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Von regional zu bundesweit

Portrait

Wirtschaftsforum: Vom kleinen lokalen Handwerksbetrieb zum bundesweit tätigen Unternehmen: Was ist Ihr Erfolgsrezept?

Frank Mathias: Zunächst einmal muss ich unsere Mitarbeiter nennen. Ohne meine Mitarbeiter bin ich nichts. Ich habe zwar Ideen und Verbindungen, aber die Arbeit vor Ort leisten die Beschäftigten. Deshalb liegen mir gute Arbeitsbedingungen sehr am Herzen. Aus diesem Grund haben wir auch wenig Fluktuation im Betrieb. Grundsätzlich leisten wir natürlich sehr gute handwerkliche Arbeit, mit der die Menschen zufrieden sind. Großen Wert legen wir auf Ehrlichkeit. Wir behandeln unsere Kunden fair, packen Probleme an und werden von zufriedenen Auftraggebern weiterempfohlen.

Wirtschaftsforum: Verfolgen Sie eine bestimmte Strategie?

Frank Mathias: Als Renner hat sich das Geschäftsmodell Planen, Bauen, Betreuen erwiesen, den Kunden von A bis Z alles anzubieten. Das werden wir weiter ausbauen. Unsere drei Standbeine sind in etwa gleich groß. Jedes Tätigkeitsfeld macht rund ein Drittel des Umsatzes aus.

Wirtschaftsforum: Erzählen Sie uns bitte etwas über Ihre Leistungen.

Frank Mathias: Da ist zunächst mal der Industriebau zu nennen, den wir seit 25 Jahren zusammen mit der Firma Goldbeck anbieten. Diese Sparte umfasst Druckluft- und Kühlwassersysteme, Feuerlösch-, Sanitär- und Heizungsanlagen, Klimaanlagen, Wärmepumpen, zentrale Lüftungsanlagen, Regenentwässerung und Gasanlagen. Außerdem bieten wir Wohnungssanierungen im bewohnten Bestand an. Wir übernehmen Asbestsanierungen, übergeben fertige Bäder, entsorgen, fliesen und kümmern uns um Betonarbeiten. Darüber hinaus planen, bauen und betreuen wir Objekte mit der Firma Global Concept aus Kassel. Aktuell arbeiten wir an einem Projekt in Kornwestheim bei Stuttgart. Dort entstehen 120 Eigentumswohnungen mit Supermarkt und Tiefgarage.

Wirtschaftsforum: Welche Projekte machen Ihnen besonderen Spaß?

Frank Mathias: Seit einem Jahr beschäftige ich mich intensiv mit dem Leuchtturmprojekt Grand Tower in Frankfurt, dem größten Wohn-Hochhaus Deutschlands. Neben einem besseren Lüftungssystem konnten wir viele andere technische Details optimieren. Insgesamt haben wir wunderschöne technische Lösungen erreicht, die für den Bauherren auch bezahlbar sind.

Wirtschaftsforum: Skizzieren Sie uns doch kurz die Entwicklung Ihres Unternehmens.

Frank Mathias: Nach der Umfirmierung von der GbR zur GmbH 1996 ist die Firma 2002 von meinem Elternhaus in eigene Räumlichkeiten gewechselt. 2011 haben wir unser jetziges Betriebsgelände gekauft und sind ein Jahr später in die sanierten Gebäude eingezogen. 2012 habe ich die alleinige Geschäftsführung übernommen und meinen Vater in den wohlverdienten Ruhestand entlassen. Niederlassungen in Kassel und Kornwestheim folgten 2013. Im vergangenen Jahr haben wir gemeinsam mit einer anderen Haustechnikfirma die M und S Haustechnik für Großprojekte gegründet. Außerdem gibt es seit 25 Jahren die Einzelfirma Frank Mathias, ein reines Serviceunternehmen. Diese wurde dieses Jahr in eine GmbH umfirmiert.

Wirtschaftsforum: Wie viele Mitarbeiter beschäftigen Sie und wie hoch ist Ihr Umsatz?

Frank Mathias: Neben unseren 85 Festangestellten beschäftigen wir bei Bedarf auch Leiharbeiter. Seit den 1990er-Jahren bilden wir eigenen Nachwuchs aus, bisher über 65 Lehrlinge. Unser Jahresumsatz liegt zur Zeit bei 12,4 Millionen EUR.

Wirtschaftsforum: Für wen arbeiten Sie überwiegend?

Frank Mathias: Vor allem für Investoren, Wohnungsbau- und Bauträgergesellschaften sowie Bauherren.

Wirtschaftsforum: Was wollen Sie noch erreichen?

Frank Mathias: Ich möchte die Planung weiter ausbauen und ein eigenes Ingenieurbüro gründen.

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