Technik ein Gesicht verleihen

Interview mit Dipl.-Ing. Christoph Schneider, Geschäftsführer der Odenwälder Kunststoffwerke Gehäusesysteme GmbH

„Das Gehäuse spiegelt die Kompetenz des Innenlebens wider“, betont Dipl.-Ing. Christoph Schneider, Geschäftsführer der Odenwälder Kunststoffwerke Gehäusesysteme GmbH (OKW). „Form und Eingabemöglichkeiten vermitteln Qualität und Verlässlichkeit. Damit verleihen unsere Kunden ihrem Produkt ein passendes Gesicht.“

75 Jahre Kunststoffverarbeitung

Das Odenwälder Kunststoffwerk wurde bereits 1948 von Dr. Herbert Schneider in Buchen im Odenwald gegründet und verfügt damit über 75 Jahre Erfahrung in der Kunststoffverarbeitung. Die ersten Produkte waren Drehknöpfe aus gepresstem Kunststoff für die Rundfunk- und Fernsehindustrie. 1972 wurde das erste Leergehäuse für die Elektronikindustrie entwickelt und gefertigt.

„Dieser Ausrichtung sind wir bis heute treu geblieben“, so Christoph Schneider. „Wir setzen immer wieder neue kreative Standards sowohl bei Gehäusen als auch bei Drehknöpfen. Deshalb findet sich seit 1984 der Begriff „Gehäusesysteme“ in der Firmierung des Unternehmens und die Schildkröte ziert als Symbol das Logo seit 1989. Mein Vater hat dann die Internationalisierung vorangetrieben und mittlerweile generieren wir die Hälfte unseres Umsatzes von 18 Millionen EUR global.“

Außergewöhnliche Fertigungstiefe

Heute ist die OKW Gehäusesysteme GmbH einer der führenden Hersteller in der Gehäuse- und Drehknopftechnologie weltweit. Zum Portfolio gehören Kunststoffgehäuse für OEM Elektro- und Elektronikindustrie, moderne Aluminiumgehäuse in vielfältigen Ausführungen für designorientierte Anwendungen sowie Drehknöpfe in einem ergonomischen, modernen und klassischen Design.

Mit hoher Funktionalität und Innovationskraft, dem ästhetischen Design sowie einer anwenderfreundlichen Farbauswahl überzeugt das Unternehmen Kunden aus unterschiedlichen Branchen, wie der Mess- und Regeltechnik, Kosmetik, Medizintechnik oder der Konsumerelektronik.

„Wir haben am Standort hier eine außergewöhnliche Fertigungstiefe“, sagt der Geschäftsführer. „Diese Technologien nutzen wir für die Individualisierung des Standards gemeinsam mit unseren Kunden. Wir übernehmen das Bohren, Fräsen, Drucken, Lackieren sowie die Konfektionierung und können damit die Gehäuse und Drehknöpfe nach den individuellen Anforderungen unserer Kunden herstellen. Wir sind sowohl Ansprechpartner für kleine Stückzahlen, können aber auch große und internationale Anfragen realisieren dank unserer starken Logistik und internen Strukturen sowie einem großen weltweiten Vertriebsnetz.“

Ausgezeichnete Designs

Eine große Stärke der OKW ist das Design der Gehäuse und Drehknöpfe. Das Unternehmen arbeitet seit den 90er Jahren mit Designern zusammen, damit die Produkte die hohen Anforderungen an Design, Ergonomie und Ästhetik erfüllen. Dafür hat die OKW in den vergangenen 30 Jahren 15 Designawards erhalten, zuletzt für die Control-Knobs Drehknöpfe, die im April 2022 mit dem iF product design award ausgezeichnet wurden.

„Unsere durchdachten und mit hohem Aufwand gestalteten Formen vereinen Funktionalität, Wertigkeit, Ästhetik und Ergonomie“, beschreibt Christoph Schneider. „Die Gehäuse lassen sich nicht nur optimal handhaben und variabel einsetzen, sondern machen Lust, sie näher zu betrachten, zu berühren oder in die Hand zu nehmen.“

Auf dieser Basis werden immer wieder neue Produkte entwickelt. Zu den neuesten Erweiterungen des Portfolios gehört CONNECT S, eine neue kleinere und handlichere Größe der CONNECT-Gehäusereihe, die prädestiniert ist für kabelgebundene Anwendungen sowie mobile Anwendungen mit Akkubetrieb. „Wir entwickeln eigentlich immer ganze Produktfamilien mit verschiedenen Varianten“ ergänzt der Geschäftsführer. „In den nächsten Monaten und Jahren werden wir unser Programm noch erweitern und auch immer mehr Individualisierung ermöglichen. Dabei werden wir dem Gehäuse und unseren Knöpfen treu bleiben.“

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Aktuellste news

BrauBeviale 2026: Wie neue Getränke, Ressourceneffizienz und Technik die Branche verändern

BrauBeviale 2026: Wie neue Getränke, Ressourceneffizienz und Technik die Branche verändern

Die Getränkewirtschaft steht vor einem spürbaren Wandel. Alkoholfreie Produkte gewinnen an Bedeutung, Energiekosten erhöhen den Druck auf Produktionsprozesse und neue Verpackungsvorgaben stellen Hersteller vor zusätzliche Anforderungen. Veränderte Konsumgewohnheiten eröffnen dabei…

Platformers' Days 2026: Diese Highlights sollten Besucher in Karlsruhe im Blick behalten

Platformers' Days 2026: Diese Highlights sollten Besucher in Karlsruhe im Blick behalten

Am 8. und 9. Oktober 2026 trifft sich die Branche für Arbeitsbühnen, Krane und Stapler wieder in Karlsruhe. Die Platformers' Days setzen dabei stärker auf Praxis: Maschinen werden nicht nur…

interbad 2026: Diese Highlights sollten Besucher in Stuttgart im Blick behalten

interbad 2026: Diese Highlights sollten Besucher in Stuttgart im Blick behalten

Anfang Oktober wird Stuttgart für drei Tage zum Treffpunkt der internationalen Schwimmbad-, Sauna- und Spa-Branche. Vom 6. bis 8. Oktober 2026 bringt die interbad Betreiber, Schwimmbadbauer, Fachhändler, Planer, Architekten und…

Aktuellste Interviews

Kunden direkt vor Ort betreuen!

Interview mit Matthias Haarer, CEO der Eisenmann GmbH

Kunden direkt vor Ort betreuen!

Wenn Fahrzeugkarossen, Landmaschinen oder Industriebauteile effizient, nachhaltig und hoch automatisiert lackiert werden, steckt dahinter modernste Anlagen- und Fördertechnik. In diesem Umfeld hat sich der Anlagenbauer Eisenmann GmbH aus Böblingen als…

Innovationen entlang des Rohstoffkreislaufs

Interview mit Philipp Heim, Geschäftsführer der HEIM-Gruppe

Innovationen entlang des Rohstoffkreislaufs

Nachhaltigkeit, Recycling und regionale Rohstoffversorgung gewinnen in der Baustoffbranche zunehmend an Bedeutung. Die HEIM-Gruppe verbindet klassische Baustoffgewinnung mit erneuerbaren Energien und modernen Recyclingkonzepten. Geschäftsführer Philipp Heim spricht über die Entwicklung…

KI-Tools einsetzen ist einfach. Sie in eine gewachsene Unternehmensstruktur zu integrieren ist eine andere Disziplin.

Interview mit Gregor Draute, Geschäftsführer, Krankikom GmbH

KI-Tools einsetzen ist einfach. Sie in eine gewachsene Unternehmensstruktur zu integrieren ist eine andere Disziplin.

Alle werden schneller. Aber wer in regulierten Märkten arbeitet, mit Betriebsrat und Lieferkettengesetzen, kann nicht einfach loslegen. Gregor Draute über die zweite Chance der Digitalisierung und warum Erfahrung gerade wichtiger…

TOP