it-sa Expo&Congress 2026: Wenn Cybersicherheit zur unternehmerischen Kernaufgabe wird

Die it-sa gilt als Europas größte Fachmesse für IT-Sicherheit. Das Angebot reicht von Hardware und Software über Beratung und Weiterbildung bis zu Security as a Service. Inhaltlich stehen Cloud- und Mobile-Security, Daten- und Netzwerksicherheit sowie der Schutz Kritischer Infrastrukturen und industrieller Systeme im Mittelpunkt.
KI verändert Angriff und Verteidigung
Künstliche Intelligenz gehört 2026 zu den zentralen Themen der IT-Security. Unternehmen können KI nutzen, um große Datenmengen schneller auszuwerten, Auffälligkeiten zu erkennen oder Sicherheitsprozesse zu automatisieren. Dieselben Technologien stehen auch Angreifern zur Verfügung. Damit verschiebt sich die Lage. IT-Abteilungen müssen nicht nur neue KI-Anwendungen absichern, sondern auch damit umgehen, dass Cyberangriffe automatisierter und professioneller werden können. Die it-sa greift Künstliche Intelligenz deshalb als eigenes Themenfeld auf. Cloud Security, Ransomware, Hacking und Abwehr gehören ebenfalls zu den Schwerpunkten. Gerade für mittelständische Unternehmen wird dabei entscheidend sein, welche Lösungen sich tatsächlich in bestehende IT-Strukturen integrieren lassen. Denn zusätzliche Sicherheit darf nicht gleichzeitig zu einer kaum beherrschbaren Komplexität führen.
Mehr als 400 Beiträge zu aktuellen Security-Fragen
Neben den Ausstellungsständen hat das Forenprogramm Gewicht. Für 2026 kündigt die it-sa mehr als 400 Beiträge an, kuratorisch zusammengestellt. Dazu kommen die it-sa insights mit produktunabhängigen Informationen und Panel-Diskussionen. Fachbesucher können sich dort über aktuelle Angriffsmethoden, Sicherheitsstrategien und regulatorische Veränderungen informieren, nicht nur über neue Produkte. Dass Technik allein nicht reicht, ist inzwischen Konsens. Cybersecurity entscheidet sich nicht allein an Firewalls oder Sicherheitssoftware. Zugriffsrechte, Mitarbeiter, Notfallpläne und die Frage, wie ein Unternehmen nach einem Angriff weiterarbeiten kann, gehören ebenso zu einer belastbaren Sicherheitsstrategie.
Regulierung erhöht den Handlungsdruck
Auch gesetzliche Vorgaben sind inzwischen ein wesentlicher Teil der IT-Sicherheitsstrategie. Die Themenplattform der it-sa führt unter anderem NIS-2, DORA, Standards und Compliance als zentrale Bereiche. Hinzu kommt der Schutz Kritischer Infrastrukturen. Damit erreicht Cybersicherheit zunehmend auch die Geschäftsführung. Für betroffene Unternehmen geht es nicht mehr nur darum, freiwillig ein möglichst hohes Sicherheitsniveau zu erreichen. Sicherheitsmaßnahmen, Risikomanagement und Verantwortlichkeiten werden stärker durch regulatorische Anforderungen geprägt. Für Besucher dürfte besonders interessant sein, wie Anbieter und Experten technische Sicherheit mit organisatorischen und rechtlichen Anforderungen verbinden.
Congress@it-sa startet bereits einen Tag früher
Wer einzelne Themen vertiefen möchte, kann bereits am 26. Oktober zum Congress@it-sa nach Nürnberg kommen. Das Kongressprogramm läuft bis zum Messeende am 29. Oktober und wird von Verbänden, Branchenvereinigungen und IT-Sicherheitsanbietern gestaltet. Viele der Themenblöcke sind nach Angaben des Veranstalters kostenfrei zugänglich. Der Kongress ist kein zweites Messeprogramm, sondern bietet Fachvorträge, Diskussionen und Austausch zu spezifischen Sicherheitsfragen in konzentrierterem Rahmen. Das Format richtet sich an IT-Sicherheitsverantwortliche und Entscheider, die konkrete Themen strategisch durcharbeiten wollen.
Cybersecurity-Start-ups treten gegeneinander an
Auch junge Unternehmen erhalten 2026 eine eigene Bühne. Beim ATHENE Startup Award UP26@it-sa werden Cybersecurity- und Datenschutzlösungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet. Eine Fachjury wählt fünf Finalisten aus. Am 28. Oktober präsentieren diese ihre Lösungen beim finalen Pitch auf der Messebühne in Nürnberg. Für die drei bestplatzierten Teams stehen Preisgelder bereit; insgesamt sind Preise im Wert von 15.000 Euro vorgesehen. Der Award wird 2026 bereits zum neunten Mal vergeben. Für Fachbesucher bietet das Format einen Blick auf Technologien, die teilweise noch nicht zum Standardangebot großer Security-Anbieter gehören. Gerade bei Cybersecurity können Start-ups neue Ansätze schnell aufgreifen, weil sich Angriffsmethoden und technologische Rahmenbedingungen ständig verändern.
Die Branche wächst weiter
Die Zahlen der vergangenen Veranstaltung sprechen für sich: 2025 kamen 28.267 Fachbesucher aus 64 Ländern nach Nürnberg, 993 Unternehmen präsentierten ihre Lösungen in fünf Messehallen. Beides waren neue Bestmarken. Die it-sa Expo&Congress 2026 findet vom 27. bis 29. Oktober im Messezentrum Nürnberg statt. Die Ausstellung ist dienstags und mittwochs von 9 bis 18 Uhr geöffnet, donnerstags von 9 bis 17 Uhr. Der Congress@it-sa beginnt bereits am Montag, 26. Oktober. Für Unternehmen dürfte in Nürnberg vor allem eine Frage im Mittelpunkt stehen: Wie lässt sich IT-Sicherheit so organisieren, dass sie mit neuen Technologien und Bedrohungen Schritt hält, ohne den Geschäftsbetrieb auszubremsen? KI, Regulierung und immer komplexere digitale Infrastrukturen machen deutlich, dass Cybersecurity längst kein reines IT-Thema mehr ist, sondern Teil unternehmerischer Risikovorsorge.







