Trendsetter und Urgestein

Interview mit Carsten Bull, Geschäftsführer, und Darren Raders, Vertriebsleiter national und international der Lisa Laser Products GmbH

Gutartige Prostatavergrößerungen treten bei Männern ab 50 Jahren häufig auf – rund 50% dieser Altersgruppe ist betroffen. Dank moderner Medizintechnik lassen sich gutartige Vergrößerungen heute auch ohne Messer erfolgreich behandeln. Immer mehr Kliniken und Ärzte arbeiten mit Lasern. Die Gründe sind überzeugend. Sie sind anwenderfreundlich und helfen Patienten nicht nur gesund zu werden, sondern therapieren besonders schonend, das heißt blutarm. Lisa Laser ist ein Spezialist auf dem Gebiet innovativer medizinischer Lasersysteme.

1989 entstanden und seitdem stetig gewachsen, ist das Unternehmen seit 2018 Teil des Omnia-Konzerns. „Unsere Laser werden vor allem in der Urologie, zum Teil auch im Hals-Nasen-Ohren-Bereich und der Gynäkologie eingesetzt“, erklärt Darren Raders, Vertriebsleiter national und international. „Klassische Anwendungen sind Prostatavergrößerungen, Steinbehandlungen jeglicher Art und Tumorbehandlungen.“

Made in Germany weltweit gefragt

Mit den Lasern setzt das Unternehmen Akzente auf dem Markt; sie stehen für Quality made in Germany. Am Standort Katlenburg-Lindau befinden sich sämtliche Abteilungen – Entwicklung, Produktion, Qualitätsmanagement, Vertrieb und Einkauf. 70 Mitarbeiter sind hier tätig, der Umsatz liegt bei 12 Millionen EUR. Während in Deutschland Ärzte und große Kliniken direkt beliefert werden, setzt man international auf ein stetig wachsendes Händlernetzwerk. „Wir arbeiten mit 30 bis 50 aktiven Händlern, die unsere Produkte nicht nur weltweit vertreiben, sondern sie auch promoten“, so Darren Raders. „Dabei werden sie von uns persönlich unterstützt.“

Hybrid und all-in-one

Highlight des Angebots und 2020 auf den Markt gebracht, ist der Thulium-YAG-Laser RevoLix HTL, „ein kontinuierlich betreibbarer Laser für alle Anwendungen“, wie Darren Raders das Produkt beschreibt. „Es ist für jeden Anwender das richtige Tool, ein sehr geschätztes All-in-one-System, das weltweit einzigartig ist und uns eine Monopolstellung einbringt.“

Das Besondere des Lasers ist die hybride Anwendung; der Laser kann kontinuierlich betrieben werden oder gepulst. Tumore oder gutartige Vergrößerungen können millimetergenau abgetragen, Steine zerteilt oder zerstäubt werden. Momentan wartet man auf die Zulassung für den US-Markt. „Wir erwarten von dem Produktlaunch eine deutliche Umsatzsteigerung“, sagt Geschäftsführer Carsten Bull. „Die Vereinigten Staaten sind ein riesiger Markt für uns. Auch wenn durch Corona unsere Erwartungen etwas gebremst wurden, gehen wir davon aus, in Zukunft weiter zu wachsen.“

Neben RevoLix hat Lisa Laser weitere Trümpfe im Ärmel. Zum Beispiel Sphinx JR, ein Laser, der zur Lithotripsie, der Zerstörung und Behandlung von Steinen oder Weichgewebebehandlungen, eingesetzt wird. Zudem sind Laserfasern, also Hilfsmittel oder Mittelstücke zwischen Patient und Laser, Bestandteil des Portfolios.

Schonend behandelt, schneller gesund

Mit den Produkten untermauert das Unternehmen seine Ausnahmestellung auf einem umkämpften Markt. „Viele Wettbewerber haben investiert, um vergleichbare Produkte auf den Markt zu bringen“, sagt Darren Raders. „Unser Vorteil ist unser Know-how. Wir sind so etwas wie das Urgestein im Laser-Business. Hinzu kommt, dass wir hier Mitarbeiter haben, die nicht nur kompetent sind, sondern sich auch mit dem Unternehmen und seinen Produkten identifizieren. Das Umfeld ist so gut, dass wir viele langjährige Mitarbeiter haben, die bis zur Rente bleiben. Letztlich ist Lisa Laser wie eine große Familie aufgestellt, in der man sich um gegenseitige Unterstützung bemüht und auf individuelle Probleme eingeht.“

Das sind gute Voraussetzungen, um, wie in der Vergangenheit weiter zu wachsen. Geplant sind neue Produkte, neue Märkte, bessere Lösungen. Lisa Laser wird weiter innovative Laser entwickeln, die Patienten helfen, schneller gesund zu werden.

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