Der Zugang zur Zukunft

Interview mit Noemi Grimm, Geschäftsführerin und Rudi Feil, Gründer und Geschäftsführer der GEO DATA Gesellschaft für geographische Datenverarbeitung mbH

Wirtschaftsforum: Herr Feil, Sie sind Geschäftsführer und Gründer der GEO DATA, einem Unternehmen, das sich auf den Ausbau der digitalen Infrastruktur spezialisiert hat und damit die digitale Transformation in Deutschland vorantreibt. Wie kam es dazu?

Rudi Feil: Die Gründung fand zur Zeit der Wiedervereinigung statt; deshalb haben wir uns zunächst in den neuen Bundesländern engagiert, Filialen eröffnet und bis 2007 aktiv an der Infrastruktur mitgearbeitet. Als irgendwann lokale Unternehmen diese Aufgaben übernahmen, begannen wir, uns auf das Thema Telekommunikation und Breitbandausbau zu spezialisieren. 2008 haben wir mit der GEO DATA Swiss in der Schweiz Fuß gefasst, von 2010 bis 2016 stand Luxemburg im Fokus, wo wir viele Gemeinden zum Thema Breitbandausbau beraten konnten. Als in Deutschland Fördergelder den Markt ankurbelten, konzentrierten wir uns wieder verstärkt auf den deutschen Markt und etablierten sechs Standorte. Die Erkenntnis, dass der Breitbandausbau nicht alles ist, sondern danach viele andere Dinge geschehen müssen, um Nutzen aus dem Netz zu generieren, führte zur Gründung des Zentrums für Digitale Entwicklung. Dabei begleiten wir Kommunen, Regionen, Institutionen und Unternehmen bei Lösungen und Innovationen auf dem Weg in die digitale Zukunft. In einem nächsten Schritt gründeten wir 2021 die KI-P als Kompetenzpartner für intelligente Projekte, Produkte und Prozesse. Momentan sind wir dabei, uns an weiteren Unternehmen zu beteiligen und weitere Standorte aufzubauen, um mit viel Menpower die komplexen Aufgaben rund um das Thema digitale Infrastruktur lösen zu können.

Wirtschaftsforum: GEO DATA hat sich mit den Aufgaben dynamisch weiterentwickelt. Gibt es eine besondere Philosophie hinter der Entwicklung?

Rudi Feil: Wir denken ganzheitlich, weil wir langfristigen Nutzen für unsere Kunden generieren wollen. Projekte müssen deshalb von A bis Z durchgedacht werden.

Wirtschaftsforum: Kommen wir auf das Leistungsspektrum zurück. Wo liegen hier die Schwerpunkte?

Rudi Feil: Wir konzentrieren uns auf digitale Infrastrukturen wie den Breitbandausbau, den Glasfaserausbau und den Mobilfunk. Parallel dazu bereiten wir Kunden darauf vor, dass Daten entstehen und dass diese das Gold der Zukunft sind. Man muss daran arbeiten, Daten in der Region zu halten, um dort einen Mehrwert zu schaffen. Hier sind wir noch ganz am Anfang unserer Arbeit.

Wirtschaftsforum: GEO DATA hat im Verbund um die 150 Mitarbeiter. Wie finden Sie angesichts des Fachkräftemangels neue Mitarbeiter?

Noemi Grimm: Wir nutzen vielfältige Marketingkanäle für unterschiedliche Zielgruppen. Unsere Website mit Blog spielt nach wie vor eine große Rolle. Um jüngere Zielgruppen anzusprechen, setzen wir auf social media-Kanäle. Nicht zuletzt haben wir ein großes betriebliches Gesundheitsmanagement, welches bei uns unter dem Namen WIR für DICH läuft. Darin enthalten sind 34 Aktivitäten: Fahrradchallenges, Gesundheitstage oder Lunch and Learn in der Mittagspause. Für jeden Mitarbeiter soll ein passendes Angebot dabei sein. Was die digitale Transformation betrifft, tun wir viel für Kunden, aber auch für uns. Das reicht von kleinen Dingen wie der digitalen Essensbestellung hin zur Einführung eines neuen ERP-Systems. Wir versuchen jeden Tag etwas zu verbessern und für uns intern als auch für unsere Kunden Innovationen zu schaffen.

Rudi Feil: Wir bieten spannende Tätigkeiten an, betreiben intensiv Forschung und Entwicklung und sind in Zukunftsthemen aktiv; für viele hat das einen besonderen Reiz.

Wirtschaftsforum: Wodurch zeichnet sich darüber hinaus die Unternehmenskultur aus?

Noemi Grimm: GEO DATA steht für den Slogan ‚Wir schaffen digitale Zukunft‘; diese Vision, in deren Mittelpunkt der Kundennutzen steht, leben wir. Und das können wir nur, weil wir ein fantastisches Team haben, in dem jeder wichtig ist, jeder geschätzt und gehört wird.

Rudi Feil: Alles hat gewisse Frequenzen und Schwingungen. Angst hat beispielsweise eine sehr niedrige Frequenz, während Wertschätzung 144 Hertz hat. Darauf komme ich in meinen Vorträgen immer wieder zurück und das haben alle verinnerlicht.

Wirtschaftsforum: Wie schätzen Sie die künftige Branchen- und Marktentwicklung ein?

Rudi Feil: Die Digitalisierung ist die Herausforderung der Zukunft; deshalb bietet der Markt uns weiter Wachstumspotenzial. Im Umfeld der digitalen Infrastruktur, Prozesse und Zukunft wollen wir Markt- und Innovationsführer sein.

GEO DATA Gesellschaft für geographische Datenverarbeitung mbH
In der Waage 7
73463 Westhausen
Deutschland
+49 7363 96040
+49 7363 960424
info(at)geodata-gmbh.de
www.geodata-gmbh.de

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