Wie hilft LI2PPS bei Marktanalysen und Produktstrategien?

Herr Lipp, bevor wir inhaltlich einsteigen: Wer sind Sie persönlich und wofür steht LI2PPS als Unternehmensberatung?
Ich bin Aleks Lipp, Gründer der Unternehmensberatung LI2PPS mit Sitz in Bietigheim-Bissingen. Mein Hintergrund verbindet Technik und Wirtschaft: Ich habe Wirtschaftsingenieurwesen studiert und über mehrere Jahre in anspruchsvollen Rollen gearbeitet, unter anderem als Entwicklungsingenieur sowie später im Produktmanagement. Zuletzt habe ich als Senior Product Manager bei ETAS, einem Unternehmen der Bosch-Gruppe, mehrere Softwareprodukte verantwortet und dabei gelernt, wie entscheidend es ist, Marktverständnis und Umsetzung konsequent zusammenzubringen.
Parallel dazu habe ich früh unternehmerische Erfahrung gesammelt, etwa als Mitgründer der ELIPPS GmbH, wo ich in den ersten Jahren beim Aufbau von Strategie, Vertrieb und Marketing aktiv mitgewirkt habe. Diese Mischung aus Konzernpraxis und Gründungserfahrung prägt meinen Blick auf Unternehmen bis heute.
LI2PPS steht für Unternehmensberatung und Management aus einer Hand. Unser Anspruch ist es, nicht nur Konzepte zu liefern, sondern Verantwortung zu übernehmen und spürbare Ergebnisse zu ermöglichen. Deshalb arbeiten wir als zentraler Ansprechpartner für unsere Kunden und bündeln je nach Aufgabe ein erprobtes Expertennetzwerk, zum Beispiel für Strategie, Finanzen, HR, IT, Vertrieb, Prozesse und Digitalisierung.
Was uns besonders wichtig ist: Wir wollen nicht „Theorien verkaufen“, sondern Dinge in Bewegung bringen und dafür sorgen, dass Strategie und Umsetzung wirklich ineinandergreifen. Genau dafür steht LI2PPS.
Welche Unternehmen kommen typischerweise zu LI2PPS, wenn es um Marktanalysen und Produktstrategien geht und mit welchen Ausgangsfragen starten diese Kunden?
Typischerweise kommen Unternehmen zu LI2PPS, die neue Produkte oder Services entwickeln, bestehende Angebote neu ausrichten oder in einem Markt stehen, der sich spürbar verändert. Häufig sind das mittelständische Unternehmen, technologie- und industrie-nahe Betriebe oder Teams, die bereits ein gutes Produkt haben, aber merken, dass Positionierung, Zielgruppe oder Go-to-Market nicht klar genug sind.
Ein weiterer typischer Fall ist, dass Unternehmen zwar viele Ideen und Initiativen haben, aber ihnen eine stringente Produktstrategie und Priorisierung fehlt, damit Entwicklung, Marketing und Vertrieb in dieselbe Richtung arbeiten. Genau hier setzen wir an, indem wir Produktstrategie, Marktanalyse, Produktentwicklung und Markteinführung zu einem klaren, praxisnahen Prozess verbinden.
Die Ausgangsfragen starten häufig mit drei Kernpunkten:
- Wie groß ist der relevante Markt und welches Segment ist für uns wirklich attraktiv?
- Wie positionieren wir unser Produkt klar gegenüber dem Wettbewerb und welcher Nutzen überzeugt die Zielgruppe?
- Welche Produktstrategie und Roadmap sind realistisch, damit wir fokussiert entwickeln und erfolgreich launchen?
Unser Ziel ist dabei immer, dass die Kunden am Ende nicht nur „eine Analyse“ haben, sondern Entscheidungsfähigkeit: eine Produktstrategie, die verständlich ist, intern getragen wird und sich im Alltag umsetzen lässt.
Wie gehen Sie bei einer Marktanalyse konkret vor, um aus vielen Daten echte Entscheidungsgrundlagen zu machen und keine „Excel-Übung“ daraus werden zu lassen?
Bei einer Marktanalyse ist für mich entscheidend, dass wir nicht einfach Daten sammeln, sondern von Anfang an auf eine konkrete Entscheidung hinarbeiten. Deshalb starten wir bei LI2PPS immer mit einer klaren Leitfrage: Welche Entscheidung soll am Ende möglich sein, zum Beispiel zur Zielgruppe, zur Positionierung, zum Geschäftsmodell oder zur Produkt-Roadmap. Erst wenn dieses Ziel klar ist, definieren wir, welche Informationen wirklich benötigt werden und welche zwar „interessant“, aber für die Entscheidung nicht relevant sind.
Im nächsten Schritt strukturieren wir den Markt sauber, grenzen Segmente ab und arbeiten mit Hypothesen, die wir gezielt überprüfen. Dabei geht es nicht nur um Marktvolumen oder Wettbewerberlisten, sondern vor allem um die Frage, welches Problem wir für welche Kunden am stärksten lösen und warum das für den Markt tatsächlich attraktiv ist. Anschließend kombinieren wir Zahlen und Fakten aus verfügbaren Quellen mit praktischen Insights aus dem Unternehmen, zum Beispiel aus Vertrieb, Produktteam oder direkten Kundenkontakten. Genau diese Verbindung verhindert, dass die Analyse am Ende nur ein Excel-Ergebnis ist, das zwar sauber aussieht, aber im Alltag nicht trägt.
Das Ziel ist immer eine klare Entscheidungsvorlage: Wo lohnt sich der Einstieg, wie differenzieren wir uns, welche Zielgruppe priorisieren wir und welche nächsten Schritte leiten wir daraus ab. Wenn eine Marktanalyse am Ende nicht zu Fokus, Prioritäten und einem umsetzbaren Plan führt, war sie für mich nicht gut genug.
Welche Faktoren sind aus Ihrer Sicht entscheidend, um aus einer Analyse eine tragfähige Produktstrategie abzuleiten, die im Markt wirklich funktioniert?
Aus meiner Sicht wird eine Produktstrategie erst dann tragfähig, wenn sie drei Dinge gleichzeitig leistet: Sie ist glasklar im Nutzen, wirtschaftlich belastbar und operativ umsetzbar. Genau daran scheitert es in der Praxis oft, weil Analysen zwar sauber sind, aber am Ende keine echten Prioritäten und Entscheidungen ermöglichen.
Der erste entscheidende Faktor ist eine präzise Zielgruppen- und Problemdefinition. Eine Strategie funktioniert nur, wenn klar ist, für wen wir entwickeln und welches konkrete Problem wir besser lösen als der Wettbewerb. Daraus leiten sich Positionierung und Differenzierung ab, also ein echtes Alleinstellungsmerkmal, das Kunden verstehen und kaufen.
Der zweite Faktor ist die Übersetzung in ein marktfähiges Angebot. Dazu gehören die passende Preislogik, das Geschäftsmodell und die Vertriebswege. Wenn diese Bausteine nicht zusammenpassen, bleibt die Strategie Theorie. Wir achten deshalb darauf, dass Marktpotenzial, Wettbewerb, Nutzenversprechen und Go-to-Market in einem durchgängigen Prozess gedacht werden.
Der dritte Faktor ist die konsequente Umsetzbarkeit. Eine Produktstrategie muss am Ende als Roadmap funktionieren, mit klaren Prioritäten, einer realistischen Sequenzierung und messbaren Zielen. Bei LI2PPS ist uns wichtig, dass daraus ein Plan entsteht, den Produktentwicklung, Marketing und Vertrieb gemeinsam tragen, damit Strategie und Umsetzung nicht auseinanderlaufen.
Wenn diese Punkte erfüllt sind, entsteht aus einer Analyse eine Produktstrategie, die nicht nur gut klingt, sondern im Markt tatsächlich Wirkung entfaltet.
Wie unterstützen Sie Ihre Kunden bei der Priorisierung: Welche Produkte, Features oder Zielgruppen zuerst und welche bewusst später?
Bei der Priorisierung geht es aus meiner Sicht immer darum, aus vielen guten Ideen einen klaren Fokus zu machen. Genau dafür sorgen wir bei LI2PPS mit einem Vorgehen, das strategisch sauber ist und gleichzeitig in der Umsetzung funktioniert. Wir starten mit einer gemeinsamen Zielklärung, also was das Unternehmen erreichen will und welche Rolle das Produktportfolio dabei spielt. Danach bewerten wir Produkte, Features oder Zielgruppen nicht nach Bauchgefühl, sondern anhand weniger, aber entscheidender Kriterien wie Kundennutzen, Marktpotenzial, Differenzierung zum Wettbewerb und wirtschaftlicher Tragfähigkeit. Ein wichtiger Baustein ist dabei auch der Business Case, weil eine Priorität nur dann sinnvoll ist, wenn sie sich auch finanziell und operativ tragen lässt.
In der Praxis läuft das dann so, dass wir mit dem Kunden eine klare Bewertungslogik aufsetzen und daraus eine Reihenfolge ableiten, die alle Stakeholder nachvollziehen können. Gleichzeitig prüfen wir die Umsetzbarkeit mit Blick auf Ressourcen, Kapazitäten und Risiken, damit am Ende nicht die „perfekte“ Strategie entsteht, die intern niemand realistisch liefern kann. Gerade bei der Roadmap hilft diese Kombination enorm, weil sich Teams dadurch entlastet fühlen und wieder Klarheit bekommen, was zuerst kommt und was bewusst später folgt.
Wichtig ist mir dabei immer, dass Priorisierung nicht bedeutet, Dinge endgültig zu streichen, sondern sie sauber zu sequenzieren. Wir definieren bewusst, welche Zielgruppe oder welches Feature der schnellste Hebel für Marktfit und Wirkung ist, und was erst dann Sinn ergibt, wenn die Basis steht. So entsteht eine Produktstrategie, die nicht nur gut aussieht, sondern wirklich im Alltag funktioniert und am Markt Ergebnisse liefert.
Woran erkennen Unternehmen gemeinsam mit LI2PPS, dass eine Produktstrategie nicht nur gut klingt, sondern messbar wirkt, und welche Kennzahlen oder Meilensteine sind dafür entscheidend?
Ob eine Produktstrategie wirklich wirkt, erkennen wir gemeinsam mit dem Kunden daran, dass sie nicht nur in einer Präsentation überzeugt, sondern im Alltag messbare Fortschritte erzeugt. Bei LI2PPS übersetzen wir die Strategie deshalb sehr früh in konkrete Ziele, klare Verantwortlichkeiten und eine Roadmap mit überprüfbaren Meilensteinen. Eine Produktstrategie ist für mich erst dann erfolgreich, wenn sie am Markt eine nachvollziehbare Wirkung entfaltet und intern zu besseren Entscheidungen, mehr Fokus und höherer Umsetzungsgeschwindigkeit führt.
In der Praxis schauen wir auf drei Ebenen. Erstens auf Markt- und Kundenwirkung: Wird das Nutzenversprechen verstanden, kommt es zu echten Anfragen, Pilotprojekten oder Abschlüssen und verbessert sich die Conversion entlang des Funnels. Zweitens auf Produktleistung: Nutzen Kunden das Produkt tatsächlich, steigen Aktivierungsrate und Wiederverwendung, sinken Abwanderung und Supportaufwand. Drittens auf Business-Wirkung: Entwickelt sich Umsatz, Marge oder Deckungsbeitrag in die richtige Richtung und passt das Verhältnis aus Akquisekosten und Kundenwert. Diese Kennzahlen sind je nach Geschäftsmodell unterschiedlich, aber das Prinzip bleibt gleich, wir messen nicht „Aktivität“, sondern Ergebnis.
Damit das nicht abstrakt bleibt, definieren wir typische Meilensteine, die eine Strategie greifbar machen: eine validierte Zielgruppe mit klarer Positionierung, ein priorisiertes MVP oder erstes Kernangebot, ein belastbarer Go-to-Market-Plan und anschließend messbare Traktion im Markt. Gerade diese Verbindung aus Analyse, Produktstrategie und konsequenter Umsetzung ist das, wofür LI2PPS steht.
Vielen Dank, Herr Lipp, für die spannenden Einblicke und die interessanten Antworten. Es war sehr aufschlussreich zu sehen, wie LI2PPS Marktanalysen und Produktstrategien so praxisnah mit Umsetzung verbindet.





