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Wenn sich Tradition und Moderne auf ideale Weise verbinden

Interview mit Bernd Demmerer, Weingutsleitung der Esterházy Wein GmbH

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Bereits 1758 produzierte Fürst Paul I. im Schloss Esterházy, seiner barocken Residenz in Eisenstadt, deren Keller damals schon als Weinkeller diente, die ersten Weine. 2006 wurde die Produktion vor die Tore von Eisenstadt verlegt, mit modernster Kellereitechnik und idealen Bedingungen für einen Weinanbau, der auch in Zukunft das Erbe des Hauses Esterházy sichern soll.

Weine für jeden Geschmack

Zahlreiche Weinsorten wie die original Leithaberg DAC Weine Chardonnay und Blaufränkisch sowie Klassiker wie der Pinot Noir, dessen Reben erstmals auf dem Weingut Esterházy eingeführt wurden, gehören heute zum umfassenden Sortiment.

„Wir haben eine große Auswahl mit Produktlinien für unterschiedliche Einsatzbereiche, um ganz unterschiedliche Esterhazy-Weine genießen zu können“, erläutert Weingutsleitung Bernd Demmerer. „'Für jeden Moment des Tages den richtigen Wein' ist unsere Philosophie. Puristische Leichtigkeit und Eleganz stehen dabei aber im Vordergrund.“

Das Flaggschiff ist der Tesoro, ein Cuvée aus Merlot und Blaufränkisch, der zwölf Monate in Eichen fässern reift und jedes Jahr zu den besten Weinen Österreichs gewählt wird. Aber auch die Estoras-Kollektion mit verschiedenen Sorten wie dem Zweigelt oder dem Sauvignon Blanc ist bei Wine Enthusiasts und in der Gastronomie beliebt.

Mit der Prinzen-Linie aus Weißwein, Rotwein und Rosé hat Esterházy auch eine inspirierend frische und leichte Linie im Sortiment. „Unsere wichtigste Linie sind aber unsere Leithaberg-Weine“, betont Bernd Demmerer. „Hier können wir transportieren, wer wir sind und wo wir herkommen. Wir stehen für unser Terroir – Kalk und Schiefer – und puristische Eleganz. Diese schmeckt man auch bei unseren Weinen. Die beiden Rebsorten Chardonnay und Blaufränkisch sind die besten in unserem Leithagebirge, das aus aus besagtem Kalk und Schiefer besteht. Dadurch wird der Wein einfach sehr rund und elegant.“ Mit diesen Rebsorten als Einzellagen-Weine ist Esterházy auch im Top-Segment mit der Linie Single Cru vertreten.

Mit Geschmack überzeugen

Weil es genau dieser Geschmack ist, mit dem Esterházy als Marke seit mehr als zwei Jahrhunderten überzeugt, setzt das Unternehmen für sein Marketing vor allem auf Veranstaltungen, Kooperationen und das eigene Weingut: „Selbstverständlich sind unsere Feste am Hof und unser gutseigener Shop ideal für die Weinliebhaber, die von überall aus der Welt zu uns kommen“, führt Bernd Demmerer aus.

Das Weingut pflegt Handelspartnerschaften mit den wichtigsten Ketten wie zum Beispiel REWE, Kaufhof, EDEKA oder dem KADEWE. Und auch die Gastronomie setzt auf Weine aus dem Leithagebirge. „Am wichtigsten ist es jedoch, wenn die Kunden unsere Weine selbst schmecken“, so Bernd Demmerer. „Auf diese Weise können wir unser Produkt am besten transportieren und die Leute lassen sich auf die Weine ein.“

Das Weingut mit seinem Kalandahaus ist aber auch eine beliebte Eventlocation für Hochzeiten oder Firmenevents für bis zu 200 Personen. Zukünftig soll der Fokus deshalb noch stärker auf den Veranstaltungsbereich – auch im Sinne ‘Business trifft Wein’ – gelegt werden.

Bio und Export

Auch wenn der Name Esterházy schon seit dem 18. Jahrhundert eine Tradition im Weinanbau pflegt, ist das Weingut heute eines der modernsten in Österreich. „Die Themen Bio und Nachhaltigkeit sind in den letzten Jahren immer wichtiger geworden und wir sind gerade dabei, unseren Anbau komplett auf Bio umzustellen“, bemerkt Bernd Demmerer. „Wir arbeiten zum Beispiel mit einem speziellen – dem sanften – Rebschnitt, durch den der Rebstock länger lebt und weniger anfällig für Krankheiten ist.“

Esterházy-Wein wird mittlerweile in 18 Länder exportiert, von Deutsch­land über Skandinavien bis nach Asien. In Zukunft soll der Exportan­teil noch weiter ausgebaut werden. 2019 soll der Fokus vor allem auf Asien liegen. „Grundsätzlich gibt es eine Weinüberproduktion, aber der Konsum bleibt konstant“, sagt Bernd Demmerer. „Am wichtigsten ist die stetige Präsenz am Markt, denn wenn man nicht unterwegs ist und die Marke hinausträgt, dann verkauft man nichts. Esterházy ist wunderschön und hat viele Entfal­tungsmöglichkeiten. Die möchte ich nutzen, denn unser Herz hängt daran.“

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