes Thema.“ Christian BaumbachGeschäftsführer

Der gute Ruf, den sich Safetykleen mit den anspruchsvollen Reinigungslösungen im Laufe der Zeit erarbeitet hat, sorgt für volle Auftragsbücher. „Wir sind Serviceanbieter und Problemlöser“, betont Christian Baumbach. „Hat sich ein Produktionsprozess bei unseren Kunden geändert, tauschen wir Geräte aus und bieten auf die neuen Anforderungen optimal abgestimmte Maschinen an. Der Servicegedanke steht klar im Mittelpunkt unseres Konzeptes. Wir suchen bewusst die Nähe zu den Kunden, sind an langfristigen Partnerschaften interessiert und garantieren durch das dichte Niederlassungsnetz Nähe. Das ist einzigartig und ein wichtiges Asset.“

Saubere Services für die Zukunft

Mit dem Fullservice-Konzept hat sich Safetykleen mit einem Anteil von knapp 10% an der Spitze des boomenden Marktes positioniert. Ein klares Bekenntnis zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit wird das Wachstum auch in Zukunft tragen – denn saubere Lösungen allein reichen nicht; sie müssen auch nachhaltig sein.

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