Ein Leben für die Spagyrik
Interview mit Dr. Balmahnaden Gopalsamy Naidu, Geschäftsführer und Barbara Gopalsamy Naidu, Geschäftsführerin der PHYLAK Sachsen GmbH

Wirtschaftsforum: Herr Dr. Balmahnaden Gopalsamy Naidu, nach Ihrem Studium der Chemie in Russland und der Pharmazie in Lausanne haben Sie Ihr Leben ganz der Spagyrik gewidmet – was hat Sie an diesem Feld so fasziniert?
Dr. Balmahnaden Gopalsamy Naidu: Nach meinem Doktorstudium zum Thema Medizinalpflanzen kam ich im Rahmen meiner ersten Anstellung mit der Spagyrik in Kontakt und sah enormes Potenzial in den traditionellen Heilmitteln, die daraus entstehen konnten. Die Gründung eines Unternehmens, um dieses Ziel auch konsequent umzusetzen, war dann eher mit finanziellen als mit pharmazeutischen Herausforderungen verbunden – dieses Unterfangen konnten wir hier in der Schweiz nicht allein aus eigenen Mitteln bestreiten. Meine Frau, die aus der DDR stammt, fand gemeinsam mit meinem Schwiegervater in den Wendejahren auch durch die staatliche Gemeinschaftsaufgabe zur
Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur attraktive Grundstücke und Fördermöglichkeiten, sodass wir 1995 schließlich unser Unternehmen gründen konnten. Seitdem haben wir unseren Fertigungsstandort mehrmals erweitert und uns zudem mit einer Präsenz in meiner Heimat Mauritius und einer Niederlassung in der Schweiz entsprechend internationalisiert.
Wirtschaftsforum: Gleichzeitig hat sich Ihr Produktspektrum deutlich vergrößert.
Dr. Balmahnaden Gopalsamy Naidu: Schon als Newcomer mussten und wollten wir anders denken als die etablierten Wettbewerber. Themen wie Bewusstsein, Loslassen, Schuldgefühle, Wut, Enttäuschung, Selbstliebe waren uns wichtig – junge Menschen, die sich essenzielle Fragen stellen wie „Warum bin ich geboren? Wohin geht mein Leben?“, wollten wir mit den Mitteln der Spagyrik unterstützen, die anders denkt als die klassische Medizin. Denn wir arbeiten auf der körperlichen, seelischen und mental-psychisch-spirituellen Ebene gleichermaßen. Unsere homöopathischen Arzneimittel können wir aufgrund der bestehenden gesetzlichen Regelungen nur über Apotheken abgeben. Seit etlicher Zeit stellen wir jedoch auch Aurasprays für Themen wie energetischer Schutz, Glück und Erfolg sowie Kosmetikartikel, Shampoos, Seifen, Körperlotionen, Zahnpasta, Balsam und viele weitere Produkte her, die wir direkt an die Endkunden vertreiben dürfen.
Wirtschaftsforum: Was unterscheidet die Spagyrik von anderen sogenannten alternativen Heilverfahren?
Barbara Gopalsamy Naidu: Meinen Mann und mich fasziniert, dass das Endprodukt in Form der Urtinktur anders als in der klassischen Homöopathie überwiegend unverdünnt angewandt werden kann. Wir arbeiten auch mit toxischen Rohstoffen, wie etwa der Tollkirsche, deren toxische Inhaltstoffe durch das besondere Herstellungsverfahren in unseren Produkten nicht mehr enthalten sind. Darin sehen wir wichtige Ansätze für die Medizin von morgen, auch wenn wir uns nicht in Gegnerschaft zur traditionellen chinesischen Medizin, Ayurveda oder ähnlichen Stoßrichtungen verstehen – im Gegenteil: Wir würden uns über einen verstärkten Austausch mit anderen Fachbereichen ausdrücklich freuen und gerne intensivere Kontakte zu universitären oder klinischen Forschungseinrichtungen knüpfen, um der Spagyrik ihren gebührenden Platz einzuräumen. Denn auch wenn wir als Unternehmen in den letzten Jahrzehnten stark gewachsen sind, könnten wir klinische Zulassungsstudien nicht aus eigener Kraft stemmen, sondern möchten hier auf die Zusammenarbeit mit starken Partnern setzen. Denn in der heutigen Zeit ist eine starke wissenschaftliche Unterfütterung wahrscheinlich wichtiger als je zuvor. Die Coronapandemie hat dabei noch einmal zu einer neuen Offenheit geführt: Denn viele Menschen waren von der etablierten pharmazeutischen Industrie enttäuscht und sahen sich in diesem Zuge nach Alternativen um – weshalb dann auch die Spagyrik interessant wurde.










