Diese Parameter sind entscheidend für internationale Transaktionen

Social Share
Teilen Sie diesen Artikel

Intransparenz bei Finanztransaktionen führt zu Problemen

Das eigentliche Problem bei einer internationalen Finanztransaktion besteht darin, dass sie sehr häufig undurchsichtig ist und vor allem lange dauert. Dies führt zu Problemen in der Wertschöpfung, da Produktionsabläufe gestört werden können, wenn Zahlungen beispielsweise nicht zu einem vereinbarten Termin auf dem Konto des Empfängers landen. Aus diesem Grund braucht es größtmögliche Transparenz und die Möglichkeit, den Überweisungsprozess jederzeit nachverfolgen und so überwachen zu können.

Studie zum Thema Transparenz von Transaktionen

Die Wege, die eine Zahlung zurücklegt, lagen bisher oft im Dunkeln. Weder Auftraggeber noch Empfänger hatten die Möglichkeit, sich während des Geldtransfers zu informieren, wo genau sich das Geld gerade befindet. Mithilfe des SWIFT GPI-Zahlungsverfolgungsdienstes und den von iBanFirst gesammelten Daten konnte die Studie durchgeführt werden.

Die jetzt erhobenen Zahlen geben zum ersten Mal einen genauen Überblick über die Dauer, sowie regionale Unterschiede bei internationalen Transaktionen. Gerade der Mittelstand, gemeint sind hier Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU), für den FX-Management oft eine Hürde darstellt, kann von den erhobenen Zahlen profitieren. Aber auch für jedes andere international agierende Unternehmen sind die Studienergebnisse hilfreich.

Auf welche Parameter Unternehmen bei internationalen Transaktionen achten sollten

Die Studie wurde im Zeitraum von Januar bis September 2021 durchgeführt und ausgewertet wurden insgesamt 40.777 internationale Finanztransaktionen. Sie wurden anhand einer Stichprobe bei 2.180 Kunden gesammelt, die in der Europäischen Union ansässig sind. Die Studie nahm vor allem die drei Parameter „Währung“, „Transaktionsdauer“ sowie „Zeitpunkt“ in den Fokus. Der Wert der für die Studie ausgewerteten Transaktionen betrug umgerechnet durchschnittlich 29.000 Euro.

Währung als Parameter

Mit Blick auf die Währungen, in denen internationale Zahlungen erfolgen, zeigte sich in der iBanFirst-Studie, dass etwa 70 Prozent aller Zahlungen in US-Dollar getätigt werden. Dabei gingen 23 Prozent der Geldtransaktionen in US-Dollar in die Volksrepublik China, 12 Prozent wurden in US-Dollar nach Hongkong getätigt, 11 Prozent der Zahlungen erfolgten in die USA, dann ebenfalls in US-Dollar und lediglich 9 Prozent der Zahlungen gingen in der Währung britisches Pfund nach Großbritannien.

Infrastrukturen im Zielland als wesentlicher Parameter

Wie lange es dauert, bis eine Zahlung beim Empfänger eingeht, hängt also einmal sehr stark davon ab, welche Währung genutzt wird. Aber auch das Zielland ist ein wesentlicher Paramater. Laut Studie erreichten 61 Prozent aller Zahlungen, die in die USA gingen und in US-Dollar getätigt wurden, den Empfänger in weniger als 2 Stunden.

Geldüberweisungen in die VR China in US-Dollar kamen in etwa 9 Prozent aller Fälle innerhalb von zwei Stunden an. Knapp 58 Prozent benötigten zwischen 2 und 24 Stunden und immerhin ca. 33 Prozent waren zwischen 24 Stunden und einer Woche unterwegs. Für Zahlungen nach Hongkong zeigte die Studie ähnliche Ergebnisse.

Insgesamt erreichten 26 Prozent aller ausgewerteten Zahlungen den Empfänger nach höchstens zwei Stunden. Nur 0,3 Prozent sind länger als eine Woche unterwegs, ehe sie dem Empfängerkonto gutgeschrieben werden.

Es spielt also auch eine große Rolle, in welches Zielland eine Finanztransaktion geht. Die dortige Infrastruktur bezüglich der Banken und Regulierungen hat Auswirkungen auf die Dauer.

Wichtiger Parameter: Zeitpunkt der Zahlung

Für die Dauer einer Transaktion ist auch der Zeitpunkt, also der Tag und sogar die Uhrzeit der Überweisung, von großer Bedeutung. Wer als Unternehmen an Fristen gebunden ist, tut daher gut daran, die Annahmeschlusszeiten seiner Hausbank zu kennen. Wird eine Überweisung zu spät ausgelöst, führt die Bank sie nämlich erst am nächsten Tag aus, wodurch Verzögerungen unausweichlich sind. Auch das Wochenende oder Feiertage können eine Transaktion ausbremsen.

Beachtung der Parameter & Payment Tracker sorgen für Übersicht

Die Studie war hinsichtlich der Identifizierung der für die Dauer von Finanztransaktionen wichtigsten Parameter hilfreich. Mit den erzielten Erkenntnissen können Unternehmen zu tätigende Geldüberweisungen sehr viel besser planen. Ein Payment Tracker ist ein zusätzliches Tool, um Geldflüsse transparenter zu gestalten.

Bewerten Sie diesen Artikel
Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Das könnte Sie auch interessieren

„Wir checken alles und unsere Kunden sind froh darüber!“

Interview mit Thomas Küssner, Geschäftsführer der City Immobilienmakler Minden

„Wir checken alles und unsere Kunden sind froh darüber!“

Er freut sich über die leuchtenden Augen der Kunden, wenn ein altes Gebäude in neuem Glanz erstrahlt. Thomas Küssner hat ein Faible für Häuser mit Geschichte und schönen Treppenhäusern sowie…

Transporte digital vorausgedacht

Interview mit Thomas Becker, Geschäftsführer der DAKO GmbH

Transporte digital vorausgedacht

Seit Jahren unter akutem Fahrermangel leidend, verschärft die Energiekrise die Marktbedingungen der Transportbranche jetzt noch einmal deutlich. Die DAKO GmbH aus Jena ist ein Vorreiter für digitale Lösungen für die…

Hodapp öffnet Sicherheit und Flexibilität Tür und Tor

Interview mit Peter Hodapp, Geschäftsführer der Hodapp GmbH & Co. KG

Hodapp öffnet Sicherheit und Flexibilität Tür und Tor

Durch die angespanntere Sicherheitslage in Europa steigen auch die Sicherheitsanforderungen in Einrichtungen der kritischen Infrastruktur: Die Hodapp GmbH & Co. KG aus dem Großraum Stuttgart engagiert sich schon seit vielen…

TOP