Die Innovationsarchitekten

Interview mit Dr. Abrecht Reuter, Geschäftsführer der Fichtner IT Consulting GmbH

Fichtner wurde 1922 als regional tätiges Ingenieurbüro gegründet. 100 Jahre später ist es zu einem international führenden Planungs- und Beratungsunternehmen avanciert.

„Fichtner hat 1.800 Mitarbeiter und bietet mit seinen über 20 Gesellschaften in 60 Ländern Consultingexpertise für Gesetzgeber, Investoren und Betreiber an“, resümiert Geschäftsführer Dr. Albrecht Reuter. „Fichtner ist ein unabhängiges Familienunternehmen, in welchem die Gesellschafter seit jeher eine aktive Rolle spielen.“

Breit aufgestellt, komplett unabhängig

Diese Prinzipien heben Fichtner vom Markt ab. Und nicht nur diese. Fichtner deckt die gesamte Palette an Infrastrukturen ab, wie Netze, Erneuerbare Energie, Wasser, Umwelt, industrielle Verbrauchstechnologien, IT-Technologie, Bauwesen und Verkehr, und steht Kunden für Analyse und Konzeption, Planung und Vergabe, Realisierung, Betrieb sowie Unterstützung beim Rückbau zur Seite.

„Die breite Aufstellung, die Tatsache, dass Fichtner für die gesamte Wertschöpfungskette von Infrastrukturprojekten verantwortlich zeichnet, und das international, ist ein Alleinstellungsmerkmal“, so Dr. Albrecht Reuter. „Wir beraten in vielerlei Hinsicht. Eine Tochtergesellschaft von Fichtner konzentriert sich zum Beispiel auf Managementberatungen, das heißt auf die optimale Unternehmensorganisation, Prozesse und Strukturen, sowie Merger + Akquisition-Prozesse. Eine weitere Tochter, die Fichtner IT Consulting GmbH, ist auf die Beratung und Umsetzung von Lösungen rund um die Digitalisierung spezialisiert.“

Nachhaltig und innovativ

Fichtner richtet den Blick konsequent nach vorn. Für Dr. Albrecht Reuter sind Fichtner-Ingenieure Innovationsarchitekten, die neueste Technologien und einzelne Bausteine zusammenbauen. Der Nachhaltigkeitsgedanke spielt dabei eine zentrale Rolle.

„Unsere Kunden setzen das Nachhaltigkeitsprinzip längst voraus“, betont er. „Dieses Thema bedarf keiner Diskussion mehr. In Deutschland geht es darum, bis 2045 nur noch Zero-Emission-Technologien zu verbauen. Als Übergangstechnologie wird es noch Gaskraftwerke geben, die später auf Biogas oder Wasserstoff umgestellt werden können. Langfristig werden Zero-Emissionen allerdings nicht ausreichen; wir werden Negativ-Emissionen produzieren oder Emissionen aus der Atmosphäre entnehmen müssen.“

Agiles Arbeiten für größere Motivation und größeren Erfolg

Um sich diesen Herausforderungen stellen zu können, setzt Fichtner IT Consulting auf klar definierte Unternehmenswerte. Selbstverantwortung und flache Hierarchien sind fest in der Unternehmensphilosophie verankert.

„Als vor zwei Jahren eine Abteilungsleiterposition frei wurde, entschieden wir, die Stelle nicht neu zu besetzen, sondern forderten das Team zur Selbstorganisation, zum agilen Arbeiten auf“, erzählt Dr. Albrecht Reuter. „Was hier hervorragend funktionierte, haben wir später auf die gesamte Mannschaft übertragen. Selbstbestimmung bedeutet auch, mehr Spaß zu haben, mitzubestimmen und mitzugestalten. Unsere Mitarbeiter sind mit viel Freude und Motivation bei der Arbeit und genau das ist ein Grund, warum wir relativ gut durch die Pandemie gekommen sind.“

Es geht um Kollaboration

Mit dem klaren Fokus auf die Mitarbeiter, ihre Zufriedenheit und Motivation im Sinne des agilen Managements strebt Fichtner IT Consulting ein moderates Wachstum an. Dabei geht es um mehr als bloße Zahlen. „Für uns zählt die Kollaboration“, so Dr. Albrecht Reuter. „Gemeinsam wollen wir einen Beitrag zur Schaffung einer nachhaltigen Welt leisten. Um die von Herrn Habeck vorgegebenen Zukunftsziele im Entferntesten zu erreichen, brauchen wir jeden Ingenieur und Ökonomen.“

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