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Experten ganz nah am Werk

Interview mit Dipl.-Ing. Peter Schlossarek, Geschäftsführer der Buchen Kraftwerkservice GmbH

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Das Unternehmen wurde im Jahr 2000 als Tochter der Buchen Umweltservice GmbH gegründet. Die Firma hatte schon vorher Servicedienstleistungen in Kraftwerken durchgeführt, sich dann aber entschlossen, diese Dienstleistungen in eine eigene Gesellschaft einzugliedern, um am Markt schneller reagieren zu können. Begann die Buchen KraftwerkService GmbH damals mit nur 15 Mitarbeitern, kam bereits 2005 die Niederlassung in Merseburg dazu, 2006 dann die nächste in Cottbus. 2008 hat das Unternehmen die Firma Biermann aus Bochum erworben, 2010 das Unternehmen KIW aus Neustadt.

„Das waren inhabergeführte Wettbewerber, die ihre Unternehmen aus Altersgründen verkauft haben. 2014 sind wir dann von Köln nach Herne umgezogen. Dort haben wir 1 ha Grundstücksfläche im Industriegebiet mit guter Autobahnanbindung gekauft. Von hier aus können wir die gesamte West-Ost-Achse von der niederländischen bis zur polnischen Grenze gut bedienen. In Deutschland liegen viele Abfallverbrennungsanlagen, die unsere Kunden sind, also logistisch optimal für uns“, erzählt Geschäftsführer Dipl.-Ing. Peter Schlossarek. Er arbeitet bereits seit 1995 in der Buchen-Gruppe und hat 2008 zum Kraftwerkservice gewechselt.

„Unser Schwerpunkt ist das Thema Mitarbeiter. Wir bieten Dienstleistungen an, das geht nur mit einer funktionierenden Mannschaft. Die Technik spielt natürlich auch eine Rolle, aber der Mitarbeiter steht im Fokus. Uns ist es wichtig, dass die Mitarbeiter motiviert und flexibel zu den ungewöhnlichsten Zeiten in der Montage für unsere Kunden bereitstehen und loyal gegenüber dem Unternehmen sind. Dafür bieten wir ein eigenes internes Trainingszentrum an, denn nicht nur die technische, sondern auch die soziale Kompetenz zählt. Unser Ziel ist es, dass jeder unserer Mitarbeiter sich wie ein kleiner Unternehmer im Unternehmen fühlt“, sagt Peter Schlossarek.

Peter Schlossarek
„Unser Ziel ist es, dass jeder unserer Mitarbeiter sich wie ein kleiner Unternehmer im Unternehmen fühlt.“ Peter SchlossarekGeschäftsführer

So möchte das Unternehmen eine hohe Mitarbeiterbindung erreichen, denn es wird immer schwieriger, neues qualifiziertes Personal gerade für den Montagebereich zu finden. Neben den klassischen Stellenanzeigen nutzt die Buchen KraftwerkService GmbH auch Soziale Medien wie Facebook oder Online-Jobbörsen, um insbesondere junge Leute anzusprechen.

„Man muss sich neben dem Lohn als Arbeitgeber interessant machen, etwa Gesundheitskurse anbieten und auch Getränke und Verpflegung auf den Baustellen oder die Wahl der Fahrzeuge und Hotels spielen eine Rolle. Für die anwesenden Mitarbeiter geht das Konzept auf, bei den Neuen ist es schwieriger. Eine gute Work-Life-Balance ist in unserem Sektor schwerer zu gewährleisten als in einem Unternehmen mit Schichtsystem. Zudem bilden wir in diesem Bereich selbst nicht aus, sondern nur im kaufmännischen Bereich, denn es gibt kein Ausbildungsprofil, das unserer Tätigkeit entspricht“, sagt der Geschäftsführer.

Galerie | Buchen KraftwerkService GmbH

Das Unternehmen setzt auf Arbeitsschutz und Sicherheit. Der deutsche Markt besteht aus vielen kleineren, inhabergeführten Unternehmen, die Buchen KraftwerkService GmbH ist hier mit 30% Marktanteil absoluter Marktführer.

„Unser Vorteil ist, dass wir Aufträge mit eigenem qualifiziertem und geschultem Personal abwickeln. Sogar solche, die über 50 Mitarbeiter erfordern, können wir komplett mit eigenem Personal abdecken, wo andere Firmen bereits mit Subunternehmen zusammenarbeiten müssen“, so Peter Schlossarek. Das Unternehmen möchte zukünftig seine Marktposition weiter ausbauen.

„Man muss sich neben dem Lohn als Arbeitgeber interessant machen.“ Peter SchlossarekGeschäftsführer
Geschäftsführer, Peter Schlossarek

Derzeit beschäftigt die Buchen KraftwerkService GmbH 200 Mitarbeiter bei einem Jahresumsatz von 20 Millionen EUR. Ziel ist es, diese Zahlen in fünf Jahren auf 250 Mitarbeiter sowie einen Jahresumsatz von 25 Millionen EUR auszubauen.

„Und nicht nur in Deutschland, sondern zunehmend über die Grenzen hinaus. Mit 10% sind wir bereits im Anrainer-Ausland wie Polen, Benelux und der Schweiz tätig. Da wollen wir hin und unser Dienstleistungsportfolio zunehmend ausbauen, besonders im Bereich Sprengen und Höhenarbeit. Unsere Mitarbeiter entwickeln durch Erfahrung und Kreativität den Dienstleistungsgedanken weiter. Für uns als Dienstleister nimmt der Wettbewerb eher zu, Qualität, Sicherheit, Reaktionszeiten werden wichtiger werden. Unsere überregionale Präsenz, unser moderner Gerätepark und das breite Leistungsportfolio in Verbindung mit innovativen Konzepten im Bereich der Arbeitssicherheit bieten unseren Kunden dabei ein Höchstmaß an Versorgungssicherheit“, schließt Peter Schlossarek.

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