Bei ihm sind alle Sieger
Interview mit Abraham Braun, Geschäftsführer der Stieber GmbH & Co. KG

„Ich glaube, ich bin der geborene Kaufmann“, erläutert Abraham Braun die Motivation, aus der heraus er 2018 die Stieber GmbH & Co. KG als Jungunternehmer übernahm. „Schon als Teenager habe ich Gebrauchtwaren verkauft, um mir ein bisschen Geld dazuzuverdienen. Bei der Firma Stieber konnte dieser Kaufmann in mir dann immer weiter wachsen, sodass auch unser damaliger Inhaber das Potenzial in mir gesehen und mich konsequent gefördert hat – bis ich vor knapp zehn Jahren dann seine Nachfolge antreten durfte.“ Angesichts eines Sortiments aus über 15.000 Artikeln auf circa 7.000 m2 Lagerfläche sind im gelebten Tagesgeschäft nicht nur weitreichende Sales-Fähigkeiten gefragt: „Grundsätzlich vertreiben wir Vereinsbedarf von Pokalen über Glasawards bis hin zu Medaillenplaketten mit Halsband.
Die Pokale bestehen dabei aus etwa 15 verschiedenen Einzelteilen, die wir bisweilen von unterschiedlichen Herstellern beziehen und dann hier in Deutschland zusammenbauen: Diese Arbeiten übernehmen für uns oftmals Menschen, die auf dem regulären Arbeitsmarkt leider keine Chance hätten – hier sehen wir uns auch im Sinne unserer sozialen Nachhaltigkeit in der Pflicht“, erklärt Abraham Braun. Die fertigen Produkte werden anschließend an B2B-Lieferanten versendet, die zum größten Teil aus dem E-Commerce-Segment stammen. Auch das Thema Dropshipping spielt inzwischen eine wichtige Rolle: „Aufgrund des höheren Personalisierungs-, Montage- und Verpackungsaufwands auf unserer Seite haben wir diese Tätigkeit inzwischen in einer eigenen Abteilung gebündelt“, so Abraham Braun.
Lehren aus der Pandemie
Neben dem klassischen Vereinsbedarf halten inzwischen auch verstärkt Geschenkartikel Einzug in das Produktportfolio – etwa Auszeichnungen für die beste Mama der Welt. Darüber hinaus soll bald ein neues zentrales Warenlager entstehen, wo eine vollständig digitale Kommissionierung möglich sein wird – mit dem Ziel, jeden Auftrag innerhalb von eineinhalb Stunden nach Bestelleingang erfolgreich abgewickelt zu haben. „Wenn wir das schaffen, werden wir uns auch langfristig wettbewerbsfähig im Markt positionieren können“, führt Abraham Braun aus. Die Feuertaufe der Coronakrise hat der Jungunternehmer indes erfolgreich überstanden: „Wir waren durchgehend für unsere Kunden erreichbar und lieferfähig. Gleichzeitig haben wir in dieser Zeit viele neue Investitionen angestoßen, von denen wir heute profitieren – auch wenn ich rückblickend manchmal vielleicht etwas ruhiger hätte agieren sollen“, blickt Abraham Braun auf diese Zeit zurück. An seiner grundsätzlichen Richtschnur als Unternehmer und Mensch hat sich indes nichts verändert: „Heute weiß ich noch klarer als damals: An Gottes Segen ist alles gelegen!“









