Bernard Storm zum neuen Vorsitzenden gewählt

IHK-Fachausschuss International sieht Chancen im Nahen und Mittleren Osten

Im Fokus der Sitzung stand die aktuelle Entwicklung im Nahen Osten. „Im Nahen und Mittleren Osten gibt es sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Zu den Chancen zählen die strategische Lage für den Handel und die Energieversorgung sowie das Potenzial für wirtschaftliches Wachstum und Entwicklung. Eine Herausforderung ist vor allem die politische Instabilität in der Region“, erklärte Storm.

„Der Krieg in der Ukraine hat auch Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage in den arabischen Staaten und hat das Wirtschaftswachstum dort gebremst“, erläuterte Elisabeth Strahl, Referatsleiterin Nah- und Mittelost, Nordafrika bei der DIHK. Noch seien die meisten Länder in der Golfregion die klassischen Lieferanten für Gas und Öl, aber in allen Ländern gebe es verstärkte Anstrengungen, die Wirtschaft zu diversifizieren. Auch das Selbstverständnis der arabischen Länder habe sich verändert. So trete Saudi Arabien verstärkt als geopolitischer Akteur innerhalb der G20-Länder auf. „Für die deutschen Unternehmen ergeben sich aus einer Vielzahl von Großprojekten in den Bereichen Infrastruktur, Erneuerbare Energien und Umwelt gute Geschäftsmöglichkeiten“, so Strahl. Die Ergebnisse der aktuellen Umfrage „AHK World Business Outlook“ zeigten zudem, dass die dort engagierten deutschen Unternehmen optimistisch auf ihre aktuelle Geschäftslage blicken.

Ausschussmitglied Maciej Danielak stellte im Rahmen der Sitzung die aktuelle Entwicklung beim Gastgeber, der Kampmann Group, vor. „Kampmann ist ein familiengeführter Betrieb, der seit Gründung im Jahr 1972 ein stetiges Wachstum verzeichnet. Mit aktuell mehr als 1.000 Beschäftigten entwickelt, produziert und vertreibt Kampmann Systeme aus den Bereichen Heiz-, Luft- und Klimatechnik“, so Danielak. Die Gruppe sei in über 50 Ländern aktiv. Neben einem Produktionsstandort in Polen gibt es noch Niederlassungen in London und Vancouver, mit denen die Vertriebstätigkeiten vor Ort unterstützt werden.

Der aus ehrenamtlich tätigen Unternehmerinnen und Unternehmern bestehende IHK-Fachausschuss International trifft sich dreimal jährlich. Seine Mitglieder tauschen sich regelmäßig mit Experten aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft aus und erarbeiten Positionen für die IHK-Vollversammlung.

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