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Gastro-Marketing, Schritt 3: Die Aufweck-Kür

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Medien mit im Boot

Mediale Werbung zu schalten kostet Geld, weshalb man Anzeigen wohldosiert einsetzen sollte.

Was aber von den Regionalmedien immer gesucht wird, sind Inhalte von Nachrichtenwert. Und genau das sollte man nutzen, denn es ist de facto kostenlose Werbung. Einige Beispiele:

  • Eine Pressemittelung für die Neueröffnung schreiben und sie an die Lokalzeitung, Stadtmagazine, Anzeigenblätter, örtliche TV- und Radiostationen usw. senden mit der Einladung an Pressevertreter, beizuwohnen.
  • Bei den lokalen Medien nach Zusammenarbeit fragen. Bei Restaurants etwa im Bereich regelmäßiger Koch-Tipps, Kooperationen („Das Wetter präsentiert Ihnen Gasthaus XYZ“) etc.
  • Sich an Fachmagazine („Feinschmecker“, „Restaurant Magazine etc.) wenden

Eine gute Presse kann jeder gebrauchen – dazu muss man aber den Pressevertretern oft einen Stups geben.

Blogger, Influencer, Instagrammer

Eine gute Kritik eines angesehenen Restauranttesters ist ein gastronomischer Ritterschlag. Doch für die große Gästemasse zählen nicht die Artikel solcher Profis, sondern das, was ihnen Influencer und Blogger vorgeben.

  • Der große Vorteil: Sie unterliegen keinerlei Druck durch Redaktionen
  • Der große Nachteil: Influencer/Blogger sind wählerisch über das, was sie berichten

Die simpelste Vorgehensweise: Einfach anschreiben. Dabei braucht man kein Blatt vor den Mund zu nehmen, diese Leute wissen, dass man ihre Bekanntheit als Marketing-Vehikel nutzen möchte.

Aber sie bekommen solche Anfragen eben sehr häufig, weshalb man ein Ziel verfolgen sollte, von dem beide Seiten profitieren.

Die großen Ratgeberseiten im Netz

Ebenfalls widmen sollte man sich den großen Ratgebern im Netz.

Doch geht es in diesem Punkt weniger um den Gast als solchen, sondern eher darum, wie man es ihm noch angenehmer macht. Unser Blog ist dafür ein schönes Beispiel. Doch es geht noch weiter:

  • Einrichtungsseiten
  • Koch-Ratgeber
  • Marketingportale
  • Kulinarik-Foren

Alle davon bieten für Gastronomen einen gigantischen Wissensschatz an, ohne dass man dafür auch nur einen Cent bezahlen müsste. Hier sollte man eine für sich passende Liste an Browser-Lesezeichen erstellen und immer wieder vorbeischauen.

Neue Wissensbausteine findet man immer und dabei oft genug Goldkörnchen, die, appliziert im eigenen Haus, unschätzbar wertvoll sein können.

Themenabende und Specials

Weiter oben wurde es in der Beispiel-Restaurantvorstellung angeschnitten:

„… sowie regelmäßige kulinarische Highlights anderer Küchen“.

Tatsache ist, dass ein Restaurant nur davon profitieren kann, wenn es in gewissen Abständen aus der normalen Routine ausbricht. Das geht, indem man für kurze Zeit zusätzlich etwas vollkommen anderes offeriert.

Das können Mottopartys sein. Kulinarische Thementage, Kochkurse, Zusatzveranstaltungen, etwa Ausstellungen. Wichtig ist nur: 

  1. Es darf nicht zu häufig, aber auch nicht zu selten stattfinden. 2-4mal jährlich ist ein guter Mittelwert
  2. . Es muss thematisch zur Ausrichtung des Restaurants passen 
  3. Es sollte immer wieder neu und anders sein. Jede Aktion muss einzigartig sein

Solche Specials schaffen (natürlich zuvor gut kommuniziert) starke Anreize für Besucher, machen das Restaurant breiter bekannt und steuern auch seinen Ruf in eine positive Richtung.

Prüfen, checken, verbessern

Doch egal, was man im Einzelnen tut: Niemals sollte man sich auf den Lorbeeren ausruhen. Zu verbessern gibt es auch im bestlaufenden Haus immer etwas. Und man sollte sich auch nicht davor scheuen, es zu tun, selbst wenn man immer im Hinterkopf hat „never change a winning team“.

Fazit

Überraschend häufig läuft es in Gastronomiebetrieben nicht deshalb schlecht, weil sie schlecht geführt werden, sondern weil das Marketing nachlässig ist. Wer hier beim Übernehmen ansetzt, kann enorm viel erreichen, ohne das Haus grundlegend zu verändern – denn auch ein schlecht laufender Betrieb hat meist Dinge, für die er wohlbekannt ist.

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