Ursprüngliches Griechenland erleben

Interview mit Michael Karavás, Geschäftsführer der Attika Reisen GmbH & Co. KG

Wirtschaftsforum: Herr Karavás, erzählen Sie uns doch bitte etwas über Ihr Portfolio, für was steht Attika Reisen?

Michael Karavás: Attika Reisen – wir sind Griechenlandferien – so kann man es kurz zusammenfassen. Wir sind der größte Griechenlandspezialist auf dem deutschsprachigen Markt seit 1976 mit über 1.000 Hotels und Ferienunterkünften in Griechenland und Zypern. Wir bieten viele Inseln an, die man bei den Generalisten nicht findet, wie zum Beispiel Kefalonia, Lefkas, Thassos, Skiathos, Alonissos, Skopelos, Skyros, Limnos, Chios, Paros, Naxos, Syros, Andros, Amorgos, Milos, Folegandros, Ikaria, Leros, Patmos, Kalymnos und Karpathos. Auf den bekannten Inseln wie Kreta, Kos, Rhodos und Korfu bieten wir außer den guten bekannten Hotels eine Vielzahl ursprünglicher kleiner Pensionen und Appartementhäuser an und oft auch an Orten, wo die großen Veranstalter kein Angebot haben.

Wirtschaftsforum: Ihr Angebot für ein individuelles Griechenland-Ferienerlebnis reicht von Familienurlaub, Golfreisen und Inselhopping über Aktiv- und Erlebnisreisen bis hin zu All-Inclusive. Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Faktoren, die Griechenland zu einem lohnenswerten Reiseland machen?

Michael Karavás: Griechenland ist ein sicheres Reiseland. Man kann sich frei bewegen und bekommt, wenn man das möchte, leicht Kontakt zur einheimischen Bevölkerung. Man findet kristallklare Meere mit den für Südeuropa meisten Stränden, die mit der von der EU vergebenen blauen Flagge für Sauberkeit ausgezeichnet sind. Die griechische mediterrane Küche vor allem auf Basis von Olivenöl und frischem Gemüse ist beliebt und sehr gesund. Griechenland ist für Paare und Alleinreisende jeden Alters sowie für Familien eine geeignete Reisedestination (die Griechen sind sehr kinderlieb). Griechenland ist ideal zum Wandern, Radfahren und für viele Wassersportarten. Für die großen Inseln wie Kreta oder den Peloponnes bieten wir zur besseren Erkundung einen Mietwagen oder im Voraus konzipierte Mietwagenrundreisen an. Die Inseln (zum Beispiel die Kykladen) lernt man am schönsten beim Islandhopping oder einer Kreuzfahrt kennen. Für Bildungsinteressierte gibt es eine Fülle an Kulturevents und Konzerten und die vielen Ausgrabungsstätten aus antiker und byzantinischer Zeit ermöglichen eine Zeitreise in die Kulturgeschichte Europas.

Wirtschaftsforum: Griechenland hat harte Zeiten hinter sich, die Finanzkrise hat das Land schwer getroffen und die Folgen sind immer noch spürbar. Welchen Einfluss hatte und hat dies auf das Reiseverhalten der Deutschen?

Michael Karavás: Als die Staats- und Finanzkrise Hauptthema auf allen Nachrichtenkanälen und in allen Zeitungen war, hat das die Gäste erst einmal verunsichert. Fragen zur Sicherheit für Touristen oder die Sorge, man wäre als deutscher Urlauber nicht gern gesehen, haben sehr viele unserer Stammgäste gleich mit Nachrichten aus dem Land am besten beantworten können und natürlich mit Berichten nach ihrer Rückkehr, in denen sie versicherten, dass ein Urlaub in Griechenland durch die Krise nicht beeinträchtigt wurde. Inzwischen ist diesbezüglich längst Ruhe eingekehrt, das Vertrauen ist wiederhergestellt und Griechenland aufgrund seiner vielen Vorzüge wieder stark nachgefragt.

Wirtschaftsforum: Attika Reisen ist sowohl auf Instagram als auch auf Facebook aktiv. Welchen Einfluss hat Social Media auf Ihr Geschäft und wie nutzen Sie diese Kanäle hauptsächlich?

Michael Karavás: Social Media nutzen wir hauptsächlich für eine freundliche, nicht unbedingt geschäftliche Kommunikation mit unseren Kunden, in denen im Gegensatz zu der nahen Vergangenheit nicht nur junge Leute, sondern sogar Senioren an einem Informationsaustausch interessiert sind.

Wirtschaftsforum: Websites wie expedia und trivago machen es Nutzern leicht, ihre Reisen selbst zusammenzustellen. Was kann ein Anbieter wie Attika bieten, was diese Seiten nicht können?

Michael Karavás: Persönlicher Kontakt, individuelle Beratung und ein erstklassiges Produkt. Die langjährige Tätigkeit im Land ermöglicht uns die Auswahl von Unterkünften und Produkten des Landes, die möglichst nah am Geschmack unserer Gäste orientiert sind, während das auf das Produkt spezialisierte Personal in Deutschland den individuellen Wünschen der Gäste entsprechend maßgeschneiderte Reisen im Paket oder als Baustein anzubieten in der Lage ist. Bei der großen Auswahl der Angebote und der vielen speziellen Produkte (wie zum Beispiel Inselhüpfen) ermöglichen wir es den Gästen, die für sie passende Reise ohne zeitraubende Suche zu buchen. Meist doppelsprachige Reiseleiter in Griechenland auf allen Zielgebieten und Inseln stehen dem Reisenden als Ansprechpartner für Beratung und Hilfe jederzeit zur Verfügung.

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema Tourismus & Freizeit

Mut zum Risiko: Wie Wachstum in einem engen Markt gelingt

Interview mit Stefan Gabriel, CEO der Fortimo AG

Mut zum Risiko: Wie Wachstum in einem engen Markt gelingt

Der Schweizer Immobilienmarkt steht unter Druck: steigende Regulierung, begrenztes Bauland, verschärfte Finanzierungsvorgaben und eine anhaltend hohe Nachfrage. In diesem Spannungsfeld hat sich die Fortimo AG aus St. Gallen zu einem…

„Ein Apartment auf Rädern“

Interview mit Franz Wieth, Geschäftsführer der PROTEC GmbH & Co. KG

„Ein Apartment auf Rädern“

Wer im Wohnmobil unterwegs ist, kennt das Dilemma: Entweder man fährt ein kompaktes, wendiges Fahrzeug und verzichtet auf Platz – oder man wählt den Luxusliner in Omnibusgröße, der in jeder…

„Wenn die Schranke hinter einem zufällt, beginnt die Ruhe“

Interview mit Niels Stein, Geschäftsführer der Naherholungspark Arnumer See GmbH & Co. KG

„Wenn die Schranke hinter einem zufällt, beginnt die Ruhe“

Ein See, entstanden aus einer ehemaligen Kiesgrube. Ein Campingplatz, der über Jahrzehnte gewachsen ist. Und ein Ort, der heute für viele Menschen mehr ist als ein Ferienziel – eher ein…

Spannendes aus der Region München

Wert schaffen, wenn der Markt bremst

Interview mit Benjamin Johansson, Vorstand der GIEAG Immobilien AG

Wert schaffen, wenn der Markt bremst

Projektentwickler stehen seit Jahren unter Druck: Zinsen, Baukosten, geopolitische Unsicherheiten und ein deutlich vorsichtigerer Investmentmarkt haben die Spielregeln verändert. Für die GIEAG Immobilien AG ist diese Phase vor allem eines:…

Wie Begrünung das Büroklima prägt

Interview mit Markus Mohr, Geschäftsführer der Mohr Hydrokultur

Wie Begrünung das Büroklima prägt

Ob Großraumbüro, Co-Working-Space oder repräsentatives Headquarter: Unternehmen investieren heute stärker denn je in Arbeitsumgebungen, die Menschen anziehen – und im Alltag funktionieren. Begrünung spielt dabei eine wachsende Rolle, weil sie…

Pionier der Immobilienverrentung

Interview mit Özgün Imren, Geschäftsführer der DEGIV – Die Gesellschaft für Immobilienverrentung GmbH

Pionier der Immobilienverrentung

Immer mehr Menschen entdecken die Immobilienverrentung als Weg zu finanzieller Freiheit im Alter. Die DEGIV – Die Gesellschaft für Immobilienverrentung GmbH gehört zu den Pionieren dieser Entwicklung und zählt heute…

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr als ein Koffer: ein Statement

Interview mit Bernd Georgi, Geschäftsführer der Floyd GmbH

Mehr als ein Koffer: ein Statement

Als Bernd Georgi 2019 gemeinsam mit Geschäftspartner Horst Kern die ersten Koffer unter der Marke Floyd auf den Markt brachte, stand die Welt kurz vor einer Pandemie – ein denkbar…

Freiheit auf dem Wasser

Interview mit Cheryl Brown, Geschäftsführerin und Mike Greenup, Marketingdirektor der Crown Blue Line GmbH

Freiheit auf dem Wasser

Wer im Urlaub wirklich abschalten will, sucht oft nach etwas, das zugleich entschleunigt und inspiriert: morgens mit Blick aufs Wasser frühstücken, tagsüber durch Kanäle und Flusslandschaften gleiten, zwischendurch in kleinen…

Reisen im Umbruch: Warum persönliche Betreuung wieder zählt

Interview mit Thomas Klein, Vorstand der LCC Reisebüro AG

Reisen im Umbruch: Warum persönliche Betreuung wieder zählt

Reisen sind wieder fester Bestandteil von Geschäftsmodellen und Lebensentwürfen – aber sie werden anders geplant, anders gebucht und anders betreut als noch vor wenigen Jahren. Genau in dieser…

TOP