Klares Fazit: „Wir haben alles richtig gemacht!“

Interview mit Ramon Mörl, Geschäftsführer der itWatch GmbH

„Was uns so erfolgreich macht, sind Komponenten wie Firewall, Verschlüsselung sowie die Überprüfung unserer Lösungen im Testlabor“, erklärt Ramon Mörl, Geschäftsführer der itWatch GmbH. Die Integration des Schutzes ist relevant und unsere Lösungen sind voll in die Arbeitsabläufe der Anwender integriert. Von den zwei, drei Anbietern, die es auf dem Weltmarkt gibt, ist unsere ‘Datenwaschmaschine’ mit Integration in die Businessabläufe einzigartig.“

Für den Geschäftsführer ist eine integrierte Lösung aus mehreren Produkten mit hoher Ergonomie der beste Schutz vor Cyberattacken. „Wir glauben, dass im Business Arbeitsschritte gemacht werden müssen“, lautet sein Credo. Anhand eines Beispiels erläutert Ramon Mörl, die Funktionsweise der Lösungen von itWatch: „Wenn eine Online-Bewerbung in einem Unternehmen eingeht, müssen Anhänge wie ein Lebenslauf geöffnet werden. Solche Anhänge oder auch Downloads werden zunächst an eine zentrale ‘Waschmaschine’ geschickt, die Codes auf ihre Vertrauenswürdigkeit hin überprüft. Erst nach dieser Kontrolle können sie gefahrlos geöffnet und gelesen werden.“

Dass solche Überprüfungen immer wichtiger werden, zeigt die zunehmende Zahl von Angriffen auf Datennetze. itWatch-Geschäftsführer Ramon Mörl spricht in diesem Zusammenhang sogar von „einer Schadcodeindustrie, die Unternehmen erpresst.“

Ritterschlag für Sicherheit

Schon bei der Einrichtung der Muttergesellschaft SioS 1991 war Ramon Mörl als Gründer, Gesellschafter und Geschäftsführer von Beginn an dabei. Aus dieser IT-Unternehmensberatung heraus wurde 2002 itWatch ins Leben gerufen, das schon bei der Gründung über ein fertiges Set verfügte. Deshalb konnte die junge Firma bereits ein Jahr nach ihrer Gründung die ersten, als geheim klassifizierten Netze ausstatten. Diese Netze zeichnen sich durch unterschiedliche Sicherheitskategorien von ‘Nur für den Dienstgebrauch’ über ‘Vertraulich’ und ‘Geheim’ bis zur höchsten Stufe ‘Streng geheim’ aus.

„Diese Zulassung auch für höchste Stufen der Geheimhaltung nach Bestehen strengster Testverfahren war für uns gewissermaßen der ‘Ritterschlag’“, freut sich Ramon Mörl. Dank dieser Auszeichnung öffneten sich dem jungen Unternehmen schnell weitere Türen. So wurden anschließend viele DAX- und Stocks notierte Firmen mit Sicherheits-Software von itWatch ausgestattet und auch in der Bundesverwaltung sind rund 500.000 Lizenzen im Einsatz.

Allerhöchste Standards

Diese schnelle und umfassende Akzeptanz ist für Geschäftsführer Ramon Mörl auch der unermüdlichen Suche nach der bestmöglichen IT-Sicherheit geschuldet: „Bis heute haben wir rund 600 Personenjahre in unsere Forschungsarbeit investiert.“ Dass sich diese intensive Forschung auszeichnetet, beweist auch das große Interesse von Firmen und Behörden an den Produkten von itWatch. So wurde Ramon Mörl gerade erst wieder zu einem Vortrag vor der Europäischen Union eingeladen, um über die neuesten Entwicklungen der Datensicherheit zu referieren.

„In unserer Branche geht es um Innovationsmärkte anstelle von Verdrängungsmärkten“, unterstreicht der Geschäftsführer. „Es ist darüber hinaus ein Hochsicherheitsmarkt, in dem wir natürlich ausschließlich sicherheitsüberprüftes Personal sowie nur eigene Produkte einsetzen. Und diese extrem hohen Sicherheitsstandards, die wir für unsere Produkte und unser Personal ansetzen, gelten natürlich im gleichen Umfang für unsere Technologiepartner."

Starker Teamspirit

Neben weiteren Kollegen, die ebenfalls Firmenanteile von itWatch besitzen, ist Ramon Mörl Hauptgeschäftsführer. Der Hauptsitz der Firma ist München, darüber hinaus gibt es weitere acht Standorte in Deutschland, unter anderem in Berlin, Bochum und Frankfurt. Zu den Kunden der Firma mit 100 Beschäftigten gehören Bundesbehörden, DAX- und Stocks-Konzerne sowie große europäische Unternehmen ebenso wie kleinere Auftraggeber, zum Beispiel Notare oder auch Maschinenbauer, die Patente halten. Dazu gehören verschiedene Länderpolizeien und Ministerien, das Auswärtige Amt und zahlreiche Städte, aber auch Unternehmen wie Allianz, Edeka, Jenapharm, O2 und Schering.

Der Vertrieb in Deutschland – dem wichtigsten Absatzgebiet – erfolgt über Partner und Integratoren, die den Kunden einen deutlichen Mehrwert bieten. Das gleiche Vertriebsmodell wird auch international angewandt. Hier haben Märkte wie etwa Südamerika nach Aussage von Ramon Mörl jedoch „unterschiedliche Reifegrade“, was die Standards der IT-Sicherheit betrifft. „Im Kontakt mit unseren Kunden legen wir großen Wert auf langfristige Beziehungen“, sagt der Geschäftsführer.

„Hier haben sich Entwicklungen vom Lieferanten zum Partner, fast sogar bis zu Freundschaften vollzogen. Auf dieser Basis nehmen wir auch immer wieder gerne Anregungen unserer Kunden auf, womit wir unsere Produkte weiter optimieren können.“

Ohne den starken Teamgeist und das ausgeprägte Zusammengehörigkeitsgefühl der Beschäftigten wäre der Erfolg von itWatch nicht möglich gewesen. So waren zum Beispiel kürzlich die Mitarbeiter während der Nürnberger Fachmesse IT Security täglich von 8 bis 24 Uhr im Einsatz. „Ohne maximalen Teamspirit geht das nicht“, weiß der Chef. Was die Zukunft von itWatch betrifft, sieht Ramon Mörl die bisherige Strategie bestätigt: „Wir machen weiter wie bisher. Wir haben alles richtig gemacht.“

itWatch GmbH
Aschauer Straße 30
81549 München
Deutschland
+49 89 62030100
+49 89 620301069
info(at)itwatch.de
www.itwatch.de

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Aktuellste news

Wenn Intelligenz zur Infrastruktur wird. Eine Analyse der NVIDIA GTC Keynote 2026

Wenn Intelligenz zur Infrastruktur wird. Eine Analyse der NVIDIA GTC Keynote 2026

Auf der GTC, der wichtigsten Entwicklerkonferenz von NVIDIA, wird deutlich, wie stark sich die Rolle von künstlicher Intelligenz verändert. KI ist nicht mehr nur ein Werkzeug zur Analyse, sondern wird…

„Wir sind der Partner, der die ganze Anlage versteht – nicht nur den Brenner“

Interview mit Lukas Schmees, Prokurist und Kaufmännische Leitung der SKS GmbH

„Wir sind der Partner, der die ganze Anlage versteht – nicht nur den Brenner“

Der industrielle Mittelstand lebt von Unternehmen, die hochspezialisierte Technik entwickeln – oft fernab der öffentlichen Aufmerksamkeit. Die SKS GmbH aus Ostrauderfehn gehört dazu. Das Unternehmen baut Brennersysteme für energieintensive Industrieprozesse.…

Wie neue Aufträge mittelständische Unternehmen wieder auf Wachstumskurs bringen

Wie neue Aufträge mittelständische Unternehmen wieder auf Wachstumskurs bringen

Frische Aufträge entscheiden im deutschen Mittelstand oft früher über Wachstum als jede Konjunkturprognose. Wenn Unternehmen neue Projekte gewinnen, steigt nicht nur der Umsatz. Produktionslinien laufen stabiler, Investitionsentscheidungen werden realistischer und…

Aktuellste Interviews

„Fördermittel sind kein Zufall –  sie sind Strategie“

Interview mit Dr. Rüdiger Bormann, Geschäftsleitung der In Time Solutions AG

„Fördermittel sind kein Zufall – sie sind Strategie“

Fördermittel gelten oft als kompliziert und schwer zugänglich. Dr. Rüdiger Bormann ordnet das anders ein. Für ihn sind sie ein strategisches Instrument, das Unternehmen gezielt nutzen können – vorausgesetzt, sie…

Wo E-Commerce und stationärer ­Einzelhandel Hand in Hand gehen

Interview mit Dr. Dominik Benner, Geschäftsführer der The Platform Group SE & Co. KGaA

Wo E-Commerce und stationärer ­Einzelhandel Hand in Hand gehen

E-Commerce und stationärer Handel werden oft als Gegensätze gesehen: ein Trugschluss, wie Dr. Dominik Benner meint. Mit seinem Unternehmen The Platform Group will er starken stationären Einzelhändlern die Welt des…

Wie man ein Geschäftsmodell aus der Krise baut

Interview mit Mike Bertsch, Geschäftsführer der The Cue Group GmbH

Wie man ein Geschäftsmodell aus der Krise baut

Was passiert, wenn eine Krise zur Blaupause für ein neues Geschäftsmodell wird? Aus den Erfahrungen der Coronapandemie heraus entstand die Idee zur The Cue Group GmbH: ein Netzwerk aus Eventspezialisten,…

TOP