Bittere Pille für Softwareproduzenten

Software

Anlass des Urteils war die Klage eines US-amerikanischen Softwareherstellers gegen ein Unternehmen aus München. Dieses hatte ´gebrauchte` Softwarelizenzen, unter anderem die des amerikanischen Produzenten, weiterverkauft. Darin sah die US-Firma ihre Urheberrechte verletzt. Sie fürchtete zudem den Verlust von Kunden sowie sinkende Einnahmen.

Mit ihrem Urteil gewähren die europäischen Richter den Herstellern lizensierter Software das Recht auf ausschließliche Verbreitung lediglich für den Erstverkauf. Mit dem Erwerb einer Kopie und dem damit verbundenen Nutzungsrecht wird der Käufer nach Auffassung des Europäischen Gerichtshofs zum Eigentümer. Somit steht es ihm auch frei, sein Eigentum weiterzuverkaufen. Eingeschlossen sind auch verbesserte, aktualisierte und fehlerbreinigte Fassungen, sofern diese Updates im ursprünglichen Vertrag enthalten waren. Grundsätzlich spielt es keine Rolle, ob die Software auf CD oder DVD erworben oder aus dem Internet heruntergeladen wurde.

Die Richter weisen jedoch ausdrücklich darauf hin, dass der Weiterverkauf nur in dem Umfang erfolgen darf, der auch beim Erstkauf gegeben war. Eine Aufspaltung der Software oder deren teilweiser Weiterverkauf sind unzulässig. Damit schieben sie auch der Nutzung durch mehr Teilnehmer als in der zuerst verkauften Lizenz vorgesehen war, einen Riegel vor. Zudem hat der Erstkäufer die Ursprungs-Lizenz nach dem Weiterverkauf sofort von seinem Rechner zu löschen.

Aktuellste news

Sicher entscheiden: Das macht gute Betreuung beim Immobilienverkauf aus

Sicher entscheiden: Das macht gute Betreuung beim Immobilienverkauf aus

Vor der finalen Beauftragung eines Maklers vergleichen die meisten Eigentümer zwei Zahlen: den vorgeschlagenen Angebotspreis und die Provision für die Vermittlung. Beide wirken greifbar, vermeintlich leicht gegenüberzustellen. Doch über den…

Wachstum vor den Toren der Metropolen: Warum das Umland für Unternehmen wichtiger wird

Wachstum vor den Toren der Metropolen: Warum das Umland für Unternehmen wichtiger wird

Rund die Hälfte der Einwohner Deutschlands wohnt in einer Großstadt. Dennoch zeigen sich dort, vor allem in den letzten zehn Jahren, erhebliche Veränderungen. So verloren Großstädte jüngst mehr als 130.000…

Unsichtbare Verluste: Warum fehlende Bestandstransparenz Mittelständler jährlich fünfstellige Summen kostet

Unsichtbare Verluste: Warum fehlende Bestandstransparenz Mittelständler jährlich fünfstellige Summen kostet

In vielen mittelständischen Unternehmen entstehen Jahr für Jahr erhebliche Verluste, die in keiner Gewinn- und Verlustrechnung als eigener Posten auftauchen. Sie verstecken sich zwischen den Zeilen: in doppelt gekauften Geräten,…

Aktuellste Interviews

„China-Speed“ beim Laserschweißen

Interview mit Richard Steinbrecht, Geschäftsführer der iQLASE GmbH

„China-Speed“ beim Laserschweißen

Aus Lessmüller und Blackbird, zwei etablierten Laserschweißunternehmen, wurde kürzlich iQLASE: eine Fusion, von der sich Geschäftsführer Richard Steinbrecht nicht nur eine stärkere Marktposition durch klare Synergieeffekte, sondern auch zusätzliche Innovationskraft…

„Viele Organisationen wissen gar nicht, wie sie im Detail arbeiten!“

Interview mit Dr. Andreas Löhr, Geschäftsführer der Linova Software GmbH

„Viele Organisationen wissen gar nicht, wie sie im Detail arbeiten!“

Digitalisierungsprojekte liegen auf der Straße, nicht nur in der Industrie, sondern auch in stark regulierten Branchen wie der Pharmaindustrie sowie der Luft- und Raumfahrttechnik. Die Linova Software GmbH…

Vom Werbemittelhändler zur ­Corporate-Fashion-Plattform

Interview mit Christof Kunze, Geschäftsführer der Gustav Daiber GmbH

Vom Werbemittelhändler zur ­Corporate-Fashion-Plattform

Mit kaum einem anderen Produkt können Mitarbeiter ihre Identifizierung mit ihrem Unternehmen so sichtbar und nachhaltig zeigen wie mit gebrandeten Workwear- und Corporate-Fashion-Outfits: Hierfür hält die Gustav Daiber GmbH seit…

TOP