Weltmarktführer für Solarmodule

JinkoSolar

„Eine der Fabrikationen funktioniert komplett ohne Mitarbeiter“, beschreibt Frank Niendorf, General Manager Europe. Nach seinem BWL-Studium sowie der Ausbildung zum Diplom-Kaufmann war Frank Niendorf zunächst bei Schott Solar angestellt, bevor er seine Tätigkeit bei der AG begann. „Eine Fabrik 4.0 – das ist selbst für chinesische Firmen einzigartig“, so Frank Niendorf.

Die Jahreskapazität des Konzerns beträgt heute vollintegrierte zehn Gigawatt Solarmodule. „Der JinkoSolar Konzern bedient die komplette Wertschöpfungskette von der Entwicklung über die Forschung bis hin zur Herstellung von Wafer, Zellen und Solarmodulen in den Bereichen Poly und Mono“, erklärt Frank Niendorf. „Wir fertigen heute Solarmodule, die immer leistungsstärker werden und über eine Leistung von bis zu 335 Watt-Peak auf 60-Zell-Basis beziehungsweise bis zu 400 Watt-Peak auf 72-Zell-Basis verfügen. Der Wirkungsgrad wird immer besser.“

Das Unternehmen realisiert zudem auch eigene Solarparks. Bei solchen größeren Projekten steigt JinkoSolar auch in die Rolle des EPC und Investors ein. „Der Mutterkonzern JinkoSolar agiert in China bereits als eigenständiger Energiekonzern. „In Zukunft könnten wir das auch auf andere Märkte übertragen“, verrät Frank Niendorf.

Eine Firma – viele Töchter

Seine über 12.000 Mitarbeiter verteilt der weltweit tätige Konzern auf sechs Produktionsstätten, unter anderem mit Standorten in China, Malaysia und USA sowie auf mehrere Vertriebsniederlassungen, die sich unter anderem in China, Schweiz, Türkei und den Vereinten Arabischen Emiraten befinden. Hinzu kommen die Tochterfirmen das Konzerns, zu denen neben der JinkoSolar AG in der Schweiz auch Unternehmen in Deutschland, Italien und den Vereinigten Staaten zählen.

„Eine Fabrik 4.0: Das ist selbst für chinesische Firmen einzigartig“ Frank NiendorfGeneral Manager Europe

Weltweit grösster Solarmodulhersteller

Nach seiner Gründung in China 2006 folgten wenige Jahre später der Beginn der Wafer- sowie Zellen- und Modulherstellung. Vier Jahre nach seiner Gründung erlebte der Konzern eine Notierung an der New Yorker Börse. Bereits 2011 zählte er zu den weltweit sechs größten Solarmodulherstellern.

Seit 2016 ist das Unternehmen, das seine Belange von seinem Hauptsitz in Jiangxi und somit weiterhin von China aus steuert, der weltweit größte Solarmodulhersteller. Damit hat es das Unternehmen innerhalb von zehn Jahren vom Start-up zum Weltmarktführer für Solarmodule geschafft. Und das soll weiterhin so bleiben: „Auch 2019 haben wir wieder das Ziel, als weltweit größter Solarmodulhersteller gelistet zu sein“, so Frank Niendorf, der bereits seit sieben Jahren als General Manager Europe innerhalb des Unternehmens tätig ist, mit Blick in die Zukunft.

Umsatzsteigerung 2019 geplant

Insgesamt hat der Konzern 2017 drei Milliarden EUR umgesetzt. Für 2019 plant das gesamte Unternehmen eine weitere deutliche Steigerung des Liefervolumens. „Der Spagat zwischen Umsatz und Gewinn ist in unserer Branche nur durch höchste Qualität und modernste Fertigungstechnologie zu erzielen“, betont der General Manager Europe und beschreibt eine Herausforderung, vor der das Unternehmen in den vergangenen Jahren regelmäßig stand: „Der Preisverfall der Solarbranche war in den letzten Jahren extrem stark. Die Prozentzahl lag im zweistelligen Bereich. Das können wir nur mit der Top-Qualität unserer Produkte ausgleichen.“

Das alte Vorurteil, dass chinesische Firmen nur kopieren könnten, stimme heute nicht mehr, wie Frank Niendorf bekräftigt. „Heute haben chinesische Unternehmen einen der höchsten Anteile an modernster Technologie, Entwicklung und Mitarbeiter-Know-how. Wir haben beispielsweise Solarmodule, die auf beiden Seiten Energie erzeugen können.“

Der Markt für erneuerbare Energien sei ein weltweiter Wachstumsmarkt, so Frank Niendorf und ergänzt: „Insbesondere der Solarmarkt, seitdem wir die ‘grid parity’ erreicht haben. Das heißt: Solarstrom ist heute in der Herstellung teilweise günstiger als andere Energieträger.“

„Auch 2019 wollen wir der größte Solarmodulhersteller weltweit sein.“ Frank NiendorfGeneral Manager Europe

Produkte mit hoher Qualität

Bei seinen Produkten legt JinkoSolar durchgehend viel Wert auf hohe Qualität. Zu den Standardprodukten zählt JKM 275/280 PP-60, das mit fünf BusBar und Antireflexbeschichtung für hohe Lichtabsorption und geringe Verluste ausgelegt ist.

Ebenfalls für diese Lasten zertifiziert ist das Standardmodul JKM Eagle Perc JKM 300-320 M-60, das zudem dank überlegener Produktionstechnologie einen hohen Wirkungsgrad erzielt. Die Antireflexbeschichtung erhöht die Licht-Absorption und reduziert die Ablagerung von Oberflächenstaub. Optisch beweist es ein edles Erscheinungsbild.

Nicht auf Erfolg ausruhen

„Wir müssen uns in Zukunft noch breiter aufstellen“, sagt Frank Niendorf mit Blick in die Zukunft und auf mögliche Änderungen wie die Ausweitung des Unternehmens als Energiekonzern oder die Aufnahme neuer Leistungen.

2019 ergänzt Spanien die wichtigsten Absatzmärkte der Europäischen Zentrale: „Spanien wird ab diesem Jahr höchstwahrscheinlich sogar wieder der größte Solarmarkt Europas. Der zweitgrößte ist Deutschland. Ebenfalls zu den wichtigen Absatzmärkten zählen Italien, Großbritannien oder die Niederlande“, zählt der General Manager Europe auf.

Aber auch die skandinavischen Märkte seien bis heute immer wichtiger geworden. Viele der Projekte gewinnen in diesen Tagen dank der Netzparität wieder an Größe. „Die Konsolidierung in der Branche ist noch nicht vorbei. Wir rechnen damit, dass es in absehbarer Zeit maximal noch fünf größere Player im Bereich der Solarproduktion geben wird“, sagt Frank Niendorf. „Einer davon ist mit Sicherheit JinkoSolar.“

Immer im Blick hat das Unternehmen dabei seine Vision: Die Art der Erzeugung und Nutzung von Strom verändern, das Energie-Portfolio optimieren und Verantwortung übernehmen. Außerdem hat es sich zum Ziel gesetzt, eine nachhaltige Zukunft zu ermöglichen, indem es sauberste, effiziente und wirtschaftliche Solarenergie-Lösungen entwickelt und anbietet.

Dabei legt JinkoSolar Wert darauf, sowohl Kunden als auch Lieferanten, Mitarbeiter und Aktionäre fair zu behandeln sowie einen ehrlichen und vertrauenswürdigen Umgang miteinander zu pflegen. Dabei sollen nachhaltige Beziehungen entstehen, indem eine Vertrauensbasis bei den Kunden aufgebaut wird.

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