interbad 2026: Wie Energieeffizienz, Longevity und neue Technik die Bäderbranche verändern

Auf mehr als 26.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentieren über 270 Unternehmen Technologien, Produkte und Konzepte rund um Bäderbau, Wasseraufbereitung, Sauna, Spa und Wellness. Die Messe richtet sich unter anderem an Betreiber öffentlicher Bäder, Schwimmbadbauer und Fachhändler, Hotellerie, Architektur und Planung. Unternehmen aus 28 Ländern sind angekündigt.

Energieverbrauch wird zur wirtschaftlichen Frage

Für Schwimmbadbetreiber gehört Energie inzwischen zu den entscheidenden Kostenfaktoren. Filteranlagen, Wasseraufbereitung, Lüftung und die Erwärmung großer Wassermengen sorgen für einen kontinuierlich hohen Verbrauch. Entsprechend wichtig werden Technologien, die Energie zurückgewinnen, Anlagen intelligenter steuern oder den Ressourcenverbrauch reduzieren. Auf der interbad reicht das Spektrum von moderner Filtertechnik bis zu Lösungen zur Wärmerückgewinnung. Nachhaltigkeit und Dekarbonisierung spielen auch im begleitenden Fachprogramm eine Rolle. Damit geht es längst nicht nur um Klimaziele. Für Betreiber stellt sich zunehmend die Frage, wie Bäder wirtschaftlich betrieben und gleichzeitig technisch modernisiert werden können.

Longevity bekommt einen eigenen Bereich

Neu ist 2026 ein eigener Themenbereich zum Trend Longevity. Dabei geht es um Angebote, die Gesundheit, Regeneration und Prävention stärker mit Wellness verbinden. Vorgesehen sind unter anderem Themen wie Cryotherapie, regenerative Anwendungen und Ansätze zur Leistungsoptimierung. Für Hotels, Spa-Anbieter und kommunale Bäder kann daraus ein zusätzliches Geschäftsfeld entstehen. Wellness wird damit um gesundheitsorientierte Dienstleistungen erweitert: aus einem Lifestyle-Trend möglicherweise ein neues Angebot für Betreiber.

Finnische Saunakultur trifft moderne Wellnesskonzepte

Auch die Sauna bleibt ein wichtiger Bestandteil der interbad. Mit der Finnish Sauna Lounge by Sauna from Finland präsentiert sich ein Netzwerk von rund 200 Unternehmen. 2026 steht der Gemeinschaftsauftritt unter dem Thema Wald und soll die Verbindung von finnischer Saunakultur und Natur in den Mittelpunkt stellen. Daneben zeigen Hersteller neue Designkonzepte und Technologien für Sauna- und Wellnessanlagen. Für Betreiber geht es dabei nicht nur um Gestaltung: Energiebedarf, Nutzererlebnis und die Entwicklung neuer Angebote werden zunehmend gemeinsam betrachtet.

Öffentliche Bäder zwischen Digitalisierung und Daseinsvorsorge

Parallel zur Ausstellung findet der 71. DGfdB-Kongress der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen statt. Er beschäftigt sich mit Fragen, die insbesondere für kommunale und öffentliche Bäder relevant sind. Auf dem Programm stehen Smartifizierung und Virtualisierung, grüne Energie und Dekarbonisierung sowie die zukünftige Rolle öffentlicher Bäder in der Daseinsvorsorge. Auch gesellschaftliche Themen wie mentale Gesundheit, Resilienz und die Mehrfachnutzung öffentlicher Räume sollen diskutiert werden. Damit zeigt sich: Die Zukunft von Schwimmbädern ist keine rein technische Frage. Kommunen müssen Investitionen finanzieren, Energieverbräuche reduzieren und gleichzeitig Angebote schaffen, die von möglichst unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen genutzt werden.

Privater Poolbau und Start-ups im Blick

Neben öffentlichen Bädern richtet die interbad ihren Blick auch auf den privaten Markt. Mit dem Sonderbereich Pool & Living werden Lösungen rund um privaten Poolbau und das Leben am Wasser gebündelt. Im interbad Forum wechseln zudem die fachlichen Schwerpunkte: Geplant sind Themen aus Planung und Architektur, Sauna, Spa und Longevity sowie Nachhaltigkeit und privatem Schwimmbadbau. Auch junge Unternehmen erhalten mit StartUp@interbad eine eigene Plattform. Dort können Gründer neue Produkte, Designs und Technologien aus den Bereichen Schwimmbad, Sauna, Spa und Wellness präsentieren.

Drei Tage für Schwimmbad, Sauna und Spa

Die interbad 2026 findet vom 6. bis 8. Oktober auf dem Gelände der Messe Stuttgart statt. Ausstellung, Fachkongress und verschiedene Themenflächen verbinden technische Innovationen mit den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen der Branche. Gerade für Bäderbetreiber dürfte die Frage nach effizienteren Anlagen im Mittelpunkt stehen. Longevity, neue Wellnesskonzepte und digitale Lösungen zeigen daneben, dass sich auch das Angebot verändert. Die interbad will zeigen, wie Schwimmbäder, Saunen und Spa-Anlagen künftig aussehen und wie sie sich unter steigenden Kosten und neuen Erwartungen wirtschaftlich betreiben lassen.

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