Lohnt sich gebrauchte Hardware für Unternehmen?

In Deutschland ersetzen Unternehmen laut aktuellen Studien im Mittel nach etwa vier Jahren ihre Computer durch neue Geräte. Besonders in kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) haben sich Investitionen in Laptops, PCs und Server deshalb inzwischen zu einem bedeutenden Kostenfaktor entwickelt.

Generalüberholte (refurbished) Hardware bietet hohe Einsparpotenziale. Gebrauchte HP Notebooks mit Garantie werden etwa von spezialisierten Händlern etwa 70 Prozent unter Neupreis angeboten. Trotzdem scheuen noch immer viele Entscheider den Kauf von gebrauchten Computern, obwohl auch diese inzwischen mit Service und Garantie erhältlich sind.

Ob sich der Kauf von refurbished Geräten tatsächlich lohnt, erklärt unser Artikel.

Was ist refurbished Hardware?

Bei refurbished Hardware handelt es sich um gebrauchte Geräte, die entweder vom Hersteller oder von einem Händler generalüberholt wurde. Damit der Käufer seine gebrauchten Computer noch lange nutzen kann, überprüfen Spezialisten vor dem Weiterverkauf den technischen Zustand. Werden bei der Überprüfung der Systemkomponenten fehlerhafte Bauteile entdeckt, werden diese entweder ausgetauscht oder das Gerät wird entsorgt. Zudem findet innen und außen eine gründliche Reinigung statt, die dafür sorgt, dass sich der Computer (fast) wie ein Neugerät anfühlt.

Gebrauchte Hardware hat hohe Einsparpotenziale

In vielen Unternehmen wird die IT-Ausstattung geleast oder per Kredit finanziert. Im Anbetracht der aktuell sehr hohen Kreditzinsen sind die Kosten dafür in den letzten Monaten stark gestiegen. Auch gut laufende Firmen suchen daher in vielen Bereichen nach Einsparpotenzialen. Besonders hoch sind diese bei gebrauchten Computern und Laptops, die je nach Modell und Alter 50 bis 80 Prozent unter ihrem Neupreis angeboten werden.

Refurbished Hardware hat oft noch ausreichend Leistung

In den letzten Jahren sind die Hardwareanforderungen kaum gestiegen. Refurbished Laptops und Computer, die bereits einige Jahre alt sind, können deshalb die meisten Officeanwendungen wie Excel und Word noch problemlos mit hoher Geschwindigkeit bewältigen. Lediglich bei besonders leistungshungriger Software wie etwa Anwendungen für die Videobearbeitung kommen ältere Modelle oft an ihre Leistungsgrenzen.

Zudem ist die Leistung von gebrauchten Geräten gegenüber neuen Geräten derselben Preisklasse oft deutlich höher. Während man bei Neugeräten in der Preisklasse bis 500 Euro nur Modelle mit schlechter Ausstattung erhält, kann man bei refurbished Hardware bereits ehemalige Spitzenmodelle von Markenherstellern wie HP, Dell und Lenovo kaufen.

Gebrauchte Hardware ist oft schnell lieferbar

Seit dem Beginn der Covid-19-Pandemie ist Hardware oft nur schlecht lieferbar. Unternehmen, die zeitnah eine größere Anzahl an Laptops oder Computern benötigen, können dieser Lieferkettenprobleme mit dem Kauf von gebrauchten Modellen umgehen. Händler, die sich auf refurbished Hardware spezialisiert haben, haben in ihren Lagern oft große Stückzahlen, die sie zum Beispiel aus dem Bestand von Konzernen oder als Leasingrückläufer von den Herstellern gekauft haben. Weil sich die Geräte bereits in Deutschland befinden, ist eine Lieferung in der Regel innerhalb weniger Tage möglich.

Gebrauchte Computer schonen die Umwelt

Neben den ökonomischen Aspekten sollten Unternehmen auch die ökologischen Aspekte ihrer IT-Ausstattung berücksichtigen. Die Rohstoffgewinnung und die Herstellung neuer Hardware sowie die weiteren Transportwege stellen eine enorme Belastung für die Umwelt dar. Mit dem Kauf gebrauchter Hardware können Unternehmen also nachhaltig handeln und ihren CO₂-Fußabdruck stark reduzieren.

Fazit

Unternehmen, die für ihre Arbeitsplätze nicht die allerneusten Komponenten benötigen, können mit dem Kauf von refurbished Computern viel Geld einsparen. Weil seriöse Händler auch bei gebrauchten Modellen ein Widerrufsrecht, Service und Garantie anbieten, lassen sich gebrauchte Modelle auch im professionellen Umfeld problemlos einsetzen. Zudem können Unternehmen durch den Kauf von gebrauchten Computern ökologischer handeln und Lieferkettenprobleme vermeiden. In vielen Fällen ist ein aufgearbeitetes Gebrauchtgerät also die deutlich bessere Wahl.

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