Deutschland als Reiseland boomt: Hoteliers und Gastronomen zufrieden

Gastgewerbe

War schon 2011 ein Rekordjahr für die Branche, so konnte die Branche im ersten Quartal 2012 noch einmal zulegen. So stieg die Zahl der Übernachtungen im Hotelgewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes von Januar bis März um satte sechs Prozent auf 96,2 Millionen. So verwundert es nicht, dass 34,7 Prozent der Hoteliers die Geschäftslage als gut und immerhin 44,8 Prozent als befriedigend einschätzen. Diese Zahlen nannte der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) in seinem jüngsten Jahresbericht.

Der allgemeine Wirtschaftsaufschwung, sinkende Arbeitslosigkeit und die steigende Binnennachfrage werden als Gründe für diesen Trend genannt. Dieser schlägt sich auch in den Umsätzen nieder. So konnten 68 Prozent der Unternehmen zwischen Oktober 2011 und März 2012 ihren Umsatz zumindest halten, wenn nicht sogar steigern.

Auch die Gastronomie sieht im Moment keinen Grund zur Klage. Mehr als drei Viertel aller Betriebe beurteilen ihre Lage als befriedigend oder sogar gut. Bei den Umsätzen sind es gut zwei Drittel der Unternehmen, deren Umsätze stabil oder sogar besser als im Vorjahreszeitraum waren. Das ist der beste Wert seit dem Winterhalbjahr 2006/2007. In Anbetracht dieser Zahlen prophezeit der DEHOGA dem Gastgewerbe für das Gesamtjahr 2012 einen Umsatzzuwachs von drei Prozent.

Kräftig investiert hat die Branche in den zurückliegenden Jahren ebenfalls. Laut einer vom DEHOGA in Auftrag gegebenen Studie der Fachhochschule Westküste steckten die Unternehmen in den Jahren 2010 und 2011 fast eine Milliarde Euro zusätzlich in Neuanschaffungen, Renovierungen, Maßnahmen zur Energieeffizienz sowie An- und Umbauten. Darüber hinaus wurden in den beiden vergangenen Jahren mehr als 11.000 neue Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen.

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