Stählerne Vielfalt

Interview mit Christian Stauber, Geschäftsführer der STAUBER GmbH Metalltechnologie

Wirtschaftsforum: Herr Stauber, geben Sie uns doch zunächst einen kurzen Überblick über Ihr Unternehmen.

Christian Stauber: Mein Vater hat die Firma 1989 gegründet. Seitdem sind wir im Bereich Werkzeugstahl tätig und bieten Halbzeuge an. Unsere Stärke war immer unsere Mannigfaltigkeit. Wir bieten von einem bis 1.000 Stück alles an, in jeder Stärke von 2 mm bis 300 mm. Dieses große Spektrum hat uns auch über die Coronakrise geholfen. Wir beliefern alle Unternehmen, die eine Zerspanung haben. Seit vier Jahren bieten wir neben dem Werkzeugstahl auch Edelstahl an. Denn die Tendenz geht dahin, hochlegierte Werkzeugstähle durch magnetische Edelstähle zu ersetzen. Automobilhersteller benötigen jetzt auch im Zuge der E Mobilität und Wasserstofftechnik deutlich mehr Edelstahl. Auf diesen Zug sind wir erfolgreich aufgesprungen.

Wirtschaftsforum: Wie hat sich das wirtschaftlich ausgewirkt?

Christian Stauber: 2022 hatten wir ein sehr erfolgreiches Jahr mit einem Umsatz von knapp neun Millionen EUR. Schon vor zwei Jahren haben wir einen Sprung nach oben gemacht. Wir haben damals unsere zwei Standorte in einem Neubau mit einer großen Halle und großem Lager zusammengeführt. Dadurch hatten wir ganz neue Möglichkeiten. Wir werden auch weiterhin investieren, unter anderem in eine Wasserstrahlanlage, und unser Portfolio erweitern.

Wirtschaftsforum: Wodurch sticht STAUBER am Markt besonders heraus?

Christian Stauber: Wir sind nicht nur Händler, sondern auch Hersteller von Präzisionsflachstählen und von bearbeiteten Werkzeugstählen. Davon gibt es nicht viele in Deutschland. Wir produzieren also selbst und liefern jede Abmessung, und zwar innerhalb von 24 Stunden. Dabei bieten wir Präzision und Qualität. Seit vergangenem Jahr sind wir auch Vertriebspartner von TOOLOX, einem schwedischen Hersteller, und damit zu dessen zweitem Stützpunkt geworden.

Wirtschaftsforum: Wie würden Sie die Erfolgsfaktoren von STAUBER zusammenfassen?

Christian Stauber: In jüngerer Zeit spielt unser Neubau mit der entsprechenden technischen Ausstattung und Außendarstellung eine wichtige Rolle. Unseren Kunden und Interessenten können wir vermitteln, dass wir zuverlässig und prozesssicher sind. Das ist gerade in der heutigen Zeit extrem wichtig. Den Servicegedanken haben wir immer hochgehalten. Auch unsere Flexibilität kommt gut an. Durch sie haben wir Zugang zu großen Kunden bekommen.

Wirtschaftsforum: Wie würden Sie Ihre Unternehmenskultur beschreiben?

Christian Stauber: Wir kommunizieren sehr offen. Mein Büro ist zentral gelegen, und ich bin immer ansprechbar. Vieles regeln wir unbürokratisch zwischen den Türen. Das Miteinander ist mir wichtig. Deswegen essen wir einmal im Monat alle zusammen zu Mittag. Unsere Kultur ist auch gekennzeichnet durch einen respektvollen Umgang miteinander; Gespräche werden auf Augenhöhe geführt. Dinge wie Herkunft oder Religion spielen dabei keine Rolle.

Wirtschaftsforum: Was ist Ihr ganz persönlicher Antrieb für Ihre Arbeit?

Christian Stauber: Die Möglichkeit, Dinge gestalten zu können. Ich mag es, zu überlegen, wo die Reise hingehen kann, und Entscheidungen zu treffen. Kreativität ermöglicht dabei eine festere Führung und gibt ein sicheres Fundament. Ich finde Kreativität unglaublich inspirierend.

STAUBER GmbH Metalltechnologie
Daimlerstraße 14
74909 Meckesheim
Deutschland
+49 6226 933330
+49 6226 9333333
verkauf(at)stauberstahl.com
www.stauberstahl.com

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Aktuellste news

Sicher entscheiden: Das macht gute Betreuung beim Immobilienverkauf aus

Sicher entscheiden: Das macht gute Betreuung beim Immobilienverkauf aus

Vor der finalen Beauftragung eines Maklers vergleichen die meisten Eigentümer zwei Zahlen: den vorgeschlagenen Angebotspreis und die Provision für die Vermittlung. Beide wirken greifbar, vermeintlich leicht gegenüberzustellen. Doch über den…

Wachstum vor den Toren der Metropolen: Warum das Umland für Unternehmen wichtiger wird

Wachstum vor den Toren der Metropolen: Warum das Umland für Unternehmen wichtiger wird

Rund die Hälfte der Einwohner Deutschlands wohnt in einer Großstadt. Dennoch zeigen sich dort, vor allem in den letzten zehn Jahren, erhebliche Veränderungen. So verloren Großstädte jüngst mehr als 130.000…

Unsichtbare Verluste: Warum fehlende Bestandstransparenz Mittelständler jährlich fünfstellige Summen kostet

Unsichtbare Verluste: Warum fehlende Bestandstransparenz Mittelständler jährlich fünfstellige Summen kostet

In vielen mittelständischen Unternehmen entstehen Jahr für Jahr erhebliche Verluste, die in keiner Gewinn- und Verlustrechnung als eigener Posten auftauchen. Sie verstecken sich zwischen den Zeilen: in doppelt gekauften Geräten,…

Aktuellste Interviews

„China-Speed“ beim Laserschweißen

Interview mit Richard Steinbrecht, Geschäftsführer der iQLASE GmbH

„China-Speed“ beim Laserschweißen

Aus Lessmüller und Blackbird, zwei etablierten Laserschweißunternehmen, wurde kürzlich iQLASE: eine Fusion, von der sich Geschäftsführer Richard Steinbrecht nicht nur eine stärkere Marktposition durch klare Synergieeffekte, sondern auch zusätzliche Innovationskraft…

„Viele Organisationen wissen gar nicht, wie sie im Detail arbeiten!“

Interview mit Dr. Andreas Löhr, Geschäftsführer der Linova Software GmbH

„Viele Organisationen wissen gar nicht, wie sie im Detail arbeiten!“

Digitalisierungsprojekte liegen auf der Straße, nicht nur in der Industrie, sondern auch in stark regulierten Branchen wie der Pharmaindustrie sowie der Luft- und Raumfahrttechnik. Die Linova Software GmbH…

Vom Werbemittelhändler zur ­Corporate-Fashion-Plattform

Interview mit Christof Kunze, Geschäftsführer der Gustav Daiber GmbH

Vom Werbemittelhändler zur ­Corporate-Fashion-Plattform

Mit kaum einem anderen Produkt können Mitarbeiter ihre Identifizierung mit ihrem Unternehmen so sichtbar und nachhaltig zeigen wie mit gebrandeten Workwear- und Corporate-Fashion-Outfits: Hierfür hält die Gustav Daiber GmbH seit…

TOP