Schuh-Milliardär und Wohltäter Heinz-Horst Deichmann ist tot

Trauer um den erfolgreichsten Schuhhändler Europas

Weltweit hat das Unternehmen im Jahr 2013 rund 167 Millionen Paar Schuhe in 3.500 Filialen verkauft und beschäftigt rund 35.000 Mitarbeiter. Die Familie Deichmann gehört zu den reichsten Familien Deutschlands. Heinz-Horst Deichmann hat an diesem Erfolg einen großen Anteil. In den 1950er Jahren kam er auf die zündende Idee, „modische Schuhe in guter Qualität zum günstigen Preis“ anzubieten. Damit traf er den Zeitgeist. Im Jahr 1963, dem Jahr des 50-jährigen Bestehens, existierten bereits 16 Deichmann-Filialen.

Ein wahrer Christ zu sein bedeutete ihm mehr als der Erfolg

Ungeachtet des großen Erfolges des Familienunternehmens blieb Heinz-Horst Deichmann bis zum Schluss ein durch und durch bodenständiger Mensch, der sich von seinem christlichen Menschenbild leiten ließ. „Am Ende meines Lebens wird Gott mich nicht fragen, wie viele Schuhe ich verkauft habe. Er wird wissen wollen, ob ich wie ein wahrer Christ gelebt habe“, sagte er einmal in einem Interview.

Sein Leitbild lebt weiter

Und seine christliche und soziale Lebenseinstellung hat er seinem Sohn Heinrich Deichmann – der seit 1999 das erfolgreichste Schuhunternehmen Europas führt – frühzeitig mit auf den Weg gegeben. Seinen Leitsatz „Das Unternehmen muss den Menschen dienen“ hat Sohn Heinrich schriftlich niedergelegt und damit auch für die Zukunft als verbindliches Unternehmensleitbild festgeschrieben. Nicht nur den Kunden zu dienen, sondern auch für die die eigenen Mitarbeiter da zu sein und Menschen in Not zu helfen, zählen zu den Hauptpfeilern dieses Leitbildes.

Wie wichtig und wörtlich Dr. Heinz-Horst Deichmann die christliche Nächstenliebe nahm, zeigte sich bereits im Jahr 1977, als der Unternehmer das Hilfswerk „wortundtat“ gründete, welches heute in Indien, Tansania, Moldawien, Griechenland und Deutschland tätig ist und rund 200.000 Menschen betreut. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Bildungsarbeit und auf medizinischer Betreuung.

Anteilnahme aus den politischen Reihen

Angesicht der Nachricht vom Tode Heinz-Horst Deichmanns zeigte sich Armin Laschet, Landes- und Fraktionsvorsitzende der CDU Nordrhein-Westfalens, erschüttert. Mit ihm verlören Deutschland und Nordrhein-Westfalen „einen visionären Unternehmer mit sozialer Verantwortung“.

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