Tea time auf die österreichische Art

Interview mit Manfred Österreicher, Geschäftsführer der Demmer GmbH

Offener Tee, Beuteltee, schwarzer Tee, grüner Tee, Früchtetee, Kräutertee, Rooibusch-Tee – Demmer bietet jedem Teeliebhaber den für ihn passenden Tee. Das Angebot umfasst 300 verschiedene Sorten und ist in seiner Vielfalt in Österreich einzigartig. Seit der Gründung liegt der Fokus vor allem auf klassischem Tee, schwarzem und grünem Tee, der als lose Ware angeboten wird. In der jüngeren Vergangenheit hat sich jedoch auch Früchte- und Kräutertee, in Österreich ohnehin sehr populär, immer mehr durchgesetzt.

Krisenmanagement geglückt

Demmer geht mit der Zeit und bleibt sich selbst dabei treu. Gegründet wurde der Teehandel 1981 von Andrew Demmer, der ganz klar „für den klassischen schwarzen und grünen Tee stand“, wie Geschäftsführer Manfred Österreicher sagt. Der Unternehmer baute im Laufe der Zeit Filialen und Franchisesysteme in Österreich auf, führte 2000 das Onlinegeschäft ein und übergab das Unternehmen 2018 im Rahmen eines Management-Buy-Outs drei ehemaligen Mitarbeitern.

Heute zählt Demmer 125 Mitarbeiter und setzte im vergangenen Wirtschaftsjahr 10,1 Millionen EUR um. „Bis zum 30.4.2020 hatten wir ein sehr erfolgreiches Wirtschaftsjahr“, erklärt Manfred Österreicher. „1,5 Monate waren damit von der Corona-Pandemie betroffen; sie haben schon viel Umsatz gekostet. Wir sind mit unseren Mitteln sehr sparsam umgegangen und ganz gut durch die Krise gekommen. Insgesamt ist es uns gut gelungen, die Pandemie zu steuern; ein gewisses Finanzpolster war dabei sicherlich von Vorteil.“

Gute Mitarbeiter, guter Tee, gute Kunden

Manfred Österreicher ist seit März 2018 geschäftsführender Gesellschafter bei Demmer; zuvor hat er das Unternehmen fünf Jahre lang als Berater begleitet. Mit der Pandemie kamen neue Herausforderungen auf ihn zu. „Wir haben in der Corona-Krise gezielt in die strategische Arbeit investiert“, sagt er. „Wir haben Abläufe und Prozesse hinterfragt und uns mit neuen Geschäftsfeldern beschäftigt. Das Online-Geschäft ist ein wichtiger Vertriebskanal, der künftig weiter ausgebaut werden soll; mit www.tee.at haben wir eine sehr gute Adresse. Auch der Facheinzelhandel, zu dem beispielsweise Reformhäuser gehören, sind interessante Vertriebsschienen. Wenn ich meine Mission auf den Punkt bringen will, ist es, mit innovativen Mitarbeitern und treuen Kunden neue Produkte und neue Geschäftsfelder zu entwickeln.“

Gute Mitarbeiter und zufriedene Kunden sind für Manfred Österreicher der Schlüssel zum Erfolg. „Um Innovationen auf den Weg zu bringen, sind gute Teams, gute Mitarbeiter wichtig“, unterstreicht er. „Außerdem muss man immer wieder die Kunden mit ins Boot holen. Der direkte Austausch ist entscheidend.“

Tee trinken, aber nicht abwarten

Demmer setzt auf Bewährtes und ist offen für Neues. Bio-Tees, Kräuter- und Früchtetees, Beuteltee – das alles sind Produkte, die erst im Laufe der Zeit ins Angebot integriert wurden. Kurze Entscheidungswege sind für die schnelle Realisierung neuer Ideen von Vorteil. Hinter jedem neuen Produkt und jeder neuen Entscheidung steht dabei die Vision, authentische Teekultur zu entwickeln. „Der Tee soll den Stellenwert bekommen, den er verdient“, sagt Manfred Österreicher.

„Tee ist ein so vielseitiges Getränk mit vielen Benefits. Er ist gesund, entspannt und insbesondere Früchtetee kann sowohl heiß als auch kalt getrunken werden, Er ist ein ideales, gesundes Erfrischungsgetränk.“ Auch wenn man bedenkt, was es heißt, Wasserflaschen für eine Familie zu tragen, überzeugt Tee. Aus einem Kilogramm Tee ergeben sich 25 bis 30 Liter. Eine sehr praktische, gesunde und leckere Angelegenheit. Um die vielen Vorteile, die der Genuss von Tee mit sich bringt, an die Öffentlichkeit zu kommunizieren, nutzt Demmer verschiedene Wege; dabei lautet die Devise „Weg von Print hin zu social media“, wie Manfred Österreicher betont. „Der Teemarkt entwickelt sich sehr positiv und hat längst nicht mehr das Image, nur bei Krankheiten erste Wahl zu sein. Gibt es überhaupt ein vielseitigeres Getränk?

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