Cybersicherheit beim Online-Trading: 5 Tipps für mehr Sicherheit

Cyberbedrohungen beim Online-Trading

Plattformen für Online-Trading sind beliebt bei Hackern, denn dort warten zahlreiche sensible und finanzielle Daten, die es zu erbeuten gibt. Diese folgenden Gefahren sind am häufigsten:

Phishing-Attacken

Hacker versenden gefälschte Phishing-Mails, die darauf abzielen, dich auf eine ebenfalls gefälschte Webseite zu führen, um dort deine Daten zu stehlen. Im Bereich des Online-Tradings könnt dies eine E-Mail von einer vermeintlichen Trading-Plattform sein, die vortäuscht, dass du deine Daten bestätigen sollst, da ansonsten eine Sperrung deines Kontos droht.

Leider fallen immer wieder Nutzer auf diese Betrugsmasche herein, da die Kriminellen ihre Opfer auf emotionaler Ebene manipulieren. Zu groß ist die Angst bei vielen, dass ihr Konto tatsächlich gesperrt werden könnte.

Man-in-the-Middle-Attacken (MitM)

Bei einer Man-in-the-Middle-Attacke stellt sich der Angreifer zwischen sein Opfer und dem Server, mit dem der Nutzer kommuniziert, um seine Daten abzufangen. Häufig richtet der Hacker dafür einen gefälschten WLAN-Router ein und gibt diesen als legitimen WLAN-Hotspots aus. An öffentlichen Orten könnte das zum Beispiel das angebliche WLAN-Netzwerk im Hotel sein, das der Kriminelle mit „Hotel_WLAN“ betitelt.

Gäste des Hotels nehmen an, dass es sich um das offizielle WLAN des Hotels handelt, und verbinden sich mit diesem. Sobald die Verbindung aktiv ist, kann der Hacker alle Daten abfangen, die das Opfer mit dem WLAN-Netzwerk austauscht.

Betreibst du nun Online-Trading über einen solchen WLAN-Hotspot, kann der Täter all deine Informationen erbeuten und für kriminelle Zwecke missbrauchen.

Malware und Ransomware

Die Infizierung mit Schadsoftware erfolgt häufig über Phishing (siehe oben). Der Angreifer schickt einen Anhang in seiner E-Mail mit, den du öffnen sollst. Unter einem Vorwand überzeugt er dich davon, diesen zu öffnen. Zum Beispiel könnt der Hacker vorgeben, dass eine Trading-Plattform seine Nutzungsbedingungen aktualisiert und du diese lesen und bestätigen sollst. Doch statt der Nutzungsbedingung lädst du dir Malware auf dein Gerät.

Ransomware, eine Unterform von Malware, ist besonders gefährlich, da diese einzelne Dateien oder ganze Systeme verschlüsselt und der Täter diese erste gegen eine Lösegeldzahlung wieder freigibt.

Insider-Bedrohungen

Manche Bedrohungen sind auch nicht technischer Natur und stammen von Personen innerhalb einer Organisation, die ihre Zugriffsrechte missbrauchen, um Schwachstellen auszunutzen oder sensible Informationen zu stehlen.

So schützt du dich beim Online-Trading

Nutze eine VPN (Virtuelles Privates Netzwerk)

Mit einem VPN sendest du deine Daten verschlüsselt über einen VPN-Server. Das ist besonders hilfreich bei Man-in-the-Middle-Attacken, da Hacker durch die Verschlüsselung keine Möglichkeit haben, deine Daten abzufangen, da diese sicher im VPN-Tunnel übermittelt werden.

Aber auch in legitimen öffentlichen WLAN-Netzwerken bietet es einen guten Schutz, wenn du dort Online-Trading betreibst, da diese Hotspots nur selten gut gesichert sind. Unbekannte, die mit demselben Netzwerk verbunden sind, können ohne große Schwierigkeiten Daten abfangen, die du beim Online-Trading oder bei anderen Online-Aktivitäten überträgst.

Darüber hinaus bieten Premium-VPN-Anbieter weitere Funktionen für mehr Cybersicherheit, die beim Online-Trading hilfreich sein können, wie einen Schutz vor Malware oder böswilligen Webseiten. Viele Anbieter haben eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie. Also teste ein VPN kostenlos, um den für dich besten VPN-Dienst zu finden.

Nutze nur seriöse Trading-Plattformen und Apps

Online-Trading lockt viele schwarze Schafe an, die mithilfe gefälschter Angebote und Webseiten an deine Daten gelangen wollen. Gehe daher sicher, dass du ausschließlich seriöse Anbieter für dein Online-Trading nutzt. Wenn dir ein Unternehmen nicht bekannt ist, informiere dich vorab über die Plattform, indem du zum Beispiel Bewertungen liest.

Achte außerdem bei vermeintlich bekannten Trading-Plattformen darauf, dass du die offizielle Webseite besuchst. Manchmal ändern Kriminelle nur eine Kleinigkeit in der URL, um die Seite wie das Original wirken zu lassen. Dasselbe gilt für Apps, die du fürs Trading herunterlädst; sei vorsichtig, dass du keinen Fake-Apps zum Opfer fällst.

Überwache deine Konten

Überwache deine Konten regelmäßige auf ungewöhnliche Aktivitäten, die du selbst nicht durchgeführt hast. Solltest du auf eine solche Aktivität stoßen, kontaktiere umgehend den Plattform-Anbieter, um den Vorfall zu melden.

Schütze deine Konten

Sichere all deine Online-Trading-Konten mit sicheren Zugangsdaten. Starke Passwörter sollten aus mindestens acht Zeichen mit Großbuchstaben, Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen bestehen. Wähle außerdem für jedes Konto unterschiedliche Kennwörter.

Sinnvoll ist ebenso eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Dadurch erschaffst du eine zweite Sicherheitsschicht für deinen Account. Selbst wenn es Hackern im Zuge einer Phishing-Attacke gelingen sollte, an deine Logindaten zu gelangen, benötigen sie für einen Kontozugriff einen zusätzlichen Code.

Gesunde Skepsis

Klicke nicht unbedarft auf Links in E-Mails oder öffne Anhänge. Vermeide Angebote in E-Mails oder in den sozialen Medien, die zu gut sind, um wahr zu sein. Der Aktientipp mit 100% Renditechance oder ein Jahr gratis Handeln auf einer Plattform ist niemals ein seriöses Angebot.

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