Tickende Zeitbombe stört Betriebsfrieden

Arbeitsmarkt Deutschland

Für Unternehmen hat Fremdenfeindlichkeit - neben den gesellschaftlichen Auswirkungen - auch ganz handfeste ökonomische Auswirkungen. Sie stört den Betriebsfrieden und damit die Produktivität und kann vor allem bei internationalen Firmen zu massiven Imageschäden führen. Doch gibt es Möglichkeiten, gegenzusteuern.

So können zum Beispiel vom Unternehmen bezahlte Sprachkurse mit dazu beitragen, Barrieren abzubauen. Wo die Möglichkeit zur Teamarbeit besteht, ist dies eine weitere Möglichkeit, gegenseitiges Verständnis und Miteinander zu fördern. Die Einbindung ausländischer Kollegen bei Betriebsfesten oder in firmeninternen Gremien kann ebenfalls Konflikte vermeiden helfen.

Sind bereits Konflikte vorhanden, so kann die Einschaltung eines so genannten 'interkulturellen Vermittlers' helfen. Dabei hat so ein Konflikt durchaus positive Seiten. Er gibt die Chance zur Etablierung einer positiven Streitkultur. Entsprechend ausgebildete Mediatoren lösen den Streit in der Regel dort, wo er entstanden ist und beugen damit dem Wiederholungsfall vor.

Toleranz gegenüber ausländischen Mitarbeitern werden Beschäftigte eher an den Tag legen, wenn sie lernen, sich mit kulturellen Unterschieden auseinanderzusetzen. Interkulturelles Training kann dabei den Umgang verschiedener Kulturen miteinander erheblich erleichtern und verbessern. Kulturmittler sollten auch in diesem Bereich entsprechend ausgebildet sein. Darüber hinaus können sie durch effektive Kommunikationsstrukturen dazu beitragen, die Verständigung zu fördern.

Auch die Bundesregierung hat den sozialen Sprengstoff der Fremdenfeindlichkeit erkannt. Im Rahmen des 'Nationalen Integrationsplans' wurde das Programm XENOS ins Leben gerufen. Es integriert Aktivitäten gegen Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus in arbeitsmarktbezogene Maßnahmen an der Schnittstelle zwischen Schule, Ausbildung und Arbeitswelt.

Aktuellste news

Verletzungen als Produktionskiller: Warum ergonomische Handhabungstechnik jetzt unverzichtbar ist

Verletzungen als Produktionskiller: Warum ergonomische Handhabungstechnik jetzt unverzichtbar ist

Produktionsausfälle sind der Albtraum jedes Betriebsleiters. Sie führen zu Lieferverzögerungen, steigenden Kosten und frustrierten Kunden. Während oft technische Defekte oder Lieferkettenprobleme als Hauptursachen im Fokus stehen, wird ein entscheidender interner…

Wie ein Regalanfahrschutz Unternehmen viel Geld sparen kann

Wie ein Regalanfahrschutz Unternehmen viel Geld sparen kann

Lagerunfälle in Deutschland sind keine Seltenheit. Jährlich kommt es laut der Unfallstatistik der DGVU zu über 86.000 Lager- und Regalunfällen. Das entspricht mehr als 7.000 Unfällen im Monat. Hauptsächlich handelt…

Körperzentriertes Computing, wenn Technologie zu Material wird.

Körperzentriertes Computing, wenn Technologie zu Material wird.

Was passiert, wenn Computing nicht mehr in Geräten steckt, sondern Teil von Stoffen, Oberflächen und körpernahen Systemen wird. Der Artikel zeigt, wie flexible Elektronik, verteilte Rechenleistung und kontinuierliche künstliche Intelligenz…

Aktuellste Interviews

„Der persönliche Kontakt bleibt trotz Digitalisierung wichtig!“

Interview mit Birgit Häussler, Geschäftsführerin der Manfred Häussler GmbH

„Der persönliche Kontakt bleibt trotz Digitalisierung wichtig!“

Seit über 40 Jahren setzen Handwerksbetriebe und Industrieunternehmen aus dem Bausektor aus dem süddeutschen Raum auf die Materialkompetenz und beständige Verlässlichkeit des Baustoffgroßhändlers Manfred Häussler GmbH aus Winnenden. Im Interview…

Ein Modell mit Biss

Interview mit Hakan Gürer, Geschäftsführer der Dentaltrade GmbH

Ein Modell mit Biss

Bezahlbarer Zahnersatz, digitale Prozesse und ein Markt im Umbruch: Kaum eine Branche steht aktuell so stark unter Veränderungsdruck wie die Dentaltechnik. Die Dentaltrade GmbH mit Sitz in Bremen und internationaler…

Tradition trifft Innovation im Kiesgeschäft

Interview mit Caroline Held, Geschäftsführerin und Otto-Wilhelm Held, Geschäftsführer der Kändler-Held GmbH

Tradition trifft Innovation im Kiesgeschäft

Die Kändler-Held GmbH, ein traditionsreiches Unternehmen aus Petershagen, wird heute in 3. und 4. Generation von Otto-Wilhelm Held und seiner Tochter Caroline Held geleitet. Das Unternehmen hat sich als führender…

TOP