Solarpark kaufen statt Geldanlage auf Zinsbasis?

Wer bietet PV-Bestandsanlagen als Investitionsobjekt an?

Vermittelnde Institutionen ermöglichen es, sein Geld auch ohne spezielle Branchenkenntnisse der Photovoltaik anlegen zu können. In Solarpark investieren heißt auch, den Ausbau erneuerbarer Energien voranzubringen. Lukrative Einspeisevergütung und signifikante steuerliche Vorteile machen diese Investitionsform interessant. Um diesen Markt für Anleger zu erschließen, ist Akquise erforderlich. Dank umfangreicher Vernetzung und weitverzweigter Aktivitäten von Investment-Anbietern im Bereich der solaren Stromgewinnung können Teile oder ganze Photovoltaik-Felder angeboten werden. Dieses Potenzial speist sich aus dem Bestand von gepachteten Grundstücken, auf denen eine PV-Anlage errichtet wurde. Entgegen Anlageformen, die aus Zinsen oder Aktien Zugewinn erzielen, sind bei der Investition in Solaranlagen jedoch einige Dinge zu beachten.

Erträge statt Zinsen

Der Kapitalaufwand durch den Erwerb einer Teilfläche oder gesamten Areals zur solaren Stromerzeugung amortisiert sich allein aus der erbrachten Menge des eingespeisten Stromes und dessen Vergütung durch die Stromabnehmer. Der Gewinn wird also erst nach einigen Jahren eintreten. Das bedeutet, das Kapital ist langfristig auf mehrere Jahre gebunden. Das sollte vor einem Kaufvertrag bedacht werden. Der Preis für eingespeisten Solarstrom wird jedoch langfristig lukrativ bleiben, da staatlicherseits ein hohes Interesse am Ausbau erneuerbarer Energien besteht. Ein weiterer Unterschied zu einer klassischen Kapitalanlage sind jedoch die aus dem Kaufvertrag erwachsenden Pflichten des neuen Eigentümers.

Wartung und Instandhaltung der PV-Anlage

Wer kommt für die Nebenkosten des erworbenen Solarparks auf? Der Eigentümer ist verantwortlich für den reibungslosen Ablauf der Stromproduktion. Die Solarzellen bedürfen der Reinigung, Prüfung und bei Schäden der Reparatur. Dazu müssen Aufwendungen für entsprechende Versicherungen vom Ertrag abgezweigt werden. Auch die Kosten für eine Eintragung ins Grundbuch sind einzuplanen. Dazu die Abrechnung der eingespeisten Leistungen, alles zusammen ergeben sich zeitliche und finanzielle Aufwendungen ähnlich denen eines selbstständigen Unternehmers. Um diesen Aufwand zu bewältigen, können bei einem Vertragsabschluss umfangreiche Serviceleistungen des Investment-Anbieters integriert werden, sodass die verwaltungstechnischen Dinge gebündelt und auf ein Minimum für den Käufer reduziert werden können.

Investieren in bestehende PV-Anlage: Pro und Contra

Ein regelmäßiges Einkommen aus dem Betrieb des Solarfeldes macht diese Investitionsform interessant für Anleger, die sich nicht mit den derzeit niedrigen Zinsen abfinden möchten. Zudem sind steuerliche Vergünstigungen und das Motiv, den Ausbau der erneuerbaren Energiesysteme voranzubringen, ein weiterer Anreiz bezüglich des Erwerbs eine PV-Anlage als Investitionsprojekt. Ein Wermutstropfen ist jedoch, dass die Anzahl der zur Verfügung stehenden Objekte begrenzt ist. Wer diesbezüglich auf der Suche ist, wird am ehesten bei einem entsprechenden Finanzdienstleistungsunternehmen fündig, welches über Branchen- und Standortskenntnisse verfügt. Diese Dienstleister bieten auch entsprechende Serviceleistungen, die für den Erhalt der erworbenen Anlage notwendig sind. Ein weiteres Argument für den Erwerb ist die Sicherheit, dass die nächsten 20 Jahre der gewonnene Strom zum lukrativen, staatlichen gesicherten Preis eingespeist werden kann.

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