Luftfracht Transporte: Die Branche boomt trotz Krisen

Darum wächst die Sparte der Lufttransporte

Allerorten ist davon die Rede, dass die Bahn wieder attraktiv gemacht werden muss. Der weltweite Güterverkehr wird steigen und auch die Meere, sowie die Straßen können die hierfür notwendigen Kapazitäten vermutlich nicht stemmen. Der Teilbereich der Lufttransporte wird hier gerne nicht so stark in den Fokus gerückt. Dennoch lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Zahlen. Deutlich über 50 Prozent des täglichen Paketverkehrs wird über den Lufttransport abgewickelt, weltweit liegt die Zahl sogar deutlich höher. Kommt man in den Bereich der Güter, die besonders kompliziert zu transportieren sind, ist der Anteil der Lufttransporte sogar noch deutlich höher. Man könnte also grob sagen, dass alles, was schnell gehen muss und nicht so gut über andere Wege transportiert werden kann, mit dem Flugzeug transportiert wird. In diese Kategorie gehören beispielsweise Medikamente, aber auch schwere Maschinen oder Teile für die Industrie. Die Luftlogistik ist ein Teilbereich der Logistikbranche, der quasi mit der Erfindung des Flugzeuges immer weiter gewachsen ist. Der Bedarf ist da und wächst stetig. Genau mit dieser Erkenntnis fangen aber die Probleme an. Denn trotz, oder gerade wegen der hohen Nachfrage, gibt es einen sehr großen Kapazitätsmangel in der Branche. Dieser ist sogar so signifikant, dass einzelne Sendungen priorisiert werden müssen und unter Umständen gar nicht bearbeitet werden können.

Die Ursachen für den Mangel an Kapazitäten sind vielfältig

Die fehlende Kapazität in diesem Teilbereich der Logistik hat vielfältige Ursachen. Eine wichtige Ursache ist, dass häufig geeignete Maschinen fehlen. Für den alltäglichen Frachtverkehr mit Kleingütern sind ausreichend Flugzeuge vorhanden. Geht man allerdings in die Bereiche der Spezialtransporte und der Großtransporte, so gibt es weltweit nur wenige Maschinen. Diese sind sehr oft ausgebucht, in vielen Fällen sogar über Monate und Jahre hinweg. Hier können weder die Politik noch die Logistikbranche entgegensteuern. Denn die Entwicklung und die Produktion solcher Maschinen sind sehr aufwändig und teuer. Alleine kann das fast kein Unternehmen stemme und selbst Großkonzerne stoßen bei diesen immensen Kosten an ihre natürlichen finanziellen Grenzen. Diese Ursache hat sich innerhalb der Branche mittlerweile als chronisch etabliert und wird seitens der Transportunternehmen sogar einkalkuliert. Der Kunde erfährt im Prinzip gleich bei der Auftragserteilung, dass er entweder einen hohen Aufpreis zahlen, oder aber mit der Lieferung warten muss.

Der Fachkräftemangel ist ernstzunehmen, aber nicht dauerhaft

Neben der chronischen Kapazitätskrise gibt es aber auch eine ganze Reihe von chronologischen Ursachen. Der weltweite Zusammenbruch der Logistikwege durch Corona und die Ukraine-Krise hat für eine steigende Nachfrage im Bereich der Lufttransporte gesorgt. Dass diese mit den vorhandenen Kapazitäten schon nicht gestemmt werden kann, liegt auf der Hand. Verschärft wird die Situation in Deutschland, Europa und den USA durch den Mangel an Fachkräften. Die Beladung, die Steuerung und die technische Abwicklung des Fluges eines Flugzeuges benötigt viel kompetentes Personal. Viele der Arbeitnehmer haben sich während Corona einen anderen Job gesucht und es fehlt an allen Orten an geeigneten Mitarbeitern. Auch hier wird es noch ein wenig dauern, bis sich die Lage beruhigt. Die Branche muss mit deutlich steigenden Kosten rechnen. Denn das gewechselte Personal wird sich fragen, ob es sich lohnt, in den alten Job zurückzukehren. Die Inflation und die gestiegenen Lebenshaltungskosten tun hier ihr Übriges. Dennoch ist es nicht so, dass es eine weltweit sinkende Nachfrage nach Lufttransporten geben wird. Der chronische Kapazitätsmangel aufgrund nicht vorhandener Frachtkapazität wird diese Lücke in besseren Zeiten wieder auffangen können.

Zuverlässigkeit ist den Kunden besonders wichtig

In der Logistikbranche ist bekannt, dass die Kunden den höchsten Wert auf die Zuverlässigkeit legen. Das gilt gerade und einem besonderen Maße im Bereich der Luftfracht. Fehler sind hier nicht möglich und die Kunden legen den größten Wert auf einen individuellen Service. Das hat auch finanzielle Gründe. Der Transport via Luftfracht kostet meist deutlich mehr, als der Transport auf der Schiene, dem Meer oder der Straße. Hier werden Güter transportiert, die oft besonders sensibel sind und/oder sehr schnell an den gewünschten Zielort gebracht werden müssen. Das setzt die beteiligten Unternehmen unter einen besonders hohen Druck. Hier braucht es erfahrene Logistikunternehmen, die sich der Herausforderung stellen können und über die passenden Netzwerke verfügen. Denn in der Regel ist ein Transport von Gütern eine Sache, die viel Planungsaufwand erfordert und professionell angegangen werden muss. Es geht letztlich nicht nur darum, die Sorge für die sichere Ankunft der Fracht zu tragen. Auch die Wege bis zum Flugzeug, sowie die korrekte Verladung und wichtige Formalitäten müssen vorab geklärt und erledigt werden.

Die Branche professionalisiert sich immer weiter

Die Logistikbranche ist einem stetigen Wandel unterworfen. Es geht nicht nur um neue Transportwege, sondern auch um Themen wie die Digitalisierung und die elektrische Mobilität. Das Frachtgewerbe ist deswegen so stark wie noch nie zuvor von Professionalität abhängig und muss den Kunden überzeugende Konzepte liefern können. Als erfahrenes Unternehmen aus der Logistikbranche ist die Arnold Luftfrachtspedition seit Jahrzehnten ein zuverlässiger Partner für Unternehmen. Das stete Wachstum und die Veränderungen innerhalb der Branche sorgen für eine starke Veränderung des Angebots. Im Fokus stehen nicht mehr nur der reine Transport, sondern auch die Konzeptionierung der Frachtwege und die Erbringung von vielen weiteren Dienstleistungen. Die Bandbreite an gewünschten und möglichen Dienstleistungen steigt immer weiter an und stellt die höchsten Ansprüche an die Logistikunternehmen.

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Aktuellste news

Wie bidirektionale Displays neue Wege der Raumgestaltung und Kommunikation eröffnen könnten

Wie bidirektionale Displays neue Wege der Raumgestaltung und Kommunikation eröffnen könnten

Bildschirme zeigen heute meist allen Menschen dieselben Inhalte. Bidirektionale Displays verfolgen einen völlig neuen Ansatz: Während eine Seite nahezu transparent bleibt, kann die andere gleichzeitig digitale Informationen oder Medien darstellen.…

Managed Backup oder Eigenbetrieb: Welche Backup-Strategie Ihr Unternehmen wirklich tragen kann

Managed Backup oder Eigenbetrieb: Welche Backup-Strategie Ihr Unternehmen wirklich tragen kann

Die Entscheidung für eine Backup-Strategie sollte keine Frage der technologischen Modernität sein, sondern sich an der betrieblichen Realität messen: Welches Modell kann das Unternehmen im Alltag dauerhaft und diszipliniert leisten?…

Datensouveränität-as-a-Service für KRITIS - made in Germany

Datensouveränität-as-a-Service für KRITIS - made in Germany

Anhand eines realen Recovery-Falls zeigt der Vortrag, was cyberresiliente, souveräne Backups in der Praxis für kritische Infrastrukturen 2026 leisten müssen – jenseits von NIS2-Compliance-Tabellen und den typischen Herausforderungen, die sich…

Aktuellste Interviews

Der Gipfel ist erst der Anfang

Interview mit Sebastian Schaller, General Manager Germany der Oberalp Deutschland GmbH

Der Gipfel ist erst der Anfang

Wer über Bergsport spricht, kommt an der Oberalp Gruppe kaum vorbei. Das familiengeführte Unternehmen mit Hauptsitz in Bozen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem internationalen „House of Mountain…

Auf der Seite des Kunden

Interview mit Carmen Philippi, Geschäftsführung, Vorstand der Versteegen Assekuranz – Versicherungsmakler AG

Auf der Seite des Kunden

Versicherungen gelten als komplex, unpersönlich und oft schwer verständlich. Gerade Unternehmen benötigen jedoch Lösungen, die exakt zu ihren Risiken passen und im Schadenfall zuverlässig greifen. Die Versteegen Assekuranz – Versicherungsmakler…

Nahrhaft, schmackhaft, convenient

Interview mit Toma Marcinkeviciute, Geschäftsführerin

Nahrhaft, schmackhaft, convenient

Seit 2010 vertreibt die VG Handel GmbH die Produkte der litauischen VIČI-Gruppe in Deutschland. Insbesondere Surimi möchte das Unternehmen in nächster Zeit noch deutlich bekannter machen und als nahr- wie…

TOP