„Kunden schätzen Service und warme Atmosphäre!“

Interview mit Rinske Helmond, Commercial & Financial Operator der J. Helmond & Zn. Metaalhandel BV

„Wir sind die Spezialisten für das Recycling von Metallen und haben die nötige Fachkenntnis“, betont Rinske Helmond, Commercial & Financial Operator von J. Helmond & Zn. Metaalhandel. „Unsere Kunden schätzen unseren Service und die warme Atmosphäre in unserem Familienbetrieb. Sie haben Vertrauen in unser Unternehmen, weil wir offen und ehrlich kommunizieren und uns stets an die gesetzlichen Vorgaben halten. Außerdem bezahlen wir für die angelieferten oder abgeholten Metalle sehr schnell.“

Es ist ein Geschäft, das Sachkenntnis und Erfahrung fordert – allesamt Eigenschaften, über die das Team von Helmond Metalen in großem Maße verfügt. So werden die Metalle teils sortenrein, teils in so genannten Mischcontainern angeliefert oder auch bei den Kunden abgeholt.

„Container mit unsortierten Metallen werden von uns nach Metallarten sortiert, gewogen und auf Radioaktivität geprüft“, sagt Rinske Helmond. „Eisen wird von uns danach geschnitten, zerkleinert und anschließend an Gießereien weiterverkauft. Das gleiche gilt auch für Aluminium. Kombinationen aus Aluminium und Kupfer pressen wir zu kompakten Einheiten, bevor diese ebenfalls an die Gießereien gehen. Wenn wir Kabel bekommen, entmanteln wir diese, um das Metall zu gewinnen.“

Großen Wert legt Helmond Metalen bei allen Prozessen auf Offenheit und Transparenz. Deshalb wird auch jeder Schritt exakt dokumentiert. Auf Wunsch werden den Kunden Container zur Verfügung gestellt, die mit eigenen Fahrzeugen abgeholt werden.

Drei Generationen

1965 gründete Jiep Helmond, der Großvater von Rinske Helmond, den Betrieb. Er hatte einen Bauernhof, handelte mit Gabelstaplern und begann parallel dazu, Metall aufzukaufen. Später übernahm Piet Helmond, der Vater von Rinske Helmond, den Bauernhof, einen Viehzuchtbetrieb, und kümmerte sich auch um Abbrucharbeiten und Demontagen.

Die drei von Großvater Jiep Helmond entwickelten Geschäftsbereiche existieren bis heute in drei voneinander unabhängigen Firmen: Metallrecycling ist Aufgabe von Helmond Metalen, der Viehzuchtbetrieb firmiert unter Helmond Veehouderij Beusichem und das Geschäft mit Gabelstaplern und verschiedenen anderen Fahrzeugen ist Aufgabe der J. Helmond & Zn. Machinehandel BV.

Die von Rinske Helmond und ihrem Bruder Jilles geführte Firma Helmond Metalen beschäftigt 15 Mitarbeiter. In ihr integriert ist das vom Vater aufgebaute Abriss- und Demontageunternehmen, das zum Beispiel den Rückbau von Industrieanlagen übernimmt. Vor anderthalb Jahren wurden Betriebsgebäude und Sortieranlage nachhaltig neu gebaut und nach dem neuesten Stand der Technik konzipiert. Während sich Rinske Helmond heute um die kaufmännischen Belange von Helmond Metalen kümmert, ist ihr Bruder Jilles für den operativen Teil des Geschäfts zuständig.

Vertrieb verstärken

Kunden von Helmond Metalen sind Schrotthändler und Abbruchunternehmen sowie auch der eigene Abriss- und Demontagebetrieb. Doch auch Privatpersonen können Rohstoffe aus Metall im Familienunternehmen abgeben. Das Einzugsgebiet ist die Region Gelderland, die gesamten Niederlande sowie die deutsche Grenzregion.

„Was den Vertrieb betrifft, so besuchen wir mögliche neue Kunden und stellen ihnen unser Unternehmen vor“, erklärt Rinske Helmond. „Für uns steht der persönliche Kontakt immer im Mittelpunkt. Doch in der nächsten Zeit wollen wir unsere Vertriebsaktivitäten deutlich verstärken. Manche neuen Kunden finden auch den Weg über Empfehlungen unserer Stammkunden zu uns.“

Weiteren Bedarf sieht die Enkelin des Firmengründers auch bei der Digitalisierung: „Viele unserer Prozesse, zum Beispiel im Büro und beim Einkauf, haben wir bereits digitalisiert. Und auch unsere Gabelstapler sind mit iPads ausgestattet. Auf Dauer wollen wir aber noch weitere Prozesse digitalisieren.“

Wald gepflanzt

Sehr gut aufgestellt ist Helmond Metalen in punkto Nachhaltigkeit. So werden Krane, Metallscheren und Gabelstapler durch die aus 1.600 Photovoltaikmodulen erzeugte Energie gespeist. „Wir verfügen über ein Batteriesystem, das im Moment nicht genutzte Energie speichern kann“, verdeutlicht Rinske Helmond. „Außerdem haben wir neben unserem Betrieb einen Wald gepflanzt, der als CO2-Ausgleich unseren ökologischen Fußabdruck verringert.“

Das Betriebsklima beschreibt Rinske Helmond als ‘modern, aber gemütlich’: „Wir haben hier im Unternehmen eine gute Atmosphäre, bei der auch der Chef mit anpackt. Grundsätzlich arbeiten wir als Team und helfen einander, so wie in einer großen Familie.“

Auch für die kommenden Jahre sieht Rinske Helmond noch viele Möglichkeiten: „Wir haben immer Ideen und Visionen. Wir wollen noch nachhaltiger werden und neue Aufgaben angehen. Was wir nicht wollen, ist um alles in der Welt größer werden. Intensiver schon, aber nicht unbedingt größer.“

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Aktuellste news

Programmierbare Architektur. Wenn sich Räume an unsere Wünsche anpassen

Programmierbare Architektur. Wenn sich Räume an unsere Wünsche anpassen

Fenster, die statt grauer Häuserfassaden plötzlich das Meer zeigen. Räume, die ihre Atmosphäre, Transparenz und Lichtstimmung dynamisch verändern. Wände, die zu intelligenten Medienflächen werden. Programmierbare Architektur könnte unsere Vorstellung von…

Wettbewerbsfaktor Verpackung: Effizienz im Außer-Haus-Markt

Wettbewerbsfaktor Verpackung: Effizienz im Außer-Haus-Markt

Im Außer-Haus-Markt muss Qualität auch unterwegs bestehen. Zwischen Bestellung, Küche, Ausgabe und Transport entscheidet die Verpackung darüber, ob ein Burger saftig bleibt, Pommes knusprig ankommen und ein Salat frisch wirkt.…

Marktwandel im Tourismus: Wie individuelle Erlebnisse die Pauschalreise ersetzen

Marktwandel im Tourismus: Wie individuelle Erlebnisse die Pauschalreise ersetzen

Die Tourismusbranche befindet sich in einem fundamentalen Umbruch. Lange Zeit galt der Pauschalurlaub als Inbegriff der perfekten Ferien: planbar, kostengünstig und unkompliziert. Doch ein tiefgreifender Wertewandel bei den Reisenden stellt…

Aktuellste Interviews

„Bullshit-Bingo bringt niemanden weiter“

Interview mit Eric Seitz, Geschäftsführer der PARTNERSEITZ GmbH

„Bullshit-Bingo bringt niemanden weiter“

Menschen mit chronischen Erkrankungen werden im Gesundheitssystem oft auf ihre Diagnose reduziert. Genau dort setzt PARTNERSEITZ an. Das Unternehmen bringt Betroffene, Pharmaunternehmen, Ärzte und Institutionen an einen Tisch – und…

„Keep it simple“ - Einfachheit als Geschäftsmodell

Interview mit Stephan Riese, CEO der reputatio systems GmbH & Co. KG

„Keep it simple“ - Einfachheit als Geschäftsmodell

Was braucht ein Unternehmen wirklich, um zu funktionieren? Für Stephan Riese ist die Antwort klarer, als viele denken. Mit reputatio systems entwickelt er Lösungen, die Komplexität reduzieren. Ein Gespräch über…

Auf dem Weg zur Nummer 1 auf dem Eis

Interview mit Markus Profanter, CEO der engo GmbH

Auf dem Weg zur Nummer 1 auf dem Eis

Eisarenen sind längst hochkomplexe Infrastrukturen, in denen Betriebssicherheit, Energieeffizienz und Nutzererlebnis eng zusammenhängen. Wer hier bestehen will, muss weit mehr liefern als robuste Maschinen. Die engo GmbH mit Sitz in…

TOP