Einfach überall Bargeld

Interview mit Bernd W. Romswinkel, Geschäftsführer der NoteMachine Deutschland GmbH

„Wir haben 2006 in Deutschland angefangen, ein eigenes Netz aufzubauen“, beschreibt Bernd W. Romswinkel, Geschäftsführer der NoteMachine Deutschland GmbH, die Anfänge. „Heute haben wir in Deutschland 650 Bankautomaten im Einsatz. Unser größter Kunde ist die Bundeswehr, für die wir bundesweit Geldautomaten betreiben.“

Doch auch in kleineren Kommunen, aus denen sich Banken und Sparkassen zurückgezogen haben, sind die Automaten von NoteMachine oft die einzige Möglichkeit, an Bargeld zu kommen. Gehen die Menschen in die nächstgrößere Stadt, um dort Geld abzuheben, würden sie auch dort einkaufen. So stärkt der Geldautomat vor Ort auch den lokalen Einzelhandel.

Eigenes Vertriebsteam 

„Die von uns aufgestellten Geldautomaten beziehen wir wahlweise von den marktführenden Herstellern Diebold Nixdorf und NCR“, erläutert Bernd W. Romswinkel. „Die Geldautomaten sind über unser eigenes und speziell gesichertes Netz miteinander verbunden und kommunizieren mit allen Banken. Wir bedienen alle gängigen Kreditkarten und EC-Karten.“

Neben den Standorten der Bundeswehr sind zum Beispiel große Einkaufszentren oder Ausgehmeilen gute Plätze zum Aufstellen der Automaten – ebenso wie Krankenhäuser. „Wir haben ein eigenes Vertriebsteam, das interessante Lagen ermittelt“, so der Geschäftsführer. „Unser Ziel ist es, 150 neue Automaten pro Jahr zu installieren.“

Grosse Erfahrung 

Obwohl die bargeldlose Zahlung auf dem Vormarsch ist, wird Bargeld auf Dauer seinen Stellenwert in Deutschland behalten. Deshalb sind die Perspektiven des Unternehmens mit 25 Beschäftigten sehr gut. „Wir haben große Erfahrung und sind in Deutschland seit zwölf Jahren am Markt“, hebt Bernd W. Romswinkel hervor. „Außerdem haben wir mit unserem englischen Mutterkonzern einen starken Partner, der selbst 11.000 Maschinen installiert hat.“

Zudem hat die eigene IT-Abteilung die Software zum Betrieb der Automaten selbst entwickelt und optimiert sie permanent. „Unseren Kunden bieten wir ein breites und tiefes Angebot an Dienstleistungen, das wir ständig erweitern“, verdeutlicht der Geschäftsführer. „Unser nächstes Ziel ist es, eigene Techniker für die Wartung einzusetzen.“

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema Technik

Fahrzeuge umfassend ­betreut

Interview mit Ingo Bessler, Geschäftsführender Gesellschafter der TÜ Technische Überwachung Taunus GmbH & Co. KG

Fahrzeuge umfassend ­betreut

Die Hauptuntersuchung ist für viele Autofahrer ein ungeliebter Pflichttermin. Die TÜ Technische Überwachung Taunus aus Oberursel zeigt jedoch, dass sich technisches Prüfgeschäft auch anders gestalten lässt: persönlicher, verständlicher und serviceorientierter.…

Die Kunst der feinen Drähte

Interview mit Sebastian Ablas, Geschäftsführer der Heinrich Stamm GmbH

Die Kunst der feinen Drähte

Präzision im Mikrometerbereich, jahrhundertealte Erfahrung und ein klarer Fokus auf Innovation: Die Heinrich Stamm GmbH aus Iserlohn zählt zu den Spezialisten der internationalen Drahtindustrie. Das traditionsreiche Unternehmen entwickelt und produziert…

Spannendes aus der Region Mainz

Das Beste aus der digitalen Welt

Interview mit Patrick Haupt, Geschäftsführer der Converge Technology Solutions Germany GmbH

Das Beste aus der digitalen Welt

Die Converge Technology Solutions Germany GmbH (Converge Germany) vereint unter ihrer Dachmarke das Beste aus der digitalen Welt: maßgeschneiderte IT-Lösungen, umfassendes Know-how und eine starke nationale Präsenz. Mit innovativen Lösungen…

Wenn Kennzeichnung zum Wettbewerbsvorteil wird

Interview mit Götz Kroeber, Geschäftsführer der Domino Deutschland GmbH

Wenn Kennzeichnung zum Wettbewerbsvorteil wird

Nachhaltigkeit, Digitalisierung und steigende Anforderungen an Rückverfolgbarkeit verändern die Verpackungsindustrie weltweit grundlegend. Hersteller überdenken Materialien, Kennzeichnungssysteme und Produktionsprozesse – und Unternehmen aus der Kennzeichnungs- und Markierungsbranche werden zunehmend zu strategischen…

Das unsichtbare Bauwerk: Innovation im Bau

Interview mit Dipl.-Ing. Jörg Brunecker, Geschäftsführer der Swietelsky-Faber GmbH

Das unsichtbare Bauwerk: Innovation im Bau

Das größte Bauwerk Deutschlands ist nahezu unsichtbar – es handelt sich um das Rohrnetz und die Bauwerke unserer unterirdischen Infrastruktur, welches Millionen Menschen tagtäglich eine funktionierende Ver- und Entsorgung sichert.…

Das könnte Sie auch interessieren

„Transparenz ist besser als jedes Zertifikat!“

Interview mit Marco Scheel, Gründer und Geschäftsführer der M.S. Nordwolle GmbH

„Transparenz ist besser als jedes Zertifikat!“

Wolle ist der beste Einfall, den die Natur je hatte, um ein gleichwarmes Säugetier vor Regen, Hitze und Kälte zu schützen – und gleichzeitig sind Schafe essenziell für die regenerative…

Textile Lieferketten: Wie Zertifizierung Bio-Baumwolle nachweisbar macht

Textile Lieferketten: Wie Zertifizierung Bio-Baumwolle nachweisbar macht

Der Handel verlangt Belege, Konsumenten stellen Fragen, und Regulatoren erhöhen den Druck: Für mittelständische Textilunternehmen wird die Bio-Baumwolle Zertifizierung zunehmend zur betriebswirtschaftlichen Notwendigkeit. Ein Etikett mit dem Wort „organisch" reicht…

Wann lohnt sich Kauf statt Miete bei Kältelagerung?

Wann lohnt sich Kauf statt Miete bei Kältelagerung?

Bei der Lagerung temperaturempfindlicher Waren stellt sich die Frage: Kühlcontainer kaufen oder mieten? Die Antwort auf diese Frage hängt von zahlreichen betrieblichen Rahmenbedingungen ab, wozu insbesondere der geplante Nutzungszeitraum, das…

TOP