Deshalb sollte jeder seine IP-Adresse schützen

Allerdings stecken hinter der IP-Adresse einige Informationen, weshalb es für alle Internetnutzer durchaus vorteilhaft sein kann sich die Frage zu stellen “”Wie lautet meine IP Adresse und was steckt überhaupt hinter ihr?”, um sich auf diese Weise vor möglichen Gefahren schützen zu können.

Welche Informationen stecken hinter einer IP-Adresse?

So weit zu gehen und zu sagen, dass die IP-Adresse wie ein Personalausweis ist, wäre etwas übertrieben. Dennoch stecken hinter ihr einige wichtige Informationen, die durchaus Gefahren mit sich bringen können, sofern sie in die falschen Hände geraten sollten.

Informationen, die hinter einer IP-Adresse stecken sind unter anderem die Folgenden:

  • Der ungefähre Standort, an dem sich der jeweilige Internetnutzer befindet. Zwar kann man keine genaue Adresse ermitteln, doch es ist möglich, die Postleitzahl und somit die Stadt zu ermitteln, in der sich der Nutzer befindet.
  • Der Internetdienstanbieter, mit dem man über das Internet verbunden ist. Das trifft sowohl auf das Modem als auch auf die mobilen Daten zu.

 

Die Gefahren einer nicht verborgenen IP-Adresse

Wenngleich eine IP-Adresse nicht die genaue Wohnadresse des Internetnutzers zeigt und auch keine persönlichen Daten wie zum Beispiel:

  • Name
  • Passwörter
  • etc.


freigibt, gibt es durchaus einige Gefahren, denen sich Internetnutzer aussetzen, wenn sie ihre IP-Adresse nicht verbergen.

Es ist wichtig, sich diese Gefahren vor Augen zu führen, da die Cyber-Angriffe durch Hacker auf Unternehmen und auch auf Privatpersonen in den letzten Jahren erheblich gestiegen sind. Mit ein paar einfachen Schritten, wie beispielsweise dem Verbergen der IP-Adresse können gewisse Risiken minimiert werden.

Bei den Gefahren handelt es sich konkret um die Folgenden:

Das Hacken der Geräte

Unternehmen haben auf ihren Geräten zahlreiche vertrauliche und wichtige Informationen, die auf jeden Fall geschützt werden müssen. Geraten sie in die falschen Hände, kann das fatale Folgen haben. Doch genau das kann passieren, wenn die IP-Adresse nicht geschützt und verborgen wird.

Das liegt daran, dass Internetnutzer nicht nur eine IP-Adresse brauchen, um sich im Internet aufhalten zu können, sondern auch auf sogenannte “Ports” zurückgreifen. Dabei hat jede einzelne IP-Adresse zahlreiche “Ports”, um eine Verbindung zu dem verwendeten Gerät herzustellen.

Hacker können diese Ports nutzen, um eine Verbindung zu dem Gerät herzustellen und sich somit in dieses einzuhacken. Sobald sich der Hacker erst einmal in dem Gerät befindet, hat er freien Zugriff auf alle Daten, die sich auf diesem befinden. Ist das Gerät zudem mit anderen Geräten verbunden, besteht die Gefahr, dass sich der Hacker ganz unkompliziert im gesamten Geräte-Netzwerk bewegen und dieses ausspionieren kann.

Illegale Aktivitäten, die man gar nicht gemacht hat

Wenn Hacker im Internet illegale Inhalte herunterladen wollen, machen sie das natürlich nicht mit ihrer eigenen, sondern mit gehackten IP-Adressen. Auf diese Weise kann die Aktivität nicht auf sie zurückverfolgt werden. Stattdessen gelangen dann die eigentlichen Nutzer der IP-Adresse ins Visier, obwohl sie überhaupt nichts gemacht haben.

DDoS-Angriffe, die große Schäden anrichten können

Hacker haben nicht nur die bereits dargestellte Möglichkeit, sich in Systeme einzuhacken, indem sie die IP-Adresse kennen, um auf diese Weise Daten auszuspionieren, sondern sie können auch ganze Systeme lahmlegen. Kennt ein Hacker die IP-Adresse eines Unternehmens, kann er durch einen sogenannten DDoS-Angriff Server, Netzwerken und auch Online-Dienste eines Unternehmens lahmlegen, sodass gar nichts mehr funktioniert.

Ein solcher Angriff bringt für betroffene Unternehmen sehr große und teilweise recht schwerwiegende Folgen mit sich:

  • Wenn Kunden und Mitarbeitende nicht mehr auf die Systeme zugreifen können, blockiert sich nicht nur die Arbeit, sondern es kommt auch zu einem Umsatzverlust, da die Kunden nicht mehr kaufen können.
  • Erfahren Kunden, dass ein Unternehmen Opfer eines Hackerangriffs geworden ist, verlieren viele Kunden schnell das Vertrauen und wollen nicht mehr Kunde sein, da sie Angst um ihre persönlichen Daten haben.
  • Unter Umständen drohen Unternehmen bei dem Ausfall der Dienstleistungen auch rechtliche Konsequenzen, sofern das Unternehmen SLA-Verletzungen begeht. Sprich, wenn es sich nicht an die rechtlichen Vereinbarungen hält, die es seinen Kunden bezüglich der Verfügbarkeit versprochen hat.


Ein weiterer Aspekt, der bei diese DDoS Angriffen immer auch im Hinterkopf behalten werden sollte ist, dass Hacker diese Angriffe nicht selten nutzen, um die IT-Teams eines Unternehmens abzulenken, während sie versuchen in andere Systeme wie zum Beispiel:

  • Datenbanken des Unternehmens, in denen sich Kundendaten, Zahlungsdaten, sowie vertrauliche Geschäftsdaten befinden
  • Authentifizierungssysteme, bei denen Zugänge kontrolliert und Identitäten verwaltet werden
  • Finanzsysteme, in denen sich Online-Zahlungssysteme und die Buchhaltung befinden
  • Cloud-Plattformen/Backup-Systeme, in denen sensible Daten gespeichert werden
  • uvm.


einzudringen.

Wie schützt man seine IP-Adresse am besten?

Um sich in Bezug auf die genannten Gefahren, die durch Hacker ausgehen, schützen zu können, ist es wichtig, einige Maßnahmen zum Schutz der IP-Adresse zu ergreifen.

Zu diesen Schutzmaßnahmen gehören dabei unter anderem die Folgenden:

Die Privatsphäre-Einstellungen

Zunächst einmal ist es wichtig, dass alle Apps, die sich auf den Geräten befinden, “privat” sind. Zudem sollten auch die Firewall und der Router immer auf dem neuesten Stand sein und es ist wichtig darauf zu achten, dass die Updates, die für diese zur Verfügung stehen, immer direkt durchgeführt werden.

Die Verwendung eines VPN

Mit einem VPN stellt man sicher, die IP-Adresse vollständig zu verbergen, um sich so vor Hackern zu schützen. Zudem stellt man durch die Verwendung eines VPN sicher:

  • Internetzugangssperren zu umgehen und sich somit nicht mit dem Geoblocking gewisser Inhalte auseinandersetzen zu müssen.
  • Dass Hacker und auch Internetanbieter nicht die persönlichen Daten ausspionieren können.
  • Keine Rückverfolgung der getätigten Online-Aktivitäten zu ermöglichen.


Es ist durchaus möglich, sich im Internet zu schützen, wenngleich Hacker in der heutigen Zeit immer wieder neue Mittel und Wege finden, um ihre Angriffe zu starten. Natürlich spielt es für die Internetsicherheit in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle, weitere Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, um sie einen wirklich effektiven Schutz vor möglichen Angriffen zu genießen. Unternehmen sollten zudem immer sicherstellen, einen IT-Beauftragten zu beschäftigen, der sich ausschließlich darum kümmert, dass alle Maßnahmen bezüglich der Cyber-Security auf den neuesten Stand sind, um so die Gefahr, Opfer eines Angriffs zu werden, auf ein Minimum herunterzufahren. Auch die Schulung der Mitarbeiter, sowie die Sensibilisierung für den richtigen Umgang im Internet, ist für die Sicherheit im Internet ein fundamentaler Aspekt.

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