In Deutschland kassiert der Fiskus fast dreimal mehr als in Zypern

Steuern- und Abgaben-Irrsinn

Niedrige Steuersätze gelten gemeinhin als förderlich für das Wachstum von Unternehmen und Volkswirtschaften. Umso mehr wundert die positive Wirtschaftsentwicklung in Deutschland, denn laut einer Untersuchung der Brüsseler Stiftung „New Direction“ ist die Abgabenlast (52,99%) in kaum einem anderen Land der Europäischen Union höher. Nur in Ungarn (53,73%), Österreich (55,77%), Frankreich (56,61%) und Belgien (60,25%) müssen die Durchschnittsverdiener mehr Steuern und Sozialabgaben an den Staat abführen.

Belgier sind die "Zahlmeister"

Im Durchschnitt zahlen Arbeitnehmer europaweit 45,06% vom Bruttogehalt an den Fiskus. Zypern ist dagegen mit einer Quote von 19,97% geradezu ein „Steuerparadies“. Die Folge: Rein rechnerisch arbeiten die Zyprer seit dem 14. März in die eigene Tasche. Die Deutschen müssen noch bis zum 13. Juli für die Staatskasse jobben und damit fast dreimal länger. Noch schlimmer trifft es allerdings die Belgier: Für sie ist erst am 8. August der so genannte „Steuerzahler-Gedenktag“.

Abgabenlast steigt weiter

In Europa steigt die Abgabenlast indes weiter an: Nach Angaben der europäischen Statistikbehörde Eurostat liegt die Mehrwertsteuer in den 27 EU-Ländern bei durchschnittlich 21,3%, was einer Zunahme um 2,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Jahr 2000 entspricht. In Deutschland stieg die Steuer im gleichen Zeitraum von 16% auf 19%.

EU-Kommission: Faktor Arbeit für Arbeitgeber zu teuer

Die meist von Unternehmen gezahlte Körperschaftssteuer dagegen liegt heute im EU-Durchschnitt deutlich (8,4 Prozentpunkte) unter dem Wert im Jahr 2000, in Deutschland sogar 21,8 Prozentpunkte. Die EU-Kommission kritisierte dennoch, dass der Faktor Arbeit zu teuer geworden sei, da die entsprechenden Steuern seit 2009 nicht mehr sanken. Für eine florierende Wirtschafts- und Währungsunion dürften Arbeitgeber nicht zu viel zahlen, so die Argumentation der EU-Kommission.

So hoch sind die Abgabenquoten in den EU-Mitgliedsstaaten und so lange müssen Durchschnittsverdiener jeweils nur für den Staat arbeiten:

(Quelle: New Direction – The Foundation für European Reform)

Aktuellste news

Fazit: Backup ohne Recovery-Nachweis bietet keine Sicherheit.

Fazit: Backup ohne Recovery-Nachweis bietet keine Sicherheit.

Laut Veeam 2025 Ransomware Trends Reports hielten sich 69% der Unternehmen, die vergangenes Jahr Opfer eines Ransomware-Angriffs wurden, vorab für gut vorbereitet. Tatsächlich konnte danach nur jedes zehnte Unternehmen mehr…

IBM Storage Protect (ISP) Release 8.2.1: Was das Release beinhaltet und worauf Sie beim Update achten sollten

IBM Storage Protect (ISP) Release 8.2.1: Was das Release beinhaltet und worauf Sie beim Update achten sollten

Hier sind die wesentlichsten Neuerungen und Hinweise, worauf Sie beim Update achten sollten.…

Predatar Release R18.1 Black Widow ist da: Umfassendes Refresh des User Interface

Predatar Release R18.1 Black Widow ist da: Umfassendes Refresh des User Interface

Das Release R18.1 „Black Widow" legt den Startpunkt für eine umfassende Aktualisierung der Predatar-Benutzeroberfläche…

Aktuellste Interviews

Sitzmöbel mit Liebe zum Detail

Interview mit Ramon Werner, Verwaltungsratspräsident der de Sede AG

Sitzmöbel mit Liebe zum Detail

Manche Möbel füllen einen Raum, andere prägen ihn. Genau für diesen Anspruch steht die de Sede AG aus Klingnau in der Schweiz. Das Unternehmen fertigt exklusive Ledermöbel, die weit über…

„Keep it simple“ - Einfachheit als Geschäftsmodell

Interview mit Stephan Riese, CEO der reputatio systems GmbH & Co. KG

„Keep it simple“ - Einfachheit als Geschäftsmodell

Was braucht ein Unternehmen wirklich, um zu funktionieren? Für Stephan Riese ist die Antwort klarer, als viele denken. Mit reputatio systems entwickelt er Lösungen, die Komplexität reduzieren. Ein Gespräch über…

"Reichweite ist gut – aber Wirkung entscheidet"

Interview mit Alexander von Tiele-Winckler, Mitglied der Geschäftsführenden Gesellschafter im BLU agency network association e.V.

"Reichweite ist gut – aber Wirkung entscheidet"

Der Weg vom klassischen Promotionsgeschäft zum vernetzten Agenturmodell erzählt viel über die Dynamik moderner Märkte. Alexander von Tiele-Winckler spricht über Wachstum, Wandel und die Kraft persönlicher Begegnung. Ein Gespräch über…

TOP