In ein Rebranding investieren? 5 Gründe, warum Sie verrückt wären es nicht zu tun

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Grund Nr. 1: Ihr Unternehmen gewinnt an Wert

Wussten Sie, dass Coca-Colas Markenwert höher ist als der tatsächliche Marktwert des Unternehmens? Der immaterielle Wert übersteigt die messbaren Faktoren laut einer Studie der Agentur “Interbrand” um 20 Milliarden USD. Es liegt auf der Hand, welcher Spielraum sich eröffnet, wenn ein Unternehmen seinen Markenstatus erhöht.

Natürlich hat nicht jeder das Budget von Cola, Amazon und Google. Und das ist auch gut so. Das Ziel eines Rebrandings ist nicht primär der Ausbau einer Monopolstellung. Es geht vielmehr um die Schnittstelle zwischen echten Kundenbedürfnissen und der eigenen Markenidentität. Wenn diese beiden Faktoren miteinander im Einklang sind, steigern Sie den Nutzen Ihrer Angebote und bauen sich nachhaltig eine Fangemeinde für Ihr Unternehmen auf – was automatisch dazu führt, dass Ihre Marke an Wert gewinnt.

Grund Nr. 2: Sie vereinfachen Marketing & Vertrieb

Marketing und Vertrieb leben jeweils in ihrem eigenen Universum. So sieht die traurige Realität in vielen Unternehmen aus. Doch was wäre, wenn beide Bereiche eine gemeinsame Leitidee hätten, die sie umzusetzen versuchen?

Das Marketing müsste nicht länger händeringend nach spannenden Themen suchen, um sie auf Social Media zu posten – ohne zu wissen, was den Kunden tagtäglich beschäftigt. Und der Vertrieb müsste sich nicht länger ausufernden Argumentationen hingeben, warum das eigene Produkt so viel besser ist als das der Mitbewerber.

Ein Rebranding schafft ein gemeinsames Verständnis für die Einzigartigkeit des Unternehmens. Das Marketingteam hat folglich eine klare Strategie, wie es den Markenkern für den Kunden auf allen Kanälen sichtbar, spürbar und erlebbar macht. Der Vertrieb kann Verkäufe einfacher abschließen, weil die Markenstrategie die Vorarbeit übernimmt. Die Marke legt bereits im Vorfeld offen, welchen Wert das Unternehmen für den Kunden stiftet.

Isabell Schäfer
„Ein Rebranding schafft ein gemeinsames Verständnis für die Einzigartigkeit des Unternehmens.“ Isabell SchäferDesignerin und Querdenkerin

Grund Nr. 3: Sie sind ein gefragter Arbeitgeber

Die Markenbekanntheit eines Unternehmens ist für die meisten Menschen ein ausschlaggebender Faktor bei der Jobsuche. Was auffällt: Bewerbern geht es vor allem darum, sich mit einem Unternehmen identifizieren zu können. Doch wie soll eine Fach- oder Führungskraft sich mit einem Unternehmen abgleichen, das kein Profil hat?

Ein Rebranding taucht tief in die Unternehmenskultur ein und fordert Entscheidungen. Zum Beispiel wofür das Unternehmen (ein-)steht, gegen welche Entwicklungen es sich ausspricht und welchen Werten es sich verpflichtet fühlt. Aus dieser Klarheit entsteht ein Anker für neue Mitarbeiter, die genau diese Überzeugungen teilen. Auf diese Weise gewinnt Ihr Unternehmen nicht nur einfacher Mitarbeiter, sondern vor allem solche, die perfekt zum Unternehmen passen.

Grund Nr. 4: Sie erreichen bessere Kunden

Während eines Rebranding-Prozesses tauchen Sie tief in die Welt Ihres Kunden ein. Sie werfen Annahmen und Vermutungen über Bord und sammeln stichhaltige Aussagen, welche die tatsächlichen Bedürfnisse Ihres Kunden abbilden. Durch die intensive Auseinandersetzung finden Sie heraus, welche Botschaften genau die Art von Kunden anziehen, die zu Ihrer Unternehmenskultur passen. „Bessere“ Kunden sind nicht nur diejenigen, mit denen Sie gerne zusammenarbeiten, die Ihre Leistung schätzen und die den aufgerufenen Preis anstandslos bezahlen. Sie zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie Ihrem Unternehmen treu sind.

Der positive Nebeneffekt, der sich aus der Kundenzentrierung ergibt: Sie erhalten unzählige Ideen für neue Produkte und Dienstleistungen – solche, die Ihren Kunden wirklich weiterhelfen.

„Ein Rebranding sorgt für einen Auftritt mit Ecken und Kanten. Es formt ein Profil, das aus der Masse hervorsticht.“ Isabell SchäferDesignerin und Querdenkerin

Grund Nr. 5: Sie unterscheiden sich vom Wettbewerb

Nehmen Sie sich einmal zehn Minuten Zeit, um die Einstiegstexte von Unternehmenswebseiten zu lesen. Innerhalb kürzester Zeit wird Ihnen auffallen, dass die meisten Buchstaben austauschbar aneinandergereiht sind. „Wir stehen für Qualität, Innovation und Kundennähe“, „Wir sind Ihr kompetenter, starker, zuverlässiger … Partner“. So oder so in etwa lauten die häufigsten Aussagen. Damit unterscheidet sich heutzutage keiner mehr vom Wettbewerb.

Ein Rebranding sorgt für einen Auftritt mit Ecken und Kanten. Es formt ein Profil, das aus der Masse hervorsticht. Es macht sichtbar, welche Haltung hinter dem Unternehmen steht. Dazu braucht es Mut, keine Frage. Dafür werden Sie auf der Startseite keine langweiligen Texte mehr finden. Stattdessen lesen Ihre Kunden Botschaften, welche die unverwechselbare Unternehmensidentität auf den Punkt bringen.

Fazit

Wer behauptet, ein Rebranding wäre für den Unternehmenserfolg nicht erforderlich, unterschätzt die positiven Auswirkungen des Prozesses. Märkte sind zunehmend gesättigt, Produkte sind austauschbar – die Identität Ihres Unternehmens nicht. Sie ist einzigartig. Es gibt kein Unternehmen, das exakt so ist wie Ihres. Sobald Sie aus diesem Ursprung heraus einen echt Wert für Ihre Kunden stiften, haben Sie sich mit einem ersten Schritt vom Preiskampf Ihrer Mitbewerber entfernt.

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