Mit höchster Qualität auch jüngere Käufer erreichen

Interview mit Consuelo Vignando, Sales Managerin der PRESOTTO INDUSTRIE MOBILI S.p.A.

„Wir haben uns schon immer als Innovationsmotor gesehen“, beschreibt Consuelo Vignando, Sales Managerin der PRESOTTO INDUSTRIE MOBILI S.p.A. „Und wir haben auch immer viel in Forschung und Entwicklung investiert. Uns war es stets ein Anliegen, eine Verbindung zu schaffen zwischen den Wünschen der Kunden und unserer Art, die Möbel zu bauen. So waren wir die ersten Möbelhersteller, die Naturstein in dünnen Lagen auf Holzverkleidungen aufgebracht haben.“

PRESOTTO INDUSTRIE MOBILI fertigt sämtliche Möbel in Italien und hat dabei auch stets die Nachhaltigkeit im Blick. Das Produktspektrum des italienischen Unternehmens reicht von Sideboards und Tischen, über Stühle und Sofas bis hin zu Schränken und Betten. Absolute Topseller des Sortiments sind die Kollektionen Tecnopolis und I-ModulART.

Digitales Marketing

Gegründet wurde die von Präsident Cavaliere Luciano Biscontin geführte PRESOTTO INDUSTRIE MOBILI 1948. Heute beschäftigt das Unternehmen 100 Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz von 13 Millionen EUR. Vor etwa 20 Jahren startete der Möbelhersteller seine internationalen Aktivitäten. Die wichtigsten Märkte in Europa sind Frankreich, Deutschland und Belgien sowie Großbritannien. Darüber hinaus ist PRESOTTO INDUSTRIE MOBILI auch in Russland und den Staaten der früheren UdSSR aktiv sowie in den USA und Südostasien – hier vor allem in China und Vietnam.

Insgesamt machen die Exporte rund 30% des Umsatzes aus. Verkauft werden die Möbel in Mono- und in Multibrandläden von Partnerfirmen. Zudem unterhält PRESOTTO INDUSTRIE MOBILI einen Flagshipstore in Mailand und möchte weitere dieser Geschäfte in Vietnam und New York eröffnen. Im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern ist das Unternehmen mit Ausnahme des Salone del Mobile in Mailand nicht auf Messen präsent. Stattdessen liegt der Schwerpunkt auf digitalem Marketing sowie - vor Corona - auf Events für die Kunden.

In Italien sehr bekannt

„Unseren anspruchsvollen Kunden bieten wir Produkte, die sich durch gutes Design, hohe Qualität und ausgewählte Materialien auszeichnen“, betont Consuelo Vignando. „Außerdem sind unsere Servicemitarbeiter bestens geschult und sprechen alle europäischen Sprachen. Jeder Kunde hat seinen festen Ansprechpartner, der sich um seine Anliegen kümmert.“

Weiter werden Kunden durch die Internetseite sowie Präsenz in den sozialen Medien und mittels klassischer Kataloge angesprochen. „In Italien sind wir als Marke sehr bekannt“, erläutert die Sales Managerin. „Das liegt nicht zuletzt an dem hohen Anspruch, den wir an die Qualität unserer Produkte stellen. Vieles an unserer Fertigung ist automatisiert, doch wesentliche Teile werden nach wie vor mit höchster handwerklicher Sorgfalt hergestellt.“ Trotz der großen Bekanntheit in Italien möchte Consuelo Vignando künftig auch jüngere Käuferschichten ansprechen. Bislang ist die typische Käuferin eine qualitätsbewusste Frau von 35 Jahren.

„Jetzt richten wir unseren Fokus auch auf ein zahlungskräftiges jüngeres Publikum“, so die Sales Managerin. „Sie sind unsere Stammkunden von morgen. Deshalb haben wir nicht nur unsere digitale Kommunikation intensiviert, sondern auch unser Design und unsere Kataloge in Richtung dieser Zielgruppe verändert.“ Für Consuelo Vignando stehen die bessere Wahrnehmung der Marke PRESOTTO INDUSTRIE MOBILI in der Öffentlichkeit sowie Umsatzwachstum als wichtigste Aufgaben für die kommenden Jahre im Vordergrund. Außerdem möchte sie die Internationalisierung weiter vorantreiben.

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Aktuellste news

Lernen im digitalen Zwilling. Wie Unternehmen ihre Mitarbeiter auf die Zusammenarbeit mit KI und Robotern vorbereiten

Lernen im digitalen Zwilling. Wie Unternehmen ihre Mitarbeiter auf die Zusammenarbeit mit KI und Robotern vorbereiten

Hallen, Maschinen und Kennzahlen in einer einzigen Browseransicht: Was früher Spezialsoftware erforderte, lässt sich heute per Link teilen. Fachabteilungen, Management und Service sprechen dadurch früher über denselben Raum, und Entscheidungen…

Eurozone und Staatsschulden: Warum Deutschland anders investieren könnte

Eurozone und Staatsschulden: Warum Deutschland anders investieren könnte

Frankreichs Schuldenprobleme werfen eine grundsätzliche Frage auf: Sollte Deutschland seine vergleichsweise hohe Kreditwürdigkeit ausschließlich zur Begrenzung der Staatsverschuldung nutzen? Ein ungewöhnlicher Vorschlag sieht vor, mit zusätzlichen Krediten produktive Vermögenswerte im…

Japans Zinswende: Warum steigende Zinsen die Weltbörsen belasten könnten

Japans Zinswende: Warum steigende Zinsen die Weltbörsen belasten könnten

Japan hebt seinen Leitzins auf den höchsten Stand seit 31 Jahren. Was zunächst wie eine nationale geldpolitische Entscheidung aussieht, könnte internationale Folgen haben. Denn über Jahrzehnte haben Investoren günstige Yen-Kredite…

Aktuellste Interviews

Software für den Praxisalltag

Interview mit Fabian Gundlach, Geschäftsführer der ergosoft GmbH

Software für den Praxisalltag

Aus einer Abrechnungssoftware für Psychotherapeuten ist bei ergosoft über drei Jahrzehnte eine umfassende Lösung für den Praxisalltag entstanden. Geschäftsführer Fabian Gundlach setzt auf Spezialisierung, engen Kundenkontakt und neue Technologien wie…

Schnell reagieren können

Interview mit Steven Herpichböhm, CTO der Gramß GmbH Kunststoffverarbeitung

Schnell reagieren können

Wie wird aus einem kleinen Familienbetrieb ein hochmoderner Kunststoffspezialist mit 150 Maschinen? Steven ­Herpichböhm, CTO der Gramß GmbH in Spechtsbrunn bei Sonneberg, kennt die Antwort. Im Interview spricht er über…

„Die ESA sagte uns, was wir machen, sei unmöglich!“

Interview mit Tom Segert, Mitgründer und CEO der Berlin Space Technologies GmbH

„Die ESA sagte uns, was wir machen, sei unmöglich!“

Kaum ein Unternehmen dürfte derart komplex zu gründen und zu skalieren sein wie ein Satellitenhersteller: Tom Segert und seine Partner haben es dennoch getan – mit beachtlichen Erfolgen, die sich…

TOP