Puma – Vom Turnschuh-Hersteller zum Sportartikel-Gigant

Puma – Ursprung und Vorgeschichte

Eigentlich hat die Geschichte des Sportartikel-Herstellers vor knapp 100 Jahren begonnen. Rudolf und Adolf Dasslers Mutter betrieb eine kleine Wäscherei und Büglerei im fränkischen Herzogenaurach in Deutschland. Der Vater arbeitete wie viele andere Einwohner des mittelfränkischen Orts in einer Schuhfabrik – er brachte seinen Söhnen die Welt der Schuhe näher. Ihre ersten Schuhe fertigen die Brüder in der Wäscherei der Mutter an – 1919 gründeten sie eine gemeinsame Schuhfabrik. Fünf Jahre später erfolgte die Umsiedlung in eine erste Fabrik und damit die Grundsteinlegung für das heutige erfolgreiche Sportartikel-Imperium.

„Herzogenaurach ist seit dem Mittelalter als Schuhmacherstadt bekannt und wird über die Jahre zur Welthauptstadt des Sportschuhs.“ Helmut Fischer (Mr. Puma)

Erste Erfolge mit der neuen Patentmarke

Im Gegensatz zu anderen Schuhfabriken überlebte die Dassler-Schuhfabrik die 1950er und 1960er Jahre und verbuchte viele Erfolge. Jedoch prägten Meinungsverschiedenheiten und Streitereien die geschäftliche und private Beziehung der Gebrüder Dassler. Während des Zweiten Weltkriegs verschlimmerte sich das Verhältnis der beiden Brüder zueinander zunehmend. 1948 trennten sich die Geschwister, woraufhin Rudolf Dassler eine eigene Firma mit 14 Mitarbeitern gründete, die Sportschuhfabrik Rudolf Dassler (RUDA). Noch im selben Jahr entsteht die Marke Puma und wird patentiert. Zum Jahresende hin erfolgt überdies die Umbenennung der Firma in Puma-Schuhfabrik Rudolf Dassler. Bereits 1950 stattete der Puma Gründer die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft mit seinen Schuhen aus. Damit knüpfte er an die Erfolge an, die er vorher gemeinsam mit seinem Bruder verbuchte.

Weltrekorde und Medaillen mit Puma-Schuhen

Nach der erfolgreichen Einführung des Fußballschuhes „ATOM“ im Jahr 1950, entwickelte das Unternehmen zwei Jahre später den weltweit ersten Schraubstollenschuh „SUPER ATOM“. Die gemeinsame Kreation mit dem damaligen Fußball-Bundestrainer Sepp Herberger, legte den Grundstein für Pumas bedeutsame Rolle als Fußballmarke. 1954 trug der erste Puma-Laufschuh zu einem neuen Weltrekord bei – ein großer Erfolg für den Sportler Heinz Fütterer und das junge Unternehmen.

Neues Design und Logo

Das Design von Puma veränderte sich im Laufe der Zeit, 1958 wurde ein „Formstrip“ als neues Designelement aufgenommen. Erst 1968 entstand das Logo, so wie wir es heute kennen: der Puma, der rechts oben über den Schriftzug springt. Im selben Jahr stieg das Unternehmen auch in den Sporttextilien-Markt ein. Neben Sportschuhen werden nun auch T-Shirts, Hosen und Trainingsanzüge angeboten. Zudem entwickelt es den ersten Schuh mit Klettverschluss und geht an die Börse. Im Jahr 1974 stirbt Puma Gründer Rudolf Dassler, die Söhne Gerd und Armin Dassler übernehmen von nun an die Leitung des Sportartikelherstellers.

Die 1990er Jahre – Krisen und Wandel

Die 1990er waren geprägt von Krisen, aber auch Wandel, sowie zahlreichen Erfolgen – das Unternehmen richtete sich neu aus. Im Jahr 1990 gewann die deutsche Fußball-Nationalmannschaft mit Puma-Spieler und Kapitän Lothar Matthäus die Weltmeisterschaft in Italien. Puma entwickelt im Folgejahr den ersten Sportschuh ohne Schnürsenkel mit dem sogenannten „Disk-System“. Ende der 1990er Jahre entwickelt es in Zusammenarbeit mit Designern Jil Sander moderne Lifestyle-Schuhe. Der Sportartikelhersteller verbindet damit Sport mit Mode. Überdies war Puma 1999 offizieller Ausrüster der U.S. National Football League (NFL).

Puma – Forever Faster

Seit 2013 lautet das Leitmotiv von Puma: „Forever Faster“ – daran orientiert sich der Sportartikel-Gigant bis heute. Aktuell beschäftigt das Unternehmen mehr als 14.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet jährlich über 5 Milliarden Euro. Zu den prominenten Markenbotschaftern des Sportartikelherstellers gehören mitunter Usain Bolt, Marco Reus und Mario Balotelli.

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