Zukunftsfit durch Digitalisierung und Innovation

Beispiele gibt es viele, wenn wir uns einige exemplarische Firmen genauer betrachten. So nutzte z.B. Daimler die veränderten Bedingungen während der Pandemie zur Entwicklung langfristiger strategischer Projekte und steht heute besser denn je da. Mit schwäbischem Erfindergeist nach vorn hat sich ebenso das traditionelle Familienunternehmen Ziegler und Schenk GmbH in Göppingen an die Spitze katapultiert. Auch hier sorgten im Jahre 2020 massive Investitionen in den Maschinenpark und in die Digitalisierung zu einer beachtlichen Steigerung der Wertschöpfung. Dies wurde im folgenden Jahr mit der Auszeichnung als Top-Innovator honoriert.

Zu der Thematik "Unternehmen in Krisenzeiten" beauftragte auch die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) in Kooperation mit Microsoft Deutschland im Jahre 2020 eine umfangreiche Untersuchung. Durchgeführt wurde sie von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Den sogenannten Resilienz-Check haben deutsche Unternehmen nach Ansicht des Mitglieds des Präsidiums der BDA, Dr. Gerhard F. Braun, bestanden. „Ich bin zuversichtlich, dass deutsche Unternehmen aus der Krise gestärkt hervorgehen werden“, meint Braun. Fazit: Deutsche Beschäftigte haben eine hohe Innovationsbereitschaft, der Schlüssel zum betrieblichen Erfolg.

Intelligente Softwarelösungen im Unternehmen

Der digitale Wandel hat die Unternehmenskultur im letzten Jahrzehnt mehr beeinflusst als irgendeine andere wirtschaftliche Entwicklung. Selbst KMU haben inzwischen erkannt, dass über kurz oder lang kein Weg an der Digitalisierung vorbeiführt. Das betrifft alle Prozesse von der Produktion bis zur Distribution. Dies gilt insbesondere für die Lagerhaltung, um lange Standzeiten zu vermeiden und eine schnelle Lieferung an die Kunden zu gewährleisten. Nur mit einer modernen Lagerverwaltungssoftware lassen sich diese Anforderungen just in time umsetzen.

Daher müssen auch Traditionsfirmen sich an den digitalen Wandel anpassen. Während große Unternehmen schon längst den Start in das digitale Zeitalter vollzogen haben, zögern noch viele KMU, die notwendigen Strukturen zu implementieren. Viele Mittelständler haben „digitale Angst“ resümiert Klaus Eck, Gründer und Geschäftsführer der d.Tales GmbH. Nicht nur bei Produktion und Distribution, sondern vor allen Dingen auch im Bereich Marketing gibt es bei kleineren Betrieben immer noch eine große Hemmschwelle zu überwinden. Besonders der Umgang mit Social Media erzeugt weiterhin große Unsicherheit. Oft fehlen schlichtweg personaltechnisch Ressourcen, um soziale Medien angemessen zu bedienen.

Zukunftsperspektiven sichern

Auch die Bundesregierung hat den Need erkannt und formulierte forschungs- und innovationspolitische Ziele, um nicht den Anschluss an die Zukunft zu verlieren. Im Bundesbericht Forschung und Innovation 2020 werden klare Aussagen zur Strategie in den nächsten Jahren und Jahrzehnten gemacht. Neben dem Fokus auf die bewährte Hightech-Strategie sollen verschiedene institutionelle und projektbezogene Förderprogramme den Unternehmen den Umstieg erleichtern. Dabei müssen wichtige Aspekte wie Gesundheit, Klimaschutz und Mobilität berücksichtigt werden.

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