Neue Wege der Finanzierung

Interview

Sale & Lease Back sowie Sale & Rent Back heißen die speziellen Finanzierungsmethoden der Nord Leasing GmbH. Dabei wird nach dem Prinzip der objektbezogenen Finanzierung, dem Asset Based Finance, mithilfe des mobilen Anlagevermögens der Unternehmen neue Liquidität generiert.

Objektbezogene Finanzierung

Nord Leasing konzentriert sich ausschließlich auf das Finanzierungsleasing, das weitgehend auf Basis des Zeitwerts der gebrauchten Produktionsanlagen und Maschinen beruht.

Initiator dieses besonderen Geschäftsmodells war Thomas Vinnen: „Mir erschien es sinnvoll, den Zeitwert der Maschinen mit dem reellen Marktpreis zu verknüpfen und daraus ein objektbezogenes Finanzierungsmodell zu erstellen“, so der geschäftsführende Gesellschafter. „Wir fingen damit quasi bei null an und wurden schnell als der Marktführer in Deutschland wahrgenommen. Mittlerweile sind wir auch in Österreich und der Schweiz tätig und gelten auch dort bereits als der Anbieter dieses Geschäftsmodells.“

Die Vorteile der Finanzierung auf Basis des mobilen Anlagevermögens der mittelständischen Unternehmen liegen klar auf der Hand. Mit Sale & Lease Back beziehungsweise Sale & Rent Back kann sehr zügig Liquidität generiert werden, ohne dass die Nutzung des mobilen Anlagevermögens unterbrochen oder eingeschränkt wird.

Schnell Liquidität generieren

Sale & Lease Back ist eine Sonderform des Leasing, um einfach Liquidität zu generieren. Unternehmen verkaufen ihr gebrauchtes, mobiles Anlagevermögen, dessen Zeitwert bei mehr als EUR 400.000,00 liegen sollte, an die Nord Leasing GmbH und leasen dieses sofort wieder zurück, zu gleichbleibenden Leasingraten, die sich zum Beispiel aus den erwirtschafteten Umsätzen finanzieren können.

Bei der Vertragsgestaltung können die Unternehmen außerdem über die Leasingdauer entscheiden, die meist zwischen 48 und 54 Monaten liegt, und wählen die Optionen Teilamortisation und Vollamortisation.

Beim Sale & Rent Back werden die Maschinen nicht zurück geleast, sondern zurück gemietet. Im Unterschied zum Sale & Lease Back bleiben die Betriebe als Mieter der Maschinen wirtschaftlicher Eigentümer und schreiben diese weiterhin in ihrer Bilanz ab.

„Bei beiden Methoden haben die Unternehmen den Vorteil, dass wir ihnen die Bestandsmaschinen finanzieren und damit ein Risiko übernehmen, das allgemein im Markt vermieden wird“, verdeutlicht Thomas Vinnen. „Dabei konzentrieren wir uns ausschließlich auf diesen Bereich, was für uns einen entscheidenden Vorteil darstellt. Wir fokussieren uns auf den deutschen Mittelstand mit Umsätzen zwischen fünf und 100 Millionen EUR. Gerade in dieser Kategorie ist der Liquiditätsfaktor ganz wichtig.“

Bundesweiter Marktführer

Mit der besonderen Strategie konnte sich die Nord Leasing GmbH innerhalb von nur fünf Jahren zum bundesweiten Marktführer entwickeln. 2010 wurde das Unternehmen in Hamburg gegründet.

„Wir hatten Investoren, die uns Kapital zur Verfügung gestellt und darauf vertraut haben, dass wir mit unserem Konzept erfolgreich sein werden“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter. „Durch das hohe Vertrauen und die Handlungsfreiheit von Beginn an, konnten wir uns sehr gut entwickeln. Dabei war auch mein Team maßgeblich für unseren Erfolg mit verantwortlich. Ich bin ambitioniert und gebe für unsere Kunden stets Vollgas. Meine Mitarbeiter wollen und können mit mir mithalten; hier steht mir eine sehr schlagkräftige Truppe zur Seite.“

Noch viel Potenzial

Kunden der Nord Leasing GmbH wissen die Angebote der Finanzierungsgesellschaft zu schätzen und das Unternehmen genießt einen hervorragenden Ruf in der Branche. Zurzeit hat das Unternehmen ein Volumen von rund 100 Millionen finanzierten Assets.

„Der Markt ist da und es gibt noch reichlich Potenzial“, so Thomas Vinnen. „Eine weitere Ausweitung des Geschäfts ist wahrscheinlich und gut darstellbar.“

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema Finanzen

Die Transformation möglich machen

Interview mit Achim Köhler, Vorstand und Doris Woll, Vorstandsvorsitzende der Saarländische Investitionskreditbank AG

Die Transformation möglich machen

Industrie im Wandel, Investitionsstau im Mittelstand, gleichzeitig hoher Druck auf den Wohnungsmarkt: Im Saarland treffen gleich mehrere Transformationslinien aufeinander. Die Saarländische Investitionskreditbank AG (SIKB) versteht sich dabei als Finanzierungs- und…

„Wir wollen unternehmerische Handlungsfähigkeit sichern!“

Interview mit Alina Nauen, Geschäftsführerin der torq.partners Finance GmbH

„Wir wollen unternehmerische Handlungsfähigkeit sichern!“

Sowohl Start-ups als auch mittelständische Unternehmen benötigen bei der Erschließung neuer Kapitalquellen, etwa durch Venture Capital-Investoren, oftmals Unterstützung bei der Professionalisierung ihrer Finance-Strukturen: An dieser Stelle kann torq.partners auf jahrelange…

Holländischer Pragmatismus, deutsches Vertrauen

Interview mit Oliver Thierolf, Geschäftsleiter der NIBC Bank N.V.

Holländischer Pragmatismus, deutsches Vertrauen

Wer eine Bank sucht, die keinen Unterschied macht zwischen Neu- und Bestandskunden, landet schnell bei einer unerwarteten Adresse. Die NIBC Bank, eine niederländische Direktbank mit Niederlassung in Frankfurt am Main,…

Spannendes aus der Region Hamburg

Die Retail-Media-Experten

Interview mit Philipp Timm, Geschäftsführer der savi marketing GmbH

Die Retail-Media-Experten

Insbesondere in Drogeriemärkten boomt das Coupon-Geschäft: savi kümmert sich dabei um den reibungslosen Finanztransfer zwischen Händler, Brand und Verbraucher – letztes Jahr mit einem Rabattvolumen von einer Viertelmilliarde Euro, Tendenz…

Die neue Intelligenz der Intralogistik

Interview mit Andreas Lindemann, Geschäfts­führer der NEURA Mobile Robots GmbH

Die neue Intelligenz der Intralogistik

Ob Industrie, Logistik oder Gesundheitswesen: Die effiziente Steuerung innerbetrieblicher Materialflüsse wird für Unternehmen immer mehr zum Wettbewerbsfaktor. Moderne Transportrobotik schafft hier neue Möglichkeiten, Prozesse sicherer, flexibler und wirtschaftlicher zu gestalten.…

Fehlerfreiheit als Wettbewerbsvorteil

Interview mit Dr.-Ing. Ansgar Kaupp, CEO und Partner der EyeC GmbH

Fehlerfreiheit als Wettbewerbsvorteil

Fehlerhafte Verpackungen können Millionen kosten – durch Rückrufe, Lieferengpässe oder regulatorische Folgen. Genau hier setzt die EyeC GmbH mit intelligenten Inspektionssystemen an, die Druckbilder, Barcodes und selbst Brailleschrift zuverlässig prüfen.…

Das könnte Sie auch interessieren

Investieren, wenn andere bremsen

Interview mit Markus Geller, COO der Amacuro GmbH

Investieren, wenn andere bremsen

Während sich große Player im Gesundheitsmarkt aus Kostengründen eher zurückziehen, investiert die Amacuro GmbH aus Hamburg gezielt in Infrastruktur, Digitalisierung und Mitarbeiter. COO Markus Geller bringt dafür seine langjährige Erfahrung…

Lösungen, die mehr bewegen

Interview mit Dipl.-Ing. Andreas Lackner, Geschäftsführer von Voith Kran Austria

Lösungen, die mehr bewegen

Steigende Kosten, Fachkräftemangel und der Wunsch nach mehr Automatisierung verändern den Maschinenbau grundlegend. Die Voith – Werke Ing. A. Fritz Voith GmbH. & Co. KG. (Voith Kran Austria) mit Sitz…

Architektur, die Vertrauen schafft

Interview mit Daniel Seppi, CEO der Dreika AG

Architektur, die Vertrauen schafft

Die Bankenwelt verändert sich rasant. Digitale Angebote gewinnen an Bedeutung, Filialnetze werden neu geordnet und die persönliche Beratung konzentriert sich zunehmend auf komplexe Anliegen. Für die Dreika AG ist dieser…

TOP