“Kryptowährungen haben das Darknet-Image schon lange abgelegt”

Interview mit Mirco Recksiek und Daniel Wenz, Geschäftsführer von Bitcoin2Go

Herr Recksiek, Herr Wenz, Sie haben Bitcoin2Go gegründet, eine Webseite, die sich auf die Vermittlung von Wissen rund um Kryptowährungen und Blockchain-Technologie spezialisiert hat. Woher kam die Idee für diese Plattform?

Mirco Recksiek: Die Idee für Bitcoin2Go entstand aus unserer Erfahrung im Aufbau eines Krypto-News-Portals. Wir bemerkten, dass es für viele Menschen schwierig ist, Zugang zu seriösen und verständlichen Informationen über Kryptowährungen zu erhalten. Es gab viele Desinformationen und "schwarze Schafe" in diesem Bereich. Deshalb wollten wir eine Plattform schaffen, die Menschen den Einstieg in die Welt der Kryptowährungen so einfach wie möglich macht und eine vertrauenswürdige Informationsquelle bietet.

Daniel Wenz: Genau, es war uns wichtig, dass die Nutzer Zugang zu korrekten und kostenlosen Informationen haben. So können sie sich eine eigene Meinung bilden und selbstständige Entscheidungen im Bereich der Kryptowährungen treffen.

Kryptowährungen hatten lange Zeit das Image, dass sie vor allem für kriminelle Machenschaften im Internet genutzt wurden. Heute sehen wir jedoch ein zunehmendes institutionelles Interesse an Kryptowährungen, das sich zuletzt durch den Antrag des weltweit größten Vermögensverwalters Blackrock auf einen Bitcoin-ETF manifestiert hat. Wie beurteilen Sie diese Entwicklung?

Mirco Recksiek: Sie haben absolut recht. Kryptowährungen haben sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Die Zeiten, in denen sie vor allem mit dem Darknet in Verbindung gebracht wurden, sind vorbei. Kryptowährungen haben sich zu einer ernstzunehmenden Anlageklasse entwickelt, was sich auch in dem zunehmenden Interesse institutioneller Investoren zeigt. Der Antrag von Blackrock auf einen Bitcoin ETF unterstreicht diese Entwicklung eindrücklich.

Daniel Wenz: Genau, und diese Entwicklung wird auch durch eine proaktive Haltung einiger Regulierungsbehörden unterstützt. Nehmen wir beispielsweise die Europäische Union: Durch die MiCa-Regulierung wird ein klarer rechtlicher Rahmen für Kryptowährungen geschaffen. Wir sehen das als sehr positive Entwicklung, denn sie bringt auch für Krypto-Nutzer viele Vorteile mit sich. Durch die Rechtssicherheit, die durch solche Regulierungen geschaffen wird, wird es auch für mehr Menschen attraktiver, sich mit Kryptowährungen zu beschäftigen.

Auf unserer Webseite bieten wir beispielsweise eine ausführliche Anleitung zum Thema "Bitcoin kaufen". Anhand objektiver Kriterien können wir zeigen, dass insbesondere deutsche und europäische Anbieter von dieser positiven Regulierung profitieren. Es ist ein spannender Prozess, den wir begleiten und über den wir unsere Nutzer gerne informieren.

Neben dem Bereitstellen von Informationen, bieten Sie auch einen kostenlosen Newsletter-Service an. Welche Rolle spielt dieser Service für Ihre Nutzer?

Daniel Wenz: Der Newsletter ist ein wichtiger Teil unseres Angebots. Wir bieten unseren Lesern hier tiefergehende und technisch anspruchsvollere Inhalte, die auf aktuelle Trendthemen und Nischen wie NFTs und DeFi abzielen. Damit halten wir unsere Nutzer stets auf dem neuesten Stand der Entwicklungen im Kryptomarkt. Man darf nicht außer Acht lassen, dass die Kryptomärkte im Gegensatz zum klassischen Finanz- und Aktienmarkt täglich und 24 Stunden pro Tag geöffnet sind. Dahingehend haben neue Informationen unmittelbare Auswirkungen auf das Geschehen.

Sie haben bereits einige wichtige Meilensteine erreicht, wie die finanzielle Unterstützung durch das Gründerstipendium des Landes Nordrhein-Westfalen und die Anerkennung als Startup des Monats vom Gründernetzwerk RuhrHUB. Auch ihre Auftritte für Nachrichtenportale wie NTV, den WDR oder ARTE unterstreichen ihre Position als Krypto-Experten. Was sind Ihre nächsten Ziele und Visionen für Bitcoin2Go?

Mirco Recksiek: Unsere Vision ist es, Bitcoin2Go als die führende Bildungsplattform für Kryptowährungen im deutschsprachigen Raum zu etablieren. Wir möchten die Menschen in die Lage versetzen, die Vorteile der Kryptotechnologie voll auszuschöpfen. Dabei ist es uns wichtig, unsere Inhalte weiterhin klar und verständlich zu gestalten, damit sie für alle zugänglich sind, unabhängig von ihrem technischen oder finanziellen Hintergrund.

Daniel Wenz: In der Tat, wir sehen noch ein enormes Wachstumspotential in diesem Bereich. Die Krypto-Industrie entwickelt sich ständig weiter, und wir wollen unseren Nutzern helfen, mit diesen Entwicklungen Schritt zu halten und informierte Entscheidungen zu treffen.

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg mit Bitcoin2Go!

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema

Im (Material-)Fluss bleiben

Interview mit Patrick Schlotter, Geschäftsführer der Flexco Europe GmbH

Im (Material-)Fluss bleiben

In Zeiten geopolitischer Unsicherheiten, volatiler Lieferketten und steigender Anforderungen an Effizienz und Anlagenverfügbarkeit rückt die Zuverlässigkeit industrieller Prozesse zunehmend in den Fokus. Gerade in automatisierten Materialflüssen sind stabile, wartungsarme Lösungen…

Logistik, die begeistert

Interview mit Alexander Hewel, Geschäftsführer der KELLERGROUP

Logistik, die begeistert

Hidden Champion, Logistik-Versteher, Familienunternehmen: Für die ­KELLERGROUP aus Ditzingen gibt es viele Umschreibungen. Das Unternehmen selbst sieht sich vor allem als inhabergeführtes, mittelständisches Familienunternehmen aus Baden-Württemberg, das nah am Kunden…

„Uns liegt der Mehrwert unserer Kunden am Herzen!“

Interview mit Christian Kreutzer, Vertriebsleiter der Gawronski GmbH

„Uns liegt der Mehrwert unserer Kunden am Herzen!“

Mit ihrer sogenannten Goodyear-Palette, die im Reifensegment inzwischen zum Branchenstandard avanciert ist, hat sich die Gawronski GmbH längst einen Namen gemacht. Inzwischen engagiert sich das Unternehmen auch mit Förderbändern und…

Spannendes aus der Region

„Uns liegt der Mehrwert unserer Kunden am Herzen!“

Interview mit Christian Kreutzer, Vertriebsleiter der Gawronski GmbH

„Uns liegt der Mehrwert unserer Kunden am Herzen!“

Mit ihrer sogenannten Goodyear-Palette, die im Reifensegment inzwischen zum Branchenstandard avanciert ist, hat sich die Gawronski GmbH längst einen Namen gemacht. Inzwischen engagiert sich das Unternehmen auch mit Förderbändern und…

Hightech-Medizin, die Hoffnung macht

Interview mit Ciril Faia, CEO Curium International

Hightech-Medizin, die Hoffnung macht

Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern. Laut Robert-Koch-Institut erkranken in Deutschland jährlich knapp 80.000 Männer neu daran. Bei einer Früherkennung sind die Heilungschancen sehr gut. In Deutschland hat Curium…

Im (Material-)Fluss bleiben

Interview mit Patrick Schlotter, Geschäftsführer der Flexco Europe GmbH

Im (Material-)Fluss bleiben

In Zeiten geopolitischer Unsicherheiten, volatiler Lieferketten und steigender Anforderungen an Effizienz und Anlagenverfügbarkeit rückt die Zuverlässigkeit industrieller Prozesse zunehmend in den Fokus. Gerade in automatisierten Materialflüssen sind stabile, wartungsarme Lösungen…

Das könnte Sie auch interessieren

Im (Material-)Fluss bleiben

Interview mit Patrick Schlotter, Geschäftsführer der Flexco Europe GmbH

Im (Material-)Fluss bleiben

In Zeiten geopolitischer Unsicherheiten, volatiler Lieferketten und steigender Anforderungen an Effizienz und Anlagenverfügbarkeit rückt die Zuverlässigkeit industrieller Prozesse zunehmend in den Fokus. Gerade in automatisierten Materialflüssen sind stabile, wartungsarme Lösungen…

Café-Kultur trifft Backstube

Interview mit Gürol Gür, Geschäftsführer der Schanzenbäckerei GmbH

Café-Kultur trifft Backstube

Das Bäckerhandwerk steht unter hohem Veränderungsdruck: Hohe Energie- und Rohstoffkosten, steigende Löhne, Ansprüche an Sortiment und Service sowie der Fachkräftemangel zwingen Betriebe dazu, ihre Strukturen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Gleichzeitig bleibt der…

Hightech-Medizin, die Hoffnung macht

Interview mit Ciril Faia, CEO Curium International

Hightech-Medizin, die Hoffnung macht

Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern. Laut Robert-Koch-Institut erkranken in Deutschland jährlich knapp 80.000 Männer neu daran. Bei einer Früherkennung sind die Heilungschancen sehr gut. In Deutschland hat Curium…

TOP