Virtuellen Server mieten: Die wichtigsten Tipps

Virtueller Server - was ist das eigentlich?

Ein virtueller Server bezieht sich auf eine virtuelle Maschine (VM), die mithilfe spezifischer Software auf einem physischen Hardware-Server kreiert wird. Obwohl ein virtueller Server nicht physisch existiert, imitiert eine solche Maschine das Verhalten eines realen Servers und bietet Zugang zu Ressourcen wie zum Beispiel:

• Prozessorleistung,
• Schnittstellen,
• Speichermedien
• und RAM.

Diese virtuelle Einheit wird einem realen Hardware-System zugewiesen und befindet sich auf einer materiellen Maschine. Es ist möglich, zahlreiche virtuelle Server auf einem einzigen physischen Server zu betreiben. Virtuelle Server werden aufgrund ihrer vielfältigen Vorteile bevorzugt eingesetzt. Wenn Sie einen vServer mieten, können Sie ihn beispielsweise für das Testen anderer Betriebssysteme, das Ausprobieren neuer Software oder das Überprüfen unbekannter Dateien auf Malware in einer sicheren Umgebung (Sandboxing) nutzen. Sie bieten zudem finanzielle Einsparungen bei der Wartung, Kühlung und Energieverbrauch, was sie insbesondere für Firmen mit umfangreichen Datenzentren oder hohem Bedarf an Rechenressourcen attraktiv macht.

Darauf sollten Sie bei der Auswahl eines virtuellen Servers achten

1. Datenschutz und -Sicherheit

Der Schutz ihrer Daten sollte mindestens den europäischen, idealerweise aber den deutschen Datenschutzstandards einschließlich der damit verbundenen Datensicherheit entsprechen. Daher ist es vorteilhaft, wenn die Server des Anbieters in Deutschland stehen. Einige Anbieter bieten hierzu eine Wahlmöglichkeit an. Speziell bei Cloud-Hosting-Anbietern ist es nicht unüblich, dass sich Firmensitz und Serverstandort nicht im selben Land befinden. Auch wenn die Server außerhalb Deutschlands stehen, kann das deutsche Bundesdatenschutzgesetz Anwendung finden, sofern sich die Server nur im Ausland befinden.

Des Weiteren sollten Sie prüfen, ob die Rechenzentren des Anbieters über die notwendigen Zertifikate verfügen. Von besonderer Bedeutung ist hier die Zertifizierung nach DIN ISO 27001 durch den TÜV. Diese Norm befasst sich mit den Voraussetzungen für die Einführung, Verwirklichung, Aufrechterhaltung und kontinuierliche Verbesserung eines dokumentierten Informationssicherheits-Managementsystems.

2. Hohe Ausfallsicherheit

Idealerweise setzt der Provider schnelle und ausfallsichere Speichersysteme mit Flash-basierten Solid State Drives (SSD) in einem Storage Area Network (SAN) ein. Diese sind notwendig, um auch bei hoher Input- und Output-Last einen schnellen Datenzugriff auf den virtuellen Server zu gewährleisten. Werden die Anwendungen in mindestens zwei räumlich getrennten Rechenzentren betrieben, bleiben die Daten auch bei Ausfall eines Rechenzentrums verfügbar.

3. Umfassendes Backup-System

Der Anbieter sollte eine Backup-Lösung anbieten, die es ermöglicht, die Nutzerdaten sowohl automatisch als auch auf Anforderung verschlüsselt zu sichern und in einem räumlich getrennten Bereich zu speichern. Dadurch wird sichergestellt, dass die Daten auch nach einem Schadensfall am virtuellen Server, wie z.B. einem Brand, sicher sind und wiederhergestellt werden können. Für die Wiederherstellung oder Zusammenführung von Daten ist auch eine einfache Snapshot-Funktion entscheidend. Diese Option ermöglicht es dem Benutzer, einen bestimmten Zustand der virtuellen Maschine festzuhalten und bei Bedarf zu diesem Zustand zurückzukehren.

4. Detaillierte Monitoring-Funktionalität

Das Monitoring-Panel bietet Ihnen umfangreiche Monitoring-Tools, mit denen Sie jederzeit alle wichtigen Systemparameter des virtuellen Servers im Blick haben. Dabei wird nicht nur die Gesamtleistung jeder virtuellen Maschine überwacht, sondern auch spezifische Leistungsdaten wie CPU, RAM, SSD-Speicher, Netzwerkverkehr und Port-Aktivitäten der gesamten Infrastruktur analysiert. Dies ermöglicht es dem Benutzer, effizient zu beurteilen, wie die IT-Infrastruktur die verfügbaren Ressourcen nutzt. Durch den Einsatz dieser Überwachungs- und Analysefunktionen können Ressourcen effizienter verwaltet, potenzielle Engpässe proaktiv angegangen und letztendlich Kosten reduziert werden.

Fazit

Virtuelle Server sind eine kostengünstige und sehr leistungsfähige Option, um Anwendungen, Websites oder Services in der Cloud zu betreiben.

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Aktuellste news

Sicher entscheiden: Das macht gute Betreuung beim Immobilienverkauf aus

Sicher entscheiden: Das macht gute Betreuung beim Immobilienverkauf aus

Vor der finalen Beauftragung eines Maklers vergleichen die meisten Eigentümer zwei Zahlen: den vorgeschlagenen Angebotspreis und die Provision für die Vermittlung. Beide wirken greifbar, vermeintlich leicht gegenüberzustellen. Doch über den…

Wachstum vor den Toren der Metropolen: Warum das Umland für Unternehmen wichtiger wird

Wachstum vor den Toren der Metropolen: Warum das Umland für Unternehmen wichtiger wird

Rund die Hälfte der Einwohner Deutschlands wohnt in einer Großstadt. Dennoch zeigen sich dort, vor allem in den letzten zehn Jahren, erhebliche Veränderungen. So verloren Großstädte jüngst mehr als 130.000…

Unsichtbare Verluste: Warum fehlende Bestandstransparenz Mittelständler jährlich fünfstellige Summen kostet

Unsichtbare Verluste: Warum fehlende Bestandstransparenz Mittelständler jährlich fünfstellige Summen kostet

In vielen mittelständischen Unternehmen entstehen Jahr für Jahr erhebliche Verluste, die in keiner Gewinn- und Verlustrechnung als eigener Posten auftauchen. Sie verstecken sich zwischen den Zeilen: in doppelt gekauften Geräten,…

Aktuellste Interviews

„China-Speed“ beim Laserschweißen

Interview mit Richard Steinbrecht, Geschäftsführer der iQLASE GmbH

„China-Speed“ beim Laserschweißen

Aus Lessmüller und Blackbird, zwei etablierten Laserschweißunternehmen, wurde kürzlich iQLASE: eine Fusion, von der sich Geschäftsführer Richard Steinbrecht nicht nur eine stärkere Marktposition durch klare Synergieeffekte, sondern auch zusätzliche Innovationskraft…

„Viele Organisationen wissen gar nicht, wie sie im Detail arbeiten!“

Interview mit Dr. Andreas Löhr, Geschäftsführer der Linova Software GmbH

„Viele Organisationen wissen gar nicht, wie sie im Detail arbeiten!“

Digitalisierungsprojekte liegen auf der Straße, nicht nur in der Industrie, sondern auch in stark regulierten Branchen wie der Pharmaindustrie sowie der Luft- und Raumfahrttechnik. Die Linova Software GmbH…

Vom Werbemittelhändler zur ­Corporate-Fashion-Plattform

Interview mit Christof Kunze, Geschäftsführer der Gustav Daiber GmbH

Vom Werbemittelhändler zur ­Corporate-Fashion-Plattform

Mit kaum einem anderen Produkt können Mitarbeiter ihre Identifizierung mit ihrem Unternehmen so sichtbar und nachhaltig zeigen wie mit gebrandeten Workwear- und Corporate-Fashion-Outfits: Hierfür hält die Gustav Daiber GmbH seit…

TOP