Innovative Lösungen für jeden Tag

Interview mit Ron van den Broek, Geschäftsführer der Keylane Axon GmbH

Entstanden ist Keylane 2014 durch den Zusammenschluss dreier führender Softwareanbieter für Versicherungsunternehmen und Rentenfonds. Ziel der Fusion waren die Marktführerschaft in den Niederlanden sowie die umfassende Erfüllung sämtlicher Kundenansprüche. Neben dem niederländischen Markt richtete Keylane seinen Fokus auf Nordwesteuropa und hier vor allem auf Deutschland, die Schweiz und Österreich, die Benelux-Länder sowie Skandinavien.

Neben der Integration der drei unterschiedlichen Firmenkulturen bestand die besondere Herausforderung außerhalb der Niederlande darin, die jeweils nationalen Besonderheiten der Märkte zu berücksichtigen. Heute unterhält Keylane neben der Zentrale im niederländischen Utrecht Standorte in München und Düsseldorf sowie in Kopenhagen und Oslo und beschäftigt insgesamt 700 Mitarbeiter. Was den Umsatz betrifft, erwarten die Verantwortlichen auch für die kommenden Jahre weiter deutliche Zuwachsraten.

End-to-end-Standardlösung

„Unseren Kunden bieten wir mit Axon eine End-to-end-Standardlösung für den Kompositbereich“, erklärt Ron van den Broek, Geschäftsführer der Keylane Axon GmbH. „Wir helfen ihnen damit, ihre digitalen Fähigkeiten zu verbessern und sich schnell den Anforderungen des Marktes anzupassen. Als integrierte und webbasierte Lösung verwaltet Axon Policen und Schäden. Die Kunden können sich ganz auf ihre Kernaufgaben konzentrieren. Ist Axon als Omnichannel-Produkt bei unseren Kunden implementiert, können sie damit auf verschiedenen Kanälen den Markt bedienen.“

Ron van den Broek
„Wir möchten unsere Lösungen so anwenderfreundlich wie möglich gestalten.“ Ron van den BroekGeschäftsführer

Namhafte Kunden

So unterstützt Axon die Prozesse des Front-, Mid- und Back-Offices während der gesamten Lebensdauer einer Police oder eines kompletten Schadensvorgang innerhalb eines integrierten Systems sowie über Internet, Extra- und Intranet. Deshalb gehört die Beschäftigung mit Themen wie Hosting, Schnittstellenmanagement sowie Sicherheitsprozessen für Kunden von Keylane der Vergangenheit an. Alle diese Aufgaben übernehmen die Spezialisten des auf die Versicherungsbranche konzentrierten Softwareunternehmens. Zu den Kunden gehören unter anderem so renommierte Anbieter wie Generali, Aegon, ARAG und ABN Amro.

Chancen durch digitalen Wandel

Gerade der deutsche Markt ist für Keylane wegen seiner Besonderheiten eine interessante Herausforderung. „In Deutschland gibt es im Kompositbereich etwa 80 bis 100 Gesellschaften“, weiß Ron van den Broek. „In den Niederlanden sind es rund 20. Außerdem ist die Branche in Deutschland noch ziemlich traditionell aufgestellt und hat den digitalen Wandel größtenteils noch vor sich. Deshalb bieten sich uns hier sehr große Möglichkeiten. Wir müssen uns das Vertrauen der deutschen Kunden weiter erarbeiten und brauchen dazu auch Ausdauer.“ Um neue Kunden anzusprechen setzt Keylane ebenfalls auf digitale Kanäle wie LinkedIn und Xing. Außerdem werden Schulungen in Form von Webinaren auch zunehmend online angeboten.

Den Mitarbeitern vertrauen

Die weitere Konzentration auf die aktuellen Märkte und deren Wachstum sind für den Geschäftsführer die wichtigsten Aufgaben für die kommenden Jahre: „Wir möchten unsere Lösungen so anwenderfreundlich wie möglich gestalten. Auch sollen sie noch kompatibler mit anderen Anwendungen sein und unseren Kunden noch mehr Vorteile bringen.“

Persönlich ist der Erfolgshunger ein wichtiger Antrieb für Ron van den Broek: „Ich möchte Wachstum erzielen und Keylane als wichtigen Player auch am deutschsprachigen Versicherungsmarkt etablieren.“ Viel Freude bereitet dem Manager die offene und kommunikative Unternehmenskultur bei Keylane: „Wir als Management halten uns sehr zurück und vertrauen unseren Beschäftigten. Das ist sehr spannend.“

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Aktuellste news

Vom Flächenpotenzial zum Netzanschluss: Was Unternehmer vor einem eigenen Solar-oder Windprojekt klären müssen

Vom Flächenpotenzial zum Netzanschluss: Was Unternehmer vor einem eigenen Solar-oder Windprojekt klären müssen

Auf dem Firmendach ist Platz, hinter der Werkshalle liegt eine ungenutzte Wiese. Doch zwischen einer geeigneten Fläche und einer stromerzeugenden Anlage liegen etliche Entscheidungen. Und nur, wer die richtige Reihenfolge…

NVIDIA GTC Berlin 2026. Wie künstliche Intelligenz zur industriellen Infrastruktur Europas wird

NVIDIA GTC Berlin 2026. Wie künstliche Intelligenz zur industriellen Infrastruktur Europas wird

Drei Tage lang zeigte die NVIDIA GTC Berlin, wie künstliche Intelligenz den Schritt vom Rechenzentrum in die Werkhalle macht. Der Beitrag ordnet die wichtigsten Entwicklungen ein, von vorgefertigten KI-Fabriken über…

Aktuellste Interviews

Recycling, das sich auszahlt

Interview mit Andreas Gietzen, Geschäftsführer der HAHN Kunststoffe GmbH

Recycling, das sich auszahlt

Kreislaufwirtschaft bedeutet, Ressourcen neu zu denken: Was für den einen Abfall ist, kann für den anderen ein wertvoller Rohstoff sein. Lange bevor Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung zu zentralen Zukunftsthemen wurden, hat…

Trotz Wirtschaftskrise weiter gewachsen

Interview mit Axel Heitmann, Geschäftsführer der Kueche 24 GmbH & Co. KG

Trotz Wirtschaftskrise weiter gewachsen

Obwohl sich der Inneneinrichtungsmarkt angesichts der allgemeinen Kaufzurückhaltung im Privatkundensegment in den letzten Jahren stark rückläufig entwickelt hat, konnte Kueche 24 weiter wachsen: getrieben durch ein nachhaltiges Stammkundengeschäft, einen starken…

Glasfaser mit kurzen Wegen

Interview mit Marc Blechschmidt, Geschäftsführer der FNOH-DSL Südheide GmbH

Glasfaser mit kurzen Wegen

Was 2004 als private Initiative für eine Internetversorgung per Funk begann, ist heute ein regionaler Glasfaserversorger. Die FNOH-DSL Südheide GmbH plant, baut und betreibt ihre Infrastruktur selbst. Geschäftsführer Marc Blechschmidt…

TOP