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Ausgezeichnetes Betriebsklima: Hier macht Arbeiten Spaß

Interview mit Thomas A. Tóth von Kiskér, CEO der Tillotts Pharma AG

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Schon 2017, also einige Zeit vor der Auszeichnung zum besten Arbeitgeber Kategorie Mittlere/Grossunternehmen der Nordwestschweiz, hatte die Tillotts Pharma AG mit einer Umgestaltung der gesamten Bürolandschaft die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass zeitgerechtes und flexibles Arbeiten, neue Arbeitsformen sowie modernste IT-Systeme den Ansprüchen und Erfordernissen von sowohl Mitarbeitern als auch dem Betrieb gerecht werden.

Dabei standen die Wünsche der Beschäftigten besonders im Blickfeld. Dem Management war es seinerzeit sehr wichtig, dass die Mitarbeiter die Ausarbeitung und Umsetzung der modernen Bürolandschaft selbst bestimmen konnten: Sie führten die Task Force und setzten ihre Wünsche gleich um. Im Zuge dessen wurde auch bei der Gestaltung auf die zukünftige optimale Zusammenarbeit und Effizienz der Teams besonders geachtet. Diese umfassenden Umstrukturierungen führten auch dazu, dass mit Ausnahme von wenigen Abteilungen wie etwa Produktion, Lager und Labor während der Corona-Krise sämtliche Mitarbeiter problemlos aufs Homeoffice umsteigen konnten.

Nicht auf Lorbeeren ausruhen

Obwohl reines (100%) Homeoffice wohl kaum eine dauerhafte Lösung bleiben wird, bietet die zeitgemäße Bürostruktur bei der Tillotts die besten Voraussetzungen für flexibles Arbeiten und die Möglichkeit, sich an die sich dauernd ändernden Situationen – wie etwa unter COVID-19 – rasch und problemlos anzupassen.

„Das Homeoffice wird auch in Zukunft Teil unserer Kultur bleiben“, ist sich Tóth von Kiskér, CEO der Tillotts Pharma AG, sicher. „Auch wenn aktuell das Bedürfnis, wieder zurück ins Büro zu kommen, sehr stark ist, gehe ich davon aus, dass es über die Zeit eine gute Balance zwischen Homeoffice und Büro geben und sich die Situation einpendeln wird. Aufgrund der Corona-Krise und dem dadurch verfügten Homeoffice haben auch eher skeptisch eingestellte Teamleiter die Flexibilität des Homeoffice schätzen gelernt und vertrauen darauf, dass es funktioniert. Diese Flexibilität hat sich schlussendlich auch ausgezahlt: Die Mitarbeiter der Tillotts spüren dieses Vertrauen und sind hoch motiviert, was unter anderem das hervorragende Abschneiden der Tillotts als besten Arbeitgeber der Nordwestschweiz Kategorie Mittlere/Grossunternehmen erklärt.“

Natürlich ist CEO Tóth von Kiskér stolz auf die Auszeichnung, betrachtet sie aber in erster Linie als weiteren Ansporn für die Zukunft: „Mit dem gewonnenen Preis gehen wir kritisch um. Wir werden uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sondern haben direkt eine Arbeitsgruppe gebildet. Sie beschäftigt sich mit den Dingen, die wir weiter optimieren wollen.“

Lösungen für Magen-Darm-Erkrankungen

Als Teil der japanischen Zeria-Gruppe konzentriert sich die Tillotts Pharma AG auf Lösungen für Patienten mit Magen-Darm-Erkrankungen. Im Fokus stehen dabei entzündliche Darmerkrankungen, Colitis ulcerosa, mikroskopische Kolitis und Morbus Crohn.

„Natürlich bin ich mächtig stolz auf die Auszeichnung als einer der besten Arbeitgeber der Schweiz, betrachte sie aber in erster Linie als ‚Kompass‘, um Bereiche zu identifizieren, in welchen wir uns noch verbessern wollen.“ Thomas A. Tóth von KiskérCEO
Thomas A. Tóth von Kiskér

Gegründet wurde Tillotts Pharma 1952 als Apotheke in London. Mitte der 1980er-Jahre zog das Unternehmen in die Nordwestschweiz um und gehört seit 2009 zur Zeria-Gruppe. Sie verkauft ihre Produkte via Drittfirmen in über 65 Länder sowie in den wichtigsten europäischen Märkten durch eigene Tochtergesellschaften. Tillotts beschäftigt weltweit 321 Mitarbeiter aus 24 Nationen, 208 davon in der Schweiz, weit mehr als die Hälfte der Belegschaft weltweit ist weiblich. Diversität wird bei der Tillotts tagtäglich gelebt und gefördert.

„Obwohl wir Teil einer japanischen Gruppe sind, arbeiten wir in der Schweiz total unabhängig“, erläutert Tóth von Kiskér. „Das ist sehr wichtig, weil nicht nur die Kultur, sondern auch der Führungsstil in der Schweiz ein ganz anderer ist als in Japan.“

Zukunftsstrategien

Als Strategie für die Zukunft konzentriert sich Tillotts Pharma auf zwei Bereiche. So will das Unternehmen zum einen organisches Wachstum aus eigener Kraft erreichen. Dazu sollen neue Produkte entwickelt und die Umsatzanteile in bestehenden Märkten weiter ausgebaut werden.

„Unser zweiter Wachstumsmotor ist Merger and Acquisitions“, sagt der CEO. „Unsere letzte Akquisition war 2015 und seitdem haben wir einen großen Appetit. Wir wollen entweder neue Produkte oder sogar Unternehmen akquirieren. Unternehmensintegrationen oder Produktzukäufe bedeuten, dass wir damit auch in neuen Ländern Fuß fassen können.“

In verschiedenen Märkten ist Tillotts Pharma bereits mit eigenen Tochtergesellschaften vertreten und möchte dies in den nächsten Jahren zügig weiter ausbauen. Tóth von Kiskér: „Akquisitionen erlauben uns, kritische Masse in zahlreichen existierenden oder auch neuen Märkten über Nacht zu gewinnen. Dies führt dazu, dass wir in gewissen Märkten aufgrund der Akquisition eine kritische Größe erreichen können, wodurch wir zusätzliche Tochtergesellschaft etablieren können. Die Konsequenz dieser Vorwärtsstrategie ist, dass wir den erwirtschafteten Gewinn im Fall einer Tochtergesellschaft nicht mehr mit unserem lokalen Marketingpartner teilen müssen.“ Diese gewinnbringende Wachstumsstrategie führt zu einem kontinuierlichen Umsatz wie auch Profitabilitätswachstum. Das erklärt unter anderem auch, warum das Mutterhaus in Tokio die Tillotts an einer sehr langen Leine führt. „Never change a winning team!“, sagt CEO Tóth von Kiskér lachend.

Neue Mitarbeiter integrieren

Auch interne Strukturen lassen sich dank der angestrebten Wachstumsstrategie deutlich ökonomischer nutzen.

„Gleichzeitig werden wir uns den Herausforderungen stellen müssen, neue Mitarbeiter, die in anderen Strukturen, aber vor allem anderen Kulturen gearbeitet haben, in unsere Firma zu integrieren “, weiß Tóth von Kiskér. „Das Zusammenführen zweier voraussichtlich unterschiedlicher Kulturen – insbesondere bei einer Unternehmens-Akquisition – wird keine leichte Aufgabe, aber sicherlich äußerst spannend und lehrreich sein.“ CEO Tóth von Kiskér ist zuversichtlich, dass seine Mitarbeiter diese neue Herausforderung mit Mut, Entschlossenheit, aber auch dem notwendigen Feingefühl erfolgreich umsetzen werden.

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