SMM 2026 Hamburg: Die wichtigsten Highlights der maritimen Messe

 

Auch die internationale Beteiligung wächst. Für 2026 sind 26 nationale Gemeinschaftsstände angekündigt, zwei mehr als bei der vorherigen Ausgabe. Hinzu kommen Aussteller aus elf Ländern, die erstmals auf der SMM vertreten sind. Neue offizielle Ländervertretungen kommen unter anderem aus Brasilien, Zypern, Indien und Vietnam.

Diese Highlights sollten Besucher im Blick behalten

  • Im Energy Efficiency Hub (Halle A2) zeigen 24 Unternehmen konkrete Ansätze für effizienteren Schiffsbetrieb: KI-gestütztes Energiemanagement, Hybrid- und Elektroantriebe, Windunterstützung, Solar und Retrofit.
  • Bei Start-ups@SMM präsentieren 19 junge Unternehmen Technologien aus KI, Robotik, autonomen Systemen, Datenanalyse und nachhaltiger Schifffahrt. Mehrere Weltpremieren sind angekündigt, nach Angaben der Veranstalter.
  • Neu ist die Naval Hall in Halle B8, erstmals vollständig der maritimen Sicherheit und Verteidigung gewidmet. Mehr als 50 Unternehmen und Organisationen zeigen dort Technologien für Marine, Überwachung, Kommunikation und Unterwasseranwendungen. Fünf Themenbühnen direkt in den Messehallen greifen Energieeffizienz, Digitalisierung, Innovation und maritime Sicherheit auf. Maritime Future Summit: Am 2. September steht auf der Digital Stage insbesondere der Einsatz von generativer KI bei Schiffsentwicklung und -betrieb im Mittelpunkt.
  • Maritime Career Market: Am 3. und 4. September treffen Unternehmen auf Nachwuchs- und Fachkräfte. Schüler, Studierende und begleitende Lehrkräfte erhalten an diesen Tagen freien Eintritt.

Effizienz wird zur wirtschaftlichen Frage

Einer der größten Schwerpunkte liegt 2026 auf der Energieeffizienz. Hintergrund ist ein Problem, das die Schifffahrt derzeit besonders beschäftigt: Welche klimaneutralen Kraftstoffe sich langfristig durchsetzen werden, ist noch offen. Maßnahmen, die bereits heute den Energieverbrauch senken, gewinnen deshalb an Bedeutung. Im neuen Energy Efficiency Hub sollen marktreife Lösungen zeigen, was bereits möglich ist. Dazu gehören digitale Optimierungssysteme, KI-Anwendungen, Hybridisierung, Windantriebe, alternative Kraftstoffe und Technologien zur Nutzung von Abwärme. Energieeffizienz wird damit zunehmend als Wettbewerbsfaktor behandelt, nicht nur als Klimathema.

KI und Robotik treffen auf klassische maritime Industrie

Auch die Digitalisierung bekommt viel Raum. Beim Maritime Future Summit am 2. September geht es unter anderem darum, wie KI die Konstruktion und den Betrieb von Schiffen verändert. Wie schnell sich neue Technologien entwickeln, zeigt auch der Start-up-Bereich. 19 junge Unternehmen präsentieren Lösungen von automatisiertem Schweißen im Schiffbau über KI-basierte Flottenbewertungen bis zu autonomen Systemen. Am 2. September treten sie beim Maritime Start-up Day & Night mit ihren Technologien gegeneinander an.

Maritime Sicherheit bekommt eine eigene Halle

Eine der sichtbarsten Neuerungen ist die Naval Hall in Halle B8. Dort bündelt die SMM erstmals Ausstellung, Konferenz und Networking rund um maritime Sicherheit und Verteidigung. Neben mehr als 50 Unternehmen in der Halle präsentieren auf dem übrigen Messegelände weitere Anbieter Technologien, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können. Thematisch geht es um den Schutz kritischer Infrastruktur, Cybersecurity, autonome Systeme, Unterwassertechnologien und maritime Überwachung. Am 3. und 4. September findet dort auch die internationale MS&D Conference statt.

Auch Häfen und Fachkräfte rücken in den Fokus

Nicht nur die Schiffe selbst verändern sich. Mit der neuen Fachkonferenz ALL ABOUT PORTS am 2. und 3. September beschäftigt sich die SMM auch mit der Zukunft von Häfen als Logistik-, Energie-, Daten- und Sicherheitsknotenpunkte. Themen sind unter anderem Automatisierung, Digitalisierung, nachhaltige Hafenentwicklung und widerstandsfähige Lieferketten. Am 3. und 4. September richtet sich der Blick auf eine andere knappe Ressource: qualifizierte Fachkräfte. Der Maritime Career Market bringt Unternehmen, Hochschulen und potenzielle Bewerber zusammen. Gesucht werden längst nicht mehr nur klassische maritime Berufe, sondern zunehmend auch IT-, Software-, Automatisierungs- und Engineering-Kompetenzen. Die SMM 2026 findet vom 1. bis 4. September auf dem Gelände der Hamburg Messe statt. Geöffnet ist von Dienstag bis Donnerstag jeweils von 10 bis 18 Uhr, am Freitag von 10 bis 16 Uhr. Wer nach Hamburg kommt, trifft auf eine Branche, in der mehrere Entwicklungen gleichzeitig zusammenlaufen: Dekarbonisierung, KI, Effizienz, Fachkräftemangel und eine veränderte geopolitische Sicherheitslage. Die SMM dürfte vor allem zeigen, welche Lösungen davon bereits im praktischen Einsatz angekommen sind – und wo die maritime Transformation noch am Anfang steht.

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