Italienische Lichtgestalten

Interview mit Paolo Albani, Leiter Vertrieb und Marketing der DTS Illuminazione Srl

Bei spektakulären Veranstaltungen und Events wird nichts dem Zufall überlassen. Insbesondere nicht, wenn es um innovative Beleuchtungskonzepte geht. Egal, ob beim San Remo Song Festival, erfolgreichen Fernseh-Quiz-Shows oder bei Konzerttourneen internationaler Stars, die Kompetenz von DTS ist immer dann gefragt, wenn das Licht stimmen muss.

Auch berühmte Bauwerke wie die Sheikh Zayed Brücke in Dubai oder die Jungfrau von Quito auf dem Panecillo tragen die beeindruckende Handschrift der einfallsreichen Lichtdesigner aus Misano Adriatico bei Rimini.

Unabhängig und flexibel

„Wir liefern Quality made in Italy“, betont der Leiter Vertrieb und Marketing Paolo Albani, der seit Mai 2015 für das Unternehmen tätig ist. „Natürlich ist die Konkurrenz aus Asien groß. Wir haben allerdings im Laufe der Jahre gelernt, worauf es ankommt, um sich dennoch auf dem Weltmarkt behaupten zu können. Wir produzieren ausschließlich in Italien, sind flexibel und unabhängig und in der Lage, wettbewerbsfähige Preise bei überdurchschnittlicher Qualität zu bieten.“

Made in Italy und mehr

Made in Italy ist seit Beginn ein zentrales Merkmal der DTS-Beleuchtungslösungen – dennoch hat sich seit den Unternehmensanfängen 1980 vieles verändert. „DTS hat immer am Puls des Marktes gearbeitet und sich mit ihm weiterentwickelt“, so Paolo Albani. „Anfangs standen klassische Lampen im Vordergrund. Nach und nach entwickelte sich das Unternehmen mehr und mehr in Richtung LED und Hochtechnologie mit klarem Fokus auf den Eventbereich.“

Während viele Wettbewerber im Laufe der Jahre vom Markt verschwanden, standen für DTS die Zeichen auf Wachstum. 1990 etablierte das Unternehmen eine neue Forschungsabteilung, investierte in CNC-Technologien und stärkte damit seine Unabhängigkeit.

Immer wieder standen Produktionserweiterungen an, die neue Möglichkeiten eröffneten. 2005 war DTS die erste Firma, die einen Lichtprojektor namens DELTA vorstellte, der sich sowohl horizontal als auch vertikal bewegt und selbst bei Regen für eine perfekte Stimmung sorgt.

2012 brachte DTS erstmals Hybridprodukte auf den Markt. 2016 wurden die Weichen wiederum neu gestellt. „Als der Wettbewerbsdruck stetig zunahm, haben wir versucht, eine neue Philosophie zu etablieren“, sagt Paolo Albani. „Wir haben unsere Strategie der Prämisse ‘Weniger ist mehr’ unterstellt. Wir haben Produkte reduziert und uns auf zwei Bereiche konzentriert: Beleuchtungen für Events und dynamisches Licht für außergewöhnliche Architekturprojekte. Damit sind wir ein Risiko eingegangen, aber es hat sich gelohnt.“

Eine effektvolle Strategie

Die Strategie, weniger Produkte, mehr Qualität, hat schnell Früchte getragen. Lag der Umsatz 2012 bei 16 Millionen EUR, stieg er bis 2016 auf 23 Millionen EUR – das bislang beste Ergebnis in der Firmengeschichte. Alle wichtigen italienischen Fernsehsender und -studios arbeiten heute mit der 95 Mitarbeiter zählenden DTS, um Shows und Konzerte ins rechte Licht zu rücken.

Projekte wie ein beleuchteter Wasserfall in Dubai oder ein See, der die Farbe verändert, machen die Ausnahmestellung der italienischen Lichtgestalten deutlich. 75% des Umsatzes wird im Ausland realisiert.

„Unser Ziel ist es, Kunden schnell und flexibel Lösungen zu präsentieren“, unterstreicht Paolo Albani. „Dabei sind wir offen für neue Herausforderungen. Technologien ändern sich laufend und immer wieder sind neue Lösungen gefragt. Das ist eine große Motivation. Wir hoffen, künftig noch häufiger spannende Architektur- und Kunstprojekte mitgestalten und in Szene setzen zu können.“

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