Ergonomie am Arbeitsplatz: nicht nur im Büro wichtig

Vor allem im Bürobereich hat die Ergonomie mittlerweile einen wichtigen Platz bekommen. Denn Arbeitsmediziner haben in den letzten Jahrzehnten einen großen Beitrag dazu geleistet, das Bewusstsein dafür zu schaffen. Die Folgen, die ein schlechter Arbeitsplatz für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben kann, aber letzten Endes auch für das Unternehmen, sind mittlerweile weithin bekannt. Denn neben Rückenleiden und Verspannungen, aber auch Kopfschmerzen und vermehrter Müdigkeit am Arbeitsplatz haben auch die Arbeitgeber schlussendlich eine höhere Anzahl an Krankenständen oder sogar Ausfällen und Kündigungen zu verzeichnen. Doch eine ergonomische Arbeitsumgebung sollte nicht bei der Bürotüre enden. Viele Menschen arbeiten auch in anderen Bereichen in stehenden oder auch sitzenden Tätigkeiten und hantieren dort mitunter sogar mit Lasten. Auch hier ist es wichtig, auf Ergonomie am Arbeitsplatz zu achten, um die Mitarbeiter gesund zu halten, aber in weiterer Folge auch Abläufe flüssig und reibungsfrei zu gestalten. 

Ergonomie im Verkauf 

Ein weiterer Bereich, wo Menschen viel Zeit im Sitzen verbringen und dadurch ihre Wirbelsäule mitunter belasten, ist der Verkauf. Ob im Supermarkt oder auch im Verkaufsbereich eines Autohändlers. Der Sitzplatz, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier erhalten, sollte nicht nur bequem sein, sondern vor allem ergonomisch geformt sein. Auf diese Weise lassen sich Schmerzen im Nacken, Kopfbereich oder am Rücken vermeiden, was nicht zuletzt die Motivation und Leistungsfähigkeit fördert.  

Ergonomie in Lager & Logistik 

Ein Bereich, der leider nicht sofort in den Sinn kommt, wenn es um die Gestaltung eines ergonomischen Arbeitsplatzes geht, ist die Logistik und der Lagerbereich. Dabei hat gerade die Mannschaft im Logistikbereich oft mit schwerer körperlicher Arbeit zu tun, was sich wiederum auf den Körper auswirken kann. Daher ist es gerade im Lager- und Logistikbereich wesentlich, den Mitarbeitern unterstützende Arbeitsgeräte zur Verfügung zu stellen, die eine ergonomisch korrekte A rbeitsweise unterstützen. Dazu zählen nicht nur Hubstapler, die über gefederte und angenehme Sitze für die Fahrer verfügen, sondern auch Niederhubwagen, die im Idealfall elektrisch unterstützt sind und somit einen Großteil der Last, die es zu ziehen gilt, abnehmen. Denn jedes Mal, wenn ein Niederhubwagen ohne Motorunterstützung angezogen wird, um ihn in Fahrt zu bringen, belastet dies Schultern, Wirbelsäule und den gesamten Körper. Diese einseitigen Bewegungsabläufe können somit langfristig zu ernsthaften Haltungsschäden und Rückenleiden führen. 

Am Fließband und am Schalter: Ergonomisches Arbeiten in stehender Position 

Viele Menschen arbeiten nicht im Sitzen und auch nicht in ständiger Bewegung, sondern haben einen stehenden Beruf. Bei Arbeiten am Schalter in Ämtern oder aber auch am Fließband wird die Wirbelsäule stark belastet. Denn oft gilt es hier, über viele Stunden hinweg ohne Pause zu stehen. Auch wenn es während der Arbeit aufgrund der durchgehenden Beschäftigung nicht immer gleich auffällt, sind die Schmerzen am Abend meist deutlich spürbar. Doch auch hier gibt es einige Punkte, wie sich der Arbeitsplatz im Stehen ergonomisch gestalten lässt. Beispielsweise ist es wichtig, dass die Arbeitsfläche die richtige Höhe hat, damit es zu keinen Nackenschmerzen kommt. Darüber hinaus sollten Pausen eingelegt werden, aber auch eine nachgebende Bodenmatte oder Fußstütze kann den Körper deutlich entlasten, um vor Langzeitschäden zu bewahren. 

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