Die besten und schlimmsten Standorte für Mittelständler in Deutschland

Ranking

Am besten schneiden im Standort-Ranking die üblichen Verdächtigen Bayern und Baden-Württemberg ab. Vor allem Bayern kann sich wieder als Top-Standort profilieren und führt das Gesamtranking an. In drei von vier Kategorien – der Bildungs-, Mittelstands- und Förderpolitik – belegt das größte deutsche Bundesland den ersten Platz. Nur das Infrastruktur-Ranking führt Hessen an.

Die Auf- und Absteiger des Jahres

Das sind Ergebnisse des „Mittelstandsbarometers 2013“, einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young unter 3.000 Mittelständlern in Deutschland, die im Dezember 2012 und Januar 2013 befragt wurden.

Die besten Noten für ihre Mittelstandspolitik erhalten in diesem Jahr neben Bayern auch Berlin, gefolgt von Thüringen, Rheinland-Pfalz und Hamburg, wobei Berlin und auch Bremen im Vorjahresvergleich mit den stärksten Zuwächsen die Aufsteiger des Jahres sind. In den meisten anderen Bundesländern ist die Zustimmung zur Mittelstandspolitik hingegen rückläufig. Die schlechtesten Noten bekommen Brandenburg und das Saarland, das als Absteiger des Jahres auch insgesamt den letzten Platz belegt.

Trendwende: Zustimmung zur Bundespolitik sinkt erstmals seit 2009

Erstmals seit 2009 sinkt die Zustimmung der Mittelständler zur bundesweiten Politik. Derzeit bezeichnen zwar immerhin noch 80 Prozent der Befragten die Standortpolitik als gut oder eher gut – vor einem Jahr lag der Anteil aber noch bei 87 Prozent. Nachdem die Zustimmung seit 2009 kontinuierlich gestiegen war, deutet sich nun eine Trendwende an.

Grund für das immer schlechter werdende Ansehen der Bundesregierung ist die Euro-Schuldenkrise und die damit verbundenen negativen Folgen für die Konjunktur in Deutschland. Die Krise in Europa ist nach Meinung der Unternehmer derzeit das größte Konjunkturrisiko – neben den hohen Energie- und Rohstoffpreisen.

Eurokrise: Das Schlimmste steht noch bevor

Nach Ereignissen wie der Wahl in Italien und aktuell der Krise auf Zypern steht hinter dem vermeintlichen Abflauen der Euro-Schuldenkrise wieder ein großes Fragezeichen. Für viele ist sie alles andere als ausgestanden. Im Gegenteil: Knapp drei von vier Befragten rechnen damit, dass der schlimmste Teil noch bevorsteht.

30 Prozent gehen sogar davon aus, dass die europäische Währungsunion auseinanderfallen wird. Und die große Mehrheit der Unternehmer (81 Prozent) ist der Ansicht, dass Deutschland am Ende in erheblichem Umfang für die Schulden anderer Euro-Länder zahlen wird.

Unternehmer misstrauen der Krisen-Politik

Viele Mittelständler misstrauen den bisherigen Strategien der Politiker zur Lösung der Krise, heißt es in der Studie. Aus eigener Erfahrung wissen sie um die Notwendigkeit struktureller Anpassungsprozesse in Krisenzeiten und sehen in einer Politik des billigen Geldes vor allem einen Aufschub der Probleme, nicht aber die Lösung.

Zudem müssen viele in den südeuropäischen Ländern engagierte Mittelständler nach eigenen Angaben derzeit schmerzhafte Einbußen bei ihrem Geschäft vor Ort hinnehmen. Vorerst sei in den Krisenländern keine positive Trendwende auszumachen. Im Gegenteil: Einige der wichtigsten Auslandsmärkte deutscher Unternehmen – vor allem Spanien, Italien und auch Frankreich – fallen als Wachstumstreiber weiter aus, heißt es.

Unabhängig davon, ob eine nachhaltige politische Lösung für das Schuldenproblem gefunden wird, steht für viele Mittelständler fest: Die Talsohle der Krise in Südeuropa ist noch nicht erreicht. Die Volkswirtschaften befinden sich nach wie vor in einem Abwärtsstrudel – und .

Aktuellste news

Wie bidirektionale Displays neue Wege der Raumgestaltung und Kommunikation eröffnen könnten

Wie bidirektionale Displays neue Wege der Raumgestaltung und Kommunikation eröffnen könnten

Bildschirme zeigen heute meist allen Menschen dieselben Inhalte. Bidirektionale Displays verfolgen einen völlig neuen Ansatz: Während eine Seite nahezu transparent bleibt, kann die andere gleichzeitig digitale Informationen oder Medien darstellen.…

Managed Backup oder Eigenbetrieb: Welche Backup-Strategie Ihr Unternehmen wirklich tragen kann

Managed Backup oder Eigenbetrieb: Welche Backup-Strategie Ihr Unternehmen wirklich tragen kann

Die Entscheidung für eine Backup-Strategie sollte keine Frage der technologischen Modernität sein, sondern sich an der betrieblichen Realität messen: Welches Modell kann das Unternehmen im Alltag dauerhaft und diszipliniert leisten?…

Datensouveränität-as-a-Service für KRITIS - made in Germany

Datensouveränität-as-a-Service für KRITIS - made in Germany

Anhand eines realen Recovery-Falls zeigt der Vortrag, was cyberresiliente, souveräne Backups in der Praxis für kritische Infrastrukturen 2026 leisten müssen – jenseits von NIS2-Compliance-Tabellen und den typischen Herausforderungen, die sich…

Aktuellste Interviews

Der Gipfel ist erst der Anfang

Interview mit Sebastian Schaller, General Manager Germany der Oberalp Deutschland GmbH

Der Gipfel ist erst der Anfang

Wer über Bergsport spricht, kommt an der Oberalp Gruppe kaum vorbei. Das familiengeführte Unternehmen mit Hauptsitz in Bozen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem internationalen „House of Mountain…

Auf der Seite des Kunden

Interview mit Carmen Philippi, Geschäftsführung, Vorstand der Versteegen Assekuranz – Versicherungsmakler AG

Auf der Seite des Kunden

Versicherungen gelten als komplex, unpersönlich und oft schwer verständlich. Gerade Unternehmen benötigen jedoch Lösungen, die exakt zu ihren Risiken passen und im Schadenfall zuverlässig greifen. Die Versteegen Assekuranz – Versicherungsmakler…

Nahrhaft, schmackhaft, convenient

Interview mit Toma Marcinkeviciute, Geschäftsführerin

Nahrhaft, schmackhaft, convenient

Seit 2010 vertreibt die VG Handel GmbH die Produkte der litauischen VIČI-Gruppe in Deutschland. Insbesondere Surimi möchte das Unternehmen in nächster Zeit noch deutlich bekannter machen und als nahr- wie…

TOP