GaLaBau 2026: Diese Highlights sollten Besucher in Nürnberg im Blick behalten

Neben Produkten für Planung, Bau und Pflege von Grün- und Freiflächen setzt die Messe 2026 stark auf praktische Demonstrationen und neue Formate. Maschinen können im Außengelände live erlebt werden, digitale Lösungen bekommen mit dem neuen ZUKUNFTSRAUM eine eigene Plattform, und E-Mobilität, Nachwuchsförderung und die Rolle von Frauen in der Branche werden stärker in den Fokus gerückt.
Diese Highlights sollten Besucher im Blick behalten
Digitalisierung kommt vom Büro auf die Baustelle
Neu in diesem Jahr: der ZUKUNFTSRAUM in Halle 3C, der Digitalisierung und KI erstmals gebündelt adressiert. Das Spektrum reicht von digitalen Planungstools über papierlose Prozesse bis zur Fachkräftegewinnung. Wer wissen will, was davon im Betrieb tatsächlich funktioniert, findet hier Antworten zum Vergleichen. Im Außengelände laufen elektrische Bagger, Radlader und Lkw unter realen Bedingungen. Die E-Mobility Area zeigt, was der Markt heute liefern kann. Aktionsflächen für Erdbau und Flächenpflege ergänzen das Bild. Der GRÜN-BLAUE PFAD zieht sich als thematischer Rundgang durch das gesamte Messegelände und bündelt Lösungen zu Klimaanpassung, Biodiversität und nachhaltiger Freiraumgestaltung. Für Nachwuchs und Personal gibt es gleich drei Formate: Am 16. und 17. September messen sich Auszubildende im Landschaftsgärtner-Cup. Das GaLaBau CAMP richtet sich an Berufseinsteiger, die Netzwerke und Orientierung suchen. Neu ist women@GaLaBau, das am 16. September Premiere feiert und Themen wie Karriere, Führung und Gesundheit von Frauen in der Branche aufgreift. Eine der auffälligsten Neuerungen ist der ZUKUNFTSRAUM. Das neue Format in Halle 3C soll zeigen, wie digitale Technologien bereits heute im Garten- und Landschaftsbau eingesetzt werden können. Dabei geht es nicht um einzelne Softwarelösungen. KI-gestützte Planung, digitale Baustellendokumentation, Cloud-Systeme und durchgängige Datenketten sollen Prozesse vom ersten Aufmaß bis zur Abnahme besser miteinander verbinden. Auch Cybersicherheit und digitale Fachkräftegewinnung gehören zum Programm. Für Betriebe wird Digitalisierung damit zunehmend zu einer wirtschaftlichen Frage. Wenn Informationen zwischen Büro, Baustelle, Planern und Auftraggebern ohne Medienbrüche fließen, lassen sich Fehler und Abstimmungsaufwand reduzieren.
Elektrische Maschinen im Praxistest
Auch Elektromobilität bleibt ein Schwerpunkt. In der E-Mobility Area werden Elektro-Lkw, Radlader, Bagger, Teleskoplader und weitere elektrische Arbeitsmaschinen im Einsatz gezeigt. Fachbesucher können damit unmittelbar vergleichen, welche Einsatzmöglichkeiten die Technik inzwischen bietet. Gerade für Garten- und Landschaftsbaubetriebe spielen dabei nicht nur Emissionen eine Rolle. Betriebskosten, Lärmbelastung und Anforderungen an innerstädtische Baustellen können elektrische Maschinen wirtschaftlich interessanter machen. Entscheidend bleibt allerdings, wie sich Reichweite, Ladeinfrastruktur und Anschaffungskosten im Betriebsalltag darstellen.
Klimaanpassung wird zur Kernaufgabe
Mit dem GRÜN-BLAUEN PFAD rückt die GaLaBau außerdem Lösungen für klimaangepasste Städte und Freiräume in den Mittelpunkt. Grünflächen, Wassermanagement und Biodiversität werden zunehmend gemeinsam betrachtet.
Das Thema gewinnt für Kommunen und Planer an Bedeutung. Hitzeperioden, Starkregen und Trockenheit verändern die Anforderungen an öffentliche Räume. Grünflächen übernehmen damit nicht mehr nur gestalterische Funktionen, sondern werden Teil der Klimaanpassung von Städten.
Nachwuchs zeigt sein Können
Der Fachkräftemangel bleibt eine Herausforderung der Branche. Am 16. und 17. September wird beim Landschaftsgärtner-Cup um den Titel der besten Nachwuchskräfte gekämpft. Die Teilnehmer müssen unter Wettbewerbsbedingungen zeigen, was sie im Landschaftsbau praktisch beherrschen. Mit dem GaLaBau CAMP gibt es einen eigenen Treffpunkt für junge Landschaftsgärtner, Nachwuchsführungskräfte und Jungunternehmer. Workshops, Networking und Karriereangebote sollen den Austausch innerhalb der nächsten Generation fördern. Neu ist außerdem women@GaLaBau. Das Format startet am 16. September und bringt Frauen aus der Branche zusammen. In Vorträgen und Diskussionsrunden geht es unter anderem um Karrierewege, Führung, Baustellenalltag sowie die Vereinbarkeit von Familie und Unternehmen.
Vier Tage für die grüne Branche
Die GaLaBau 2026 findet vom 15. bis 18. September im Messezentrum Nürnberg statt. Von Dienstag bis Donnerstag ist die Messe jeweils von 9 bis 18 Uhr geöffnet, am Freitag von 9 bis 17 Uhr. Mit rund 1.100 Ausstellern bietet die Messe einen Überblick über die Entwicklungen, die den Garten- und Landschaftsbau in den kommenden Jahren prägen dürften. Besonders interessant wird sein, welche Lösungen für Klimaanpassung, Digitalisierung und emissionsärmere Maschinen bereits im Arbeitsalltag angekommen sind und wo die Branche noch am Anfang steht.








