Scharfe Lösungen für scharfes Werkzeug

Interview mit Hartmut Kälberer, Geschäftsführer der Loroch GmbH

Wirtschaftsforum: Herr Kälberer, mit ihren ‘Sharp Solutions’ bewegt sich die Loroch GmbH seit mittlerweile fast 125 Jahren erfolgreich im Markt für Sägenschärfmaschinen. Welche Anlagen und Lösungen bieten Sie dabei genau an – und wer sind Ihre Hauptkunden?

Hartmut Kälberer: In den letzten Jahren haben wir uns vornehmlich auf Schärfanlagen für HSS-Sägen konzentriert, die hauptsächlich in der metallverarbeitenden Industrie zum Einsatz kommen. Hier bieten wir ein sehr breites Spektrum an – von manuell zu bedienenden Maschinen bis hin zu vollautomatischen Lösungen, die rund um die Uhr betrieben werden können. Dabei bedienen wir sowohl kleinere Schärfdienste, die mit ihren Leistungen vornehmlich Privatkunden betreuen, als auch Handwerksbetriebe jeder Art und Größe sowie selbstverständlich auch die großen Hersteller von HSS-Sägen, die auf unseren Anlagen auch produzieren.

Wirtschaftsforum: Wie hat sich diese Fokussierung auf Ihren heutigen Tätigkeitsschwerpunkt im Verlauf Ihrer Unternehmensgeschichte ergeben?

Hartmut Kälberer: Ursprünglich hatte sich die Loroch GmbH vor allem mit Sägen für die Holzbearbeitung befasst, bis dann der Bereich Metallverarbeitung in Deutschland eine immer stärkere Bedeutung im Wirtschaftsleben erfuhr. Vor diesem Hintergrund sind wir also den allgemeinen Entwicklungen am Markt gefolgt und haben dabei stets großen Wert daraufgelegt, unsere Kernkompetenzen in unserer Nische immer weiter zu schärfen.

Wirtschaftsforum: Mit welchen technologischen Weiterentwicklungen beschäftigen Sie sich derzeit?

Hartmut Kälberer: Für die meisten unserer Kunden ist es heute besonders wichtig, dass sie ihre Anlagen noch flexibler einsetzen können, als dies mit bisherigen Lösungen möglich ist – dies trifft vor allem auf die Schärfdienste zu. Mit einer entsprechenden Maschine sollen bestenfalls verschiedenste Produkte zielgerichtet bearbeitet werden können, ohne dass dabei nennenswerte Rüstzeiten anfallen oder an der jeweiligen Anlage komplexe Veränderungen vorgenommen werden müssen, etwa wenn statt einer Hartmetallsäge als nächstes eine HSS-Säge geschärft werden soll. Die Loroch GmbH hat nun eine solche Anlage entwickelt, mit der sich dieser Umrüstvorgang ganz einfach in wenigen Sekunden bewerkstelligen lässt, sodass sich der Kunde nur noch eine einzige Maschine für all seine Schärfanforderungen anschaffen muss.

Wirtschaftsforum: Welche Rolle spielt vor diesem Hintergrund der allseits grassierende Fachkräftemangel?

Hartmut Kälberer: Aus unserer Beobachtung heraus sehen sich nahezu alle produzierenden Unternehmen gezwungen, sämtliche sich bietenden Automatisierungsmöglichkeiten auszuschöpfen, wozu natürlich auch unsere Anlagen einen entscheidenden Beitrag leisten. Gleichzeitig müssen die eingesetzten Maschinen so einfach wie möglich bedient werden können, damit auch angelernte Mitarbeiter gut damit arbeiten können und nicht für jeden Produktionsschritt eine entsprechend spezifisch ausgebildete Fachkraft eingesetzt werden muss.

Wirtschaftsforum: Eine weitere Konsequenz des Fachkräftemangels: Auf der Suche nach qualifizierten Mitarbeiterinnen müssen sich Unternehmen auch im zunehmend hart umkämpften Arbeitnehmermarkt durchsetzen. Wie hat sich Loroch in diesem Bereich positioniert?

Hartmut Kälberer: Unser Unternehmen setzt grundsätzlich auf gutes langjähriges Personal, während wir als Ausbildungsbetrieb gleichzeitig dafür Sorge tragen, dass auch ein beständiger Zulauf an neuen Kolleginnen unseren Geschäftsalltag mit neuen Perspektiven bereichert. So haben wir derzeit glücklicherweise keine Personalengpässe zu verzeichnen und können uns ganz unserem Service-Gedanken widmen, durch den wir als Unternehmen wiederum auch für besonders motivierte und talentierte Arbeitnehmer attraktiv sind: Denn wir verkaufen unseren Kunden nicht nur eine Schärfmaschine, sondern stellen ihm vielmehr unser umfassendes Know-how zur Verfügung: In diesem Zuge übernehmen wir auch sämtliche anfallenden Wartungsarbeiten, liefern Ersatzteile sowie die erforderlichen Betriebsstoffe und führen im Wege der Ferndiagnose oder direkt vor Ort sämtliche möglicherweise anfallenden Reparaturen aus. Dieses Rundum-Sorglos-Paket fungiert dabei nicht nur als Ausweis unseres kundenzentrierten Geschäftsansatzes, sondern bedeutet auch, dass all unsere Mitarbeiter jeden Tag aufs Neue fachlich gefordert werden – eine Herausforderung, die unsere Fachkräfte gerne annehmen.

Wirtschaftsforum: Von Supply-Chain-Engpässen bis hin zu galoppierenden Energiepreisen hat die dreijährige Multikrise vor allem das verarbeitende Gewerbe stark getroffen – mit welcher Haltung blicken Sie derzeit in die Zukunft?

Hartmut Kälberer: Mit einer grundsätzlich positiven – denn obwohl natürlich auch unser Unternehmen im Zuge der mannigfaltigen Krisen vor entsprechenden Herausforderungen steht, können wir auf eine solide Basis aufbauen. Eine ähnlich optimistische Haltung wünsche ich mir unterdessen auch von den politischen Entscheidungsträgern – und gleichsam etwas mehr Beachtung für die Belange mittelständischer Unternehmen.

Loroch GmbH
Josef-Loroch-Straße 1
69509 Mörlenbach
Deutschand
+49 6209 7159 - 0
+49 6209 715951
info(at)loroch.de
www.loroch.de

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